Der zweite Bauabschnitt begann konstruktiv schon im ersten.
Seit 2022 begleiten wir den zweiten Bauabschnitt des Siemens Technology Centers in Garching in der Tragwerksplanung. Nach rund drei Jahren Planung und etwa einem Jahr Rohbauphase ist das Tragwerkskonzept nun auf der Baustelle sichtbar.
Das neue Büro- und Forschungsgebäude basiert auf einer wirtschaftlichen Stahlbetonkonstruktion unter Einsatz von Recyclingbeton (R-Beton).
Ein wichtiger Teil der Aufgabe lag dabei nicht nur im neuen Bauabschnitt selbst. Der Neubau wird kraftschlüssig an den bereits realisierten ersten Bauabschnitt angeschlossen. Die dafür erforderlichen Voraussetzungen haben wir bereits im Rahmen der Planung und Ausführung des ersten Bauabschnitts geschaffen. Sie bilden heute die Grundlage für das statische Zusammenwirken beider Gebäudeteile.
Auch die Geometrie des neuen Gebäudes bringt besondere Anforderungen mit sich. Drei polygonale Lichthöfe erstrecken sich über mehrere Geschosse und prägen die Architektur. Ihre Form musste dabei mit dem Tragwerk zusammengebracht werden. Punktgestützte Stahlbetonflachdecken und massive Erschließungskerne bilden wesentliche Elemente der Konstruktion. Ergänzt wird das Tragwerk durch Bereiche in Holzbauweise im vierten Obergeschoss sowie in den östlichen und westlichen Gebäudespangen.
So entsteht ein Tragwerk, bei dem unterschiedliche Materialien und konstruktive Anforderungen zusammenkommen. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie wichtig es ist, bei der Planung eines Bauabschnitts bereits die Anforderungen des späteren Gesamtbauwerks mitzudenken.
Fertigstellung Produktions- und Fertigungshalle der Fa. Haupt - Mehr als eine Produktionshalle…
Mit der Fertigstellung der neuen Produktions- und Fertigungshalle der Firma Haupt in Wilhelmsthal-Steinberg findet ein anspruchsvolles und besonderes Projekt seinen Abschluss.
Die neue Stahlhalle verbindet moderne Produktionsflächen mit einer integrierten Kranbahn und einer markant gestalteten Fassade. Der auskragende Giebelbereich und die plastische Fassadenstruktur prägen das Erscheinungsbild des Neubaus. Im geschlossenen Zustand fügt sich das große Falttor nahtlos in die Fassadenfläche ein. Darüber hinaus wurde die angrenzende bestehende Lagerhalle in das Gesamtkonzept einbezogen, umgebaut und konstruktiv an die neue Nutzung angepasst.
Genau diese Mischung aus Neubau und Bestand macht das Projekt für uns als Tragwerksplaner besonders: alte und neue Statik müssen zusammenspielen, ohne dass man es dem fertigen Gebäude ansieht.
Wir danken dem gesamten Planerteam – allen voran den Architekten lauer + lebok – für die enge und wertschätzende Zusammenarbeit, und der Fa. Haupt für das Vertrauen in unsere Arbeit.
Einweihung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Weiden
Am 9. Juli 2026 wurde die neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Standort Weiden feierlich eröffnet. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Thomas Baghai, Dr. med. Christian A. Rexroth, Vertretern der medbo KU sowie Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach wurde das Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Im Rahmen der Eröffnung wurden insbesondere die innovativen klinischen Konzepte sowie die besondere architektonische und funktionale Ausgestaltung und die Einzigartigkeit des Gebäudes innerhalb Bayerns hervorgehoben. Mit der neuen Einrichtung steht der Region erstmals eine vollstationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Verfügung – ein wichtiger Baustein für eine wohnortnahe und zukunftsfähige psychiatrische Versorgung in der Nordoberpfalz.
Wir freuen uns, dass dieses anspruchsvolle Bauvorhaben kosten- und termingerecht realisiert werden konnte und nun einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Nordoberpfalz leistet.
Richtfest Campus Marienberg BA5 - Letzter Baustein in Beton gegossen
Mit dem Richtfest des fünften Bauabschnitts wurde in dieser Woche ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Campus Marienberg in Nürnberg erreicht. Gleichzeitig markiert er den Abschluss der Tragwerksplanung für den letzten Neubau auf dem Campus.
