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Projekt: regiomove Mobilitätsstationen
Diese charakteristischen Module verschiedener Mobilitätssysteme umfassen z. B. Infotafeln, Schließfächer, Akkuladestationen, offenes Bücherregal, Fahrradständer mit Werkzeugtoolbar/Luftpumpe, Bike-/Scooter-Ladestation, Car-Sharing sowie die klassischen Haltestellen mit überdachter Sitzgelegenheit. Über farbige, transluzente und mit Infopiktos versehene Glasplatten in der Überdachungsebene erfolgt eine Fernwirkung mit Landmarkcharakter. Dem Gestaltungsprinzip liegt der Entwicklungsgedanke von hoher Flexibilität und Funktionalität zugrunde, so dass die verschiedenen Anforderungen sinnvoll integriert und bei Bedarf erweitert werden können. Die verschiedenen Einheiten wurden modular entwickelt, damit sie im Baukastenprinzip von der jeweils ausführenden Firma ohne weitere notwendige tragwerksplanerische Anpassungen umgesetzt werden können. Die tragenden Bauteile bestehen im Wesentlichen aus verschweißten und verzinkten Stahlkonstruktionen aus Rechteckhohlprofilen. Im Hinblick auf einen möglichst hohen Vorfertigungsgrad erfolgte größtenteils eine Bauteiltrennung in „Stützenebene“ und „Überdachungsebene“. Um den Montage- und Transportaufwand möglichst gering zu halten, werden diese beiden vorgefertigten Bauteilgruppen über Steckverbindungen mit Einschieblingen vor Ort miteinander verbunden. Dabei wird die Überdachungsebene in die Stützen gesteckt, die wiederum über eine Dübelverankerung auf Ortbeton- bzw. auf Fertigteilfundamenten befestigt sind. Die Stützenebene nimmt die Vertikal- sowie Horizontallasten aus der Überdachungsebene auf und leitet diese in die Fundamentierung weiter
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Projekt: Denkmalgeschützter Gasthof "Gelber Löwe"
Der denkmalgeschützte Gasthof "Gelber Löwe", der aus dem 17. Jahrhundert stammt und lange Zeit leer stand, wurde in ein modernes Hotel umgebaut und denkmalgerecht saniert. Dazu wurden bauliche und konstruktive Änderungen vorgenommen und ein Fahrstuhl sowie ein neues Treppenhaus eingebaut. Zudem waren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen tragender Bauteile im Inneren des Gebäudes erforderlich.
Das Hotel umfasst ein Erdgeschoss, ein Obergeschoss, zwei Dachgeschosse und einen bisher ungenutzten Spitzboden. Der Spitzboden und die bisher ungenutzten Dachgeschosse wurden zu Gästezimmern sowie Lager- und Technikräumen ausgebaut. Im darunter liegenden Obergeschoss blieb es bei der bisherigen Saalnutzung im östlichen Bereich, während im westlichen Bereich Toiletten, Personal- und Seminarräume eingerichtet wurden. Im Erdgeschoss wurden die bestehenden Gasträume beibehalten, und im westlichen Bereich wurden die Küche mit angeschlossenem Kühlhaus und die Rezeption eingerichtet.
Um die erhöhten Ausbau- und Nutzlasten im Spitzboden und den Dachgeschossen zu bewältigen, wurde im Dachstuhl eine zusätzliche Tragachse installiert. Dies wurde durch die Integration von Stahlabfangträgern und -stützen sowie durch die Verstärkung der vorhandenen Holzpfetten erreicht. Eine zusätzliche Tragachse im östlichen Gebäudebereich wurde durch die Ausbildung eines Raumfachwerks realisiert. Des weiteren wurden im Gastraum zusätzliche Stützen errichtet, um aufwendige Verstärkungen an den oberhalb der denkmalgeschützten Deckenvertäfelung befindlichen Unterzüge zu vermeiden. Die Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit dem Architekten im Hinblick auf den Denkmalschutz durchgeführt.
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Projekt: Wohn- und Geschäftshaus
Die zwei viergeschossigen und versetzt zueinander angeordneten Baukörper bieten im Erdgeschoss Verkaufs- und Geschäftsräume und Wohnnutzung in den Obergeschossen, einschließlich der Dachgeschosse. Im Untergeschoss befindet sich eine Tiefgarage sowie Technik- und Abstellräume. Die beiden massiv als Beton- und Mauerwerkskonstruktionen erstellten Gebäudeteile sind durch einen Kernbereich mit gemeinsamem Treppenhaus und Aufzugsschacht verbunden. Die beiden Dächer sind zimmermannsmäßig mit jeweils eigener Satteldachkonstruktion als Pfettendachstuhl errichtet.
Die Tiefgarage wird über eine massive Rampe von Osten aus befahren und erstreckt sich im Norden und Süden über das Gebäude hinaus unter den erdüberschütteten Bereich. Gegründet ist die Rampe im unteren Teil über Streifenfundamente und im oberen Teil über Brunnenringe, die am Wandfuß der Rampenwand über Zerrbalken gekoppelt sind.