Der als Stahlbetonskelettbau konzipierte Neubau vereint künftig technisch anspruchsvolle Produktions- und Messtechnikflächen im Unter- und Erdgeschoss mit modernen Büroflächen in den Obergeschossen. Flexible, unterzugsfreie und thermisch aktivierte Flachdecken schaffen die konstruktiven Voraussetzungen für eine vielseitige Nutzung. Ergänzt wird das Tragwerkskonzept durch eine tragende Fassadenebene in Vollfertigteilbauweise. Lediglich das rund 4,40 Meter frei auskragende Stahlvordach an der Südfassade steht noch aus.
Mit der Fertigstellung des Tragwerks für den letzten Baustein auf dem Campus blicken wir mit Stolz auf die vergangenen Jahre und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zurück. Unser besonderer Dank gilt der Dr. Lorenz Tucher’schen Stiftung für das langjährige Vertrauen.
Klein und fein – Eine Fuß- und Radwegbrücke im Fokus
Wir freuen uns immer, wenn eines unserer Projekte Sichtbarkeit erlangt. Erst recht natürlich, wenn der Effet eines kollaborativ aufgestellten Projektteams aus Bauherr, Planern und Umsetzenden zu so schönen Ergebnissen führt.
Die aktuelle Veröffentlichung in der Zeitschrift „BRÜCKENBAU“ über die Mühltalbrücke für den Fahrradhersteller Riese & Müller beschreibt genau diesen Prozess: von Wettbewerbsgewinn bis zum fertigen Bauwerk.
Projekt: Fuß- und Radwegbrücke in Mühltal
Revitalisierung Volksbad Nürnberg - Hallengerüste weichen
Auf der Baustelle des Volksbads schreiten die Arbeiten sichtbar voran. Mit dem Rückbau der Hallengerüste in der ehemaligen großen Männerschwimmhalle (Bild 1, 2) sowie in der zentralen Eingangshalle (Bild 3, 4) kommen die aufwendig restaurierten Jugendstil-Gewölbedecken wieder vollständig zur Geltung und vermitteln bereits heute einen Eindruck der späteren Raumwirkung.
Auch in der kleinen Schwimmhalle (Bild 5) ist der Baufortschritt deutlich erkennbar. Nachdem das ursprüngliche Dachtragwerk im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, entsteht hier eine neue Deckenkonstruktion, die den nachkriegszeitlichen Raumeindruck wieder aufgreift und das zukünftige Erscheinungsbild bereits erkennen lässt.
Lediglich in der einstigen Frauenschwimmhalle (Bild 6, 7) wird aktuell noch an der Deckenkonstruktion gearbeitet - doch schon bald wird auch hier das eigens durch uns entwickelte Tragwerk der Unterkonstruktion für die neue Akustikdecke und der historische Intarsienring „verschwunden“ sein…
Autohaus und Bürogebäude Feser-Graf Gruppe, Nürnberg Gustav-Adolf-Straße
Nach der Fertigstellung der fünf Untergeschosse umfassenden Tiefgarage in den Winter- und Frühlingsmonaten wächst das Projekt nun sichtbar in die Höhe. Aktuell entstehen das Erd- und Obergeschoss mit Verkaufs- und Ausstellungsflächen sowie den Werkstattbereichen.
Bereits in einer frühen Planungsphase wurde gemeinsam mit Köppen Rumetsch Architekten ein effizientes Tragwerks- und Baugrubenkonzept entwickelt. Die Bohrpfahlwand der Baugrube übernimmt dabei nicht nur ihre Funktion als Baugrubensicherung, sondern dient gleichzeitig als Gründungselement für das auskragende Erdgeschoss. Durch diese Doppelnutzung konnte eine wirtschaftliche und konstruktiv optimierte Lösung realisiert werden.
Während die Rohbauarbeiten weiter voranschreiten, „rollt“ aktuell – im wahrsten Sinne des Wortes – die Bewehrung für die nächsten drei Obergeschosse.
U3 KLR - Eingangsbauwerke und raumbildender Ausbau, U-Bahn Haltestelle NBG-Kleinreuth
Mehr als zehn Jahre nach Projektbeginn werden mit der Fertigstellung der Zugangsbauwerke nun auch oberirdisch die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen dem U-Bahn-Bauamt Nürnberg, den Architekten Grabow + Zech und unserer Tragwerksplanung sichtbar.
Die beiden Zugangsbauwerke werden durch markante Sichtbetonwinkel geprägt, deren Abmessungen unmittelbar aus den statischen und konstruktiven Anforderungen resultieren. Sie bilden den tragenden Rahmen der Eingangsbereiche und setzen zugleich einen klaren architektonischen Akzent.
Im Kontrast dazu stehen die raum- und oberflächenbildenden Ausbauelemente. Diese wurden in filigranen Stahlbaukonstruktionen umgesetzt, deren Planung und Ausführung höchste Präzision erforderten. Die Dimensionierung bewegt sich im Millimeterbereich; selbst kleinste Verbindungsmittel wie M6-Schrauben wurden unter Berücksichtigung der maßgebenden Lastfälle statisch nachgewiesen und geprüft.
Das architektonische Gesamtkonzept greift die Themen Licht, Linienführung und Astronomie auf. Seine vollständige Wirkung wird sich erst im Endausbau der Anlage entfalten. Bereits heute ist jedoch ein wesentliches Gestaltungselement erkennbar: die Darstellung von Nikolaus Kopernikus in einer fotobetonähnlichen Ausführung. Hierzu wurden während des Betonierprozesses gezielt Abbindeverzögerer auf die Schalungsoberfläche aufgebracht. Durch das anschließende Auswaschen der obersten Zementschicht entsteht ein dauerhaftes Relief, das das Motiv sichtbar macht und unmittelbar in die Sichtbetonoberfläche integriert.
Das Projekt verdeutlicht das Zusammenspiel von Tragwerksplanung, Architektur und Ausführungsqualität – von massiven Stahlbetonkonstruktionen bis hin zu hochpräzisen Ausbaukomponenten.
Saniertes Terrassenschwimmbad in Bad Kissingen - schöner Schwimmen seit 1954
Nach erfolgreicher Sanierung von Sprungturm, Becken und Beckenköpfen wurde – rechtzeitig zur Badesaison, das denkmalgeschützte Freibad wieder der Öffentlichkeit übergeben.
Das Bad zählt durch seine terrassenartige und parkähnliche Anlage, die geschickt die vorhandene Topographie nutzt, bis heute zu den attraktivsten Freibädern Deutschlands. Eine konstruktive Besonderheit stellt der 10-Meter-Sprungturm dar. Durch seine Vorspannung mit Spanneisen konnte er zu seiner damaligen Bauzeit besonders filigran ausgeführt werden. Im Zuge der von uns konstruktiv begleiteten Sanierung wurde der Sprungturm behutsam zu seiner ursprüngliche Filigranität zurückgeführt.
Wir wünschen eine wunderschöne Freibadsaison!
KJP Weiden – Klettern in der Klinik
Therapie neu gedacht – mit zweigeschossiger Kletterwand und viel Raum für Bewegung in der soeben eingeweihten Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Weiden. Das Gebäude beherbergt zukünftig eine Tagesklinik und eine stationäre Klinik für Kinder und Jugendliche. Eine Schule für Kranke und viel Bewegungsfläche ist daher ein fester Bestandteil des Konzepts.
Das 4-geschossige Gebäude ist als Stahlbetonbau in Ortbetonbauweise ausgeführt. Die Tragkonstruktion besteht primär aus punktgestützten Flachdecken. Geometrische Versprünge in den Fassaden und darüber hinaus gewünschte, konstruktionsfreie Flächen im Erdgeschoss sind über Wandscheiben bzw. wandartige Träger als Stahlbetonkonstruktionen umgesetzt. Die Fassade ist auf Grundlage der notwendigen Gebäudesicherheit und Robustheit als massive Lochfassade konzipiert.
Neben der tragenden Funktion, wurde der Ortbeton durch Sichtbetonflächen gezielt als gestalterisches Mittel genutzt.
Das Ergebnis ist ein Gebäude mit einer für ein Klinikgebäude sehr offenen Tragstruktur und vollständig unterzugsfreien Decken. Dies bietet zum einen eine flexible Grundlage für notwendige Leitungsführungen und Installationen und zum anderen vielfältige Optionen für eine spätere Umgestaltung der Raumaufteilungen oder mögliche Nachnutzungen des Gebäudes. Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss des Neubaus an dem wir als Tragwerksplaner unseren Anteil an dem Gelingen leisten durften und wünschen gute Therapieerfolge!
Der zweite Bauabschnitt begann konstruktiv schon im ersten.
Seit 2022 begleiten wir den zweiten Bauabschnitt des Siemens Technology Centers in Garching in der Tragwerksplanung. Nach rund drei Jahren Planung und etwa einem Jahr Rohbauphase ist das Tragwerkskonzept nun auf der Baustelle sichtbar.
Das neue Büro- und Forschungsgebäude basiert auf einer wirtschaftlichen Stahlbetonkonstruktion unter Einsatz von Recyclingbeton (R-Beton).
Ein wichtiger Teil der Aufgabe lag dabei nicht nur im neuen Bauabschnitt selbst. Der Neubau wird kraftschlüssig an den bereits realisierten ersten Bauabschnitt angeschlossen. Die dafür erforderlichen Voraussetzungen haben wir bereits im Rahmen der Planung und Ausführung des ersten Bauabschnitts geschaffen. Sie bilden heute die Grundlage für das statische Zusammenwirken beider Gebäudeteile.
Auch die Geometrie des neuen Gebäudes bringt besondere Anforderungen mit sich. Drei polygonale Lichthöfe erstrecken sich über mehrere Geschosse und prägen die Architektur. Ihre Form musste dabei mit dem Tragwerk zusammengebracht werden. Punktgestützte Stahlbetonflachdecken und massive Erschließungskerne bilden wesentliche Elemente der Konstruktion. Ergänzt wird das Tragwerk durch Bereiche in Holzbauweise im vierten Obergeschoss sowie in den östlichen und westlichen Gebäudespangen.
So entsteht ein Tragwerk, bei dem unterschiedliche Materialien und konstruktive Anforderungen zusammenkommen. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie wichtig es ist, bei der Planung eines Bauabschnitts bereits die Anforderungen des späteren Gesamtbauwerks mitzudenken.
Fertigstellung Produktions- und Fertigungshalle der Fa. Haupt - Mehr als eine Produktionshalle…
Mit der Fertigstellung der neuen Produktions- und Fertigungshalle der Firma Haupt in Wilhelmsthal-Steinberg findet ein anspruchsvolles und besonderes Projekt seinen Abschluss.
Die neue Stahlhalle verbindet moderne Produktionsflächen mit einer integrierten Kranbahn und einer markant gestalteten Fassade. Der auskragende Giebelbereich und die plastische Fassadenstruktur prägen das Erscheinungsbild des Neubaus. Im geschlossenen Zustand fügt sich das große Falttor nahtlos in die Fassadenfläche ein. Darüber hinaus wurde die angrenzende bestehende Lagerhalle in das Gesamtkonzept einbezogen, umgebaut und konstruktiv an die neue Nutzung angepasst.
Genau diese Mischung aus Neubau und Bestand macht das Projekt für uns als Tragwerksplaner besonders: alte und neue Statik müssen zusammenspielen, ohne dass man es dem fertigen Gebäude ansieht.
Wir danken dem gesamten Planerteam – allen voran den Architekten lauer + lebok – für die enge und wertschätzende Zusammenarbeit, und der Fa. Haupt für das Vertrauen in unsere Arbeit.
Einweihung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Weiden
Am 9. Juli 2026 wurde die neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Standort Weiden feierlich eröffnet. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Thomas Baghai, Dr. med. Christian A. Rexroth, Vertretern der medbo KU sowie Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach wurde das Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Im Rahmen der Eröffnung wurden insbesondere die innovativen klinischen Konzepte sowie die besondere architektonische und funktionale Ausgestaltung und die Einzigartigkeit des Gebäudes innerhalb Bayerns hervorgehoben. Mit der neuen Einrichtung steht der Region erstmals eine vollstationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Verfügung – ein wichtiger Baustein für eine wohnortnahe und zukunftsfähige psychiatrische Versorgung in der Nordoberpfalz.
Wir freuen uns, dass dieses anspruchsvolle Bauvorhaben kosten- und termingerecht realisiert werden konnte und nun einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Nordoberpfalz leistet.
Richtfest Campus Marienberg BA5 - Letzter Baustein in Beton gegossen
Mit dem Richtfest des fünften Bauabschnitts wurde in dieser Woche ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Campus Marienberg in Nürnberg erreicht. Gleichzeitig markiert er den Abschluss der Tragwerksplanung für den letzten Neubau auf dem Campus.
Der als Stahlbetonskelettbau konzipierte Neubau vereint künftig technisch anspruchsvolle Produktions- und Messtechnikflächen im Unter- und Erdgeschoss mit modernen Büroflächen in den Obergeschossen. Flexible, unterzugsfreie und thermisch aktivierte Flachdecken schaffen die konstruktiven Voraussetzungen für eine vielseitige Nutzung. Ergänzt wird das Tragwerkskonzept durch eine tragende Fassadenebene in Vollfertigteilbauweise. Lediglich das rund 4,40 Meter frei auskragende Stahlvordach an der Südfassade steht noch aus.
Mit der Fertigstellung des Tragwerks für den letzten Baustein auf dem Campus blicken wir mit Stolz auf die vergangenen Jahre und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zurück. Unser besonderer Dank gilt der Dr. Lorenz Tucher’schen Stiftung für das langjährige Vertrauen.
Klein und fein – Eine Fuß- und Radwegbrücke im Fokus
Wir freuen uns immer, wenn eines unserer Projekte Sichtbarkeit erlangt. Erst recht natürlich, wenn der Effet eines kollaborativ aufgestellten Projektteams aus Bauherr, Planern und Umsetzenden zu so schönen Ergebnissen führt.
Die aktuelle Veröffentlichung in der Zeitschrift „BRÜCKENBAU“ über die Mühltalbrücke für den Fahrradhersteller Riese & Müller beschreibt genau diesen Prozess: von Wettbewerbsgewinn bis zum fertigen Bauwerk.
Projekt: Fuß- und Radwegbrücke in Mühltal
Revitalisierung Volksbad Nürnberg - Hallengerüste weichen
Auf der Baustelle des Volksbads schreiten die Arbeiten sichtbar voran. Mit dem Rückbau der Hallengerüste in der ehemaligen großen Männerschwimmhalle (Bild 1, 2) sowie in der zentralen Eingangshalle (Bild 3, 4) kommen die aufwendig restaurierten Jugendstil-Gewölbedecken wieder vollständig zur Geltung und vermitteln bereits heute einen Eindruck der späteren Raumwirkung.
Auch in der kleinen Schwimmhalle (Bild 5) ist der Baufortschritt deutlich erkennbar. Nachdem das ursprüngliche Dachtragwerk im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, entsteht hier eine neue Deckenkonstruktion, die den nachkriegszeitlichen Raumeindruck wieder aufgreift und das zukünftige Erscheinungsbild bereits erkennen lässt.
Lediglich in der einstigen Frauenschwimmhalle (Bild 6, 7) wird aktuell noch an der Deckenkonstruktion gearbeitet - doch schon bald wird auch hier das eigens durch uns entwickelte Tragwerk der Unterkonstruktion für die neue Akustikdecke und der historische Intarsienring „verschwunden“ sein…
Autohaus und Bürogebäude Feser-Graf Gruppe, Nürnberg Gustav-Adolf-Straße
Nach der Fertigstellung der fünf Untergeschosse umfassenden Tiefgarage in den Winter- und Frühlingsmonaten wächst das Projekt nun sichtbar in die Höhe. Aktuell entstehen das Erd- und Obergeschoss mit Verkaufs- und Ausstellungsflächen sowie den Werkstattbereichen.
Bereits in einer frühen Planungsphase wurde gemeinsam mit Köppen Rumetsch Architekten ein effizientes Tragwerks- und Baugrubenkonzept entwickelt. Die Bohrpfahlwand der Baugrube übernimmt dabei nicht nur ihre Funktion als Baugrubensicherung, sondern dient gleichzeitig als Gründungselement für das auskragende Erdgeschoss. Durch diese Doppelnutzung konnte eine wirtschaftliche und konstruktiv optimierte Lösung realisiert werden.
Während die Rohbauarbeiten weiter voranschreiten, „rollt“ aktuell – im wahrsten Sinne des Wortes – die Bewehrung für die nächsten drei Obergeschosse.
U3 KLR - Eingangsbauwerke und raumbildender Ausbau, U-Bahn Haltestelle NBG-Kleinreuth
Mehr als zehn Jahre nach Projektbeginn werden mit der Fertigstellung der Zugangsbauwerke nun auch oberirdisch die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen dem U-Bahn-Bauamt Nürnberg, den Architekten Grabow + Zech und unserer Tragwerksplanung sichtbar.
Die beiden Zugangsbauwerke werden durch markante Sichtbetonwinkel geprägt, deren Abmessungen unmittelbar aus den statischen und konstruktiven Anforderungen resultieren. Sie bilden den tragenden Rahmen der Eingangsbereiche und setzen zugleich einen klaren architektonischen Akzent.
Im Kontrast dazu stehen die raum- und oberflächenbildenden Ausbauelemente. Diese wurden in filigranen Stahlbaukonstruktionen umgesetzt, deren Planung und Ausführung höchste Präzision erforderten. Die Dimensionierung bewegt sich im Millimeterbereich; selbst kleinste Verbindungsmittel wie M6-Schrauben wurden unter Berücksichtigung der maßgebenden Lastfälle statisch nachgewiesen und geprüft.
Das architektonische Gesamtkonzept greift die Themen Licht, Linienführung und Astronomie auf. Seine vollständige Wirkung wird sich erst im Endausbau der Anlage entfalten. Bereits heute ist jedoch ein wesentliches Gestaltungselement erkennbar: die Darstellung von Nikolaus Kopernikus in einer fotobetonähnlichen Ausführung. Hierzu wurden während des Betonierprozesses gezielt Abbindeverzögerer auf die Schalungsoberfläche aufgebracht. Durch das anschließende Auswaschen der obersten Zementschicht entsteht ein dauerhaftes Relief, das das Motiv sichtbar macht und unmittelbar in die Sichtbetonoberfläche integriert.
Das Projekt verdeutlicht das Zusammenspiel von Tragwerksplanung, Architektur und Ausführungsqualität – von massiven Stahlbetonkonstruktionen bis hin zu hochpräzisen Ausbaukomponenten.
Saniertes Terrassenschwimmbad in Bad Kissingen - schöner Schwimmen seit 1954
Nach erfolgreicher Sanierung von Sprungturm, Becken und Beckenköpfen wurde – rechtzeitig zur Badesaison, das denkmalgeschützte Freibad wieder der Öffentlichkeit übergeben.
Das Bad zählt durch seine terrassenartige und parkähnliche Anlage, die geschickt die vorhandene Topographie nutzt, bis heute zu den attraktivsten Freibädern Deutschlands. Eine konstruktive Besonderheit stellt der 10-Meter-Sprungturm dar. Durch seine Vorspannung mit Spanneisen konnte er zu seiner damaligen Bauzeit besonders filigran ausgeführt werden. Im Zuge der von uns konstruktiv begleiteten Sanierung wurde der Sprungturm behutsam zu seiner ursprüngliche Filigranität zurückgeführt.
Wir wünschen eine wunderschöne Freibadsaison!
KJP Weiden – Klettern in der Klinik
Therapie neu gedacht – mit zweigeschossiger Kletterwand und viel Raum für Bewegung in der soeben eingeweihten Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Weiden. Das Gebäude beherbergt zukünftig eine Tagesklinik und eine stationäre Klinik für Kinder und Jugendliche. Eine Schule für Kranke und viel Bewegungsfläche ist daher ein fester Bestandteil des Konzepts.
Das 4-geschossige Gebäude ist als Stahlbetonbau in Ortbetonbauweise ausgeführt. Die Tragkonstruktion besteht primär aus punktgestützten Flachdecken. Geometrische Versprünge in den Fassaden und darüber hinaus gewünschte, konstruktionsfreie Flächen im Erdgeschoss sind über Wandscheiben bzw. wandartige Träger als Stahlbetonkonstruktionen umgesetzt. Die Fassade ist auf Grundlage der notwendigen Gebäudesicherheit und Robustheit als massive Lochfassade konzipiert.
Neben der tragenden Funktion, wurde der Ortbeton durch Sichtbetonflächen gezielt als gestalterisches Mittel genutzt.
Das Ergebnis ist ein Gebäude mit einer für ein Klinikgebäude sehr offenen Tragstruktur und vollständig unterzugsfreien Decken. Dies bietet zum einen eine flexible Grundlage für notwendige Leitungsführungen und Installationen und zum anderen vielfältige Optionen für eine spätere Umgestaltung der Raumaufteilungen oder mögliche Nachnutzungen des Gebäudes. Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss des Neubaus an dem wir als Tragwerksplaner unseren Anteil an dem Gelingen leisten durften und wünschen gute Therapieerfolge!