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Projekt: Haus am weißen Stein, Frankfurt am Main
Das Gebäude, in dem sich das evangelische Zentrum befindet, wurde im Jahr 1972 errichtet, und wird seither als Familienberatungszentrum genutzt. Durch die Umbau- und Modernisierungsmaßnahme werden in dem Gebäude nun weitere Angebote, die bisher dezentral verteilt waren, zusammengefasst. Dies sind auf über 3.000 m² Räume für Beratungsangebote, Therapie, Café sowie Selbsthilfegruppen. Durch die Umgestaltung der ehemals dunklen Flure in offene und helle Bereiche durch Einbau von Glastrennwänden und das Ersetzen von massiven Türen durch Glastüren erhielt das Gebäude einen freundlichen und einladenden Charakter. Schallschutztüren und Sichtschutz sorgen dabei für die notwendige Diskretion.
Die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen umfassten Maßnahmen an der Fassade sowie die Verbesserung der Gebäudestruktur und Modernisierung der Haustechnik: Die bisherige Fassade wurde entfernt und durch eine weiße Metallfassade mit perforierten Kreuzen ersetzt, die das bekannte Fresko von Michelangelo zeigt. Zudem wurden fünf Erker in Stahlbauweise vor die südliche Fassade gehängt, um Flächen zu optimieren und die als städteräumlicher Eyecatcher dienen.
Für die Verbesserung der Gebäudestruktur und Modernisierung der Haustechnik erfolgte eine Entkernung des Gebäudes bis auf den Rohbau. Tragwerksplanerisch relevante Maßnahmen waren hierbei die Errichtung einer Fluchttreppe in leichter Stahlbaukonstruktion als 2. Rettungsweg zur Verbesserung des Brandschutzes, die Integration neuer Techniktrassen in das bestehende Tragwerk zur Modernisierung der Haustechnik, die energetische Ertüchtigung der Fassade und Maßnahmen für den Sonnenschutz, die Verkürzung einer Aussteifungswand im Erdgeschoss, um die Empfangssituation offener zu gestalten, sowie der Einbau zusätzlicher WC-Anlagen im Untergeschoss.
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Projekt: Mehrfamilienwohnanlage am See
Die Mehrfamilienwohnanlage mit Tiefgaragen in Nürnberg-Veilhof, ist als mehrgeschossiger Massivbau, bestehend aus drei einzelnen Gebäuden in Hanglage neben dem historischen Gebäude des Predigerseminars am Wöhrder See errichtet. Die Baukörper bestehen jeweils aus Erdgeschoss, 1. bis 3. Obergeschoss sowie einem Untergeschoss, das teilweise als Tiefgarage genutzt wird. Die Tiefgaragen unter Haus 1 und 2 sind über eine Durchfahrt miteinander verbunden.
Die Geschossdecken über den oberirdischen Geschossen sind als schlaff bewehrte Stahlbetonflachdecken weitestgehend als Elementdecken mit Aufbeton vor Ort ausgeführt. Tragende Wände in den oberirdischen Geschossen sind größtenteils in Mauerwerk erstellt, wobei in den Erdgeschossen jeweils ein wandartiger Träger die Überspannung der Fahrgasse der Tiefgaragen ermöglicht.
Die Gebäude sind auf Fundamentbalken gegründet, die in Verbindung mit den Untergeschosswänden, die als wandartige Träger ausgeführt sind, die Bauwerkslasten in die Bohrpfähle weiterleiten. Die Tiefgaragen sind, bis auf die Rampenplatten, gepflastert ausgeführt.
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Projekt: Bildungszentrum und Hotel
Das AOK-Bildungszentrum bietet firmeninterne Aus- und Weiterbildungen in wochenweisen Schulungen inklusive Unterkunft an. Dementsprechend gliedert sich der unter laufendem Betrieb errichtete Ersatzneubau in einen Baukörper für den Schulungs- sowie den Hotelbereich. Der alte Baumbestand des Eichenhains blieb dabei erhalten durch bedachte Plazierung auf dem parkähnlichen Grundstück.
Der Baukörper des Schulungsbereichs ist zweigeschossig mit Teilunterkellerung, der des Hotelbereichs ist mit sechs Obergeschossen sowie einer Vollunterkellerung erstellt. Beide Baukörper sind rechtwinklig zueinander angeordnet und an ihrem Verbindungspunkt über eine Bauteilfuge getrennt. Die tragende Konstruktion beider Gebäudeteile ist massiv als Stahlbetonkonstruktion erstellt.
Der Einsatz von Vollfertigteil-Außenwänden im Hotel zusammen mit Fertigteil-Rippendecken im Schulungsgebäude trug dabei aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades sowie des Wiederholungseffektes zu einem beschleunigten und reibungslosen Bauablauf bei.
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Projekt: SeniorenZentrum "Altes Finanzamt" und SeniorenWohnen
Das SeniorenZentrum „Altes Finanzamt“ und SeniorenWohnen, dessen Entwurf aus dem 1. Platz eines im Jahr 2018 ausgeschriebenen Realisierungswettbewerbs hervorging, kombiniert einen Neubau mit der Sanierung und dem Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Finanzamts. Der Neubau mit fünfeckigem Grundriss beherbergt Seniorenwohnungen in den Obergeschossen und eine Cafeteria im Erdgeschoss. Ein erdgeschossiger Anbau verbindet das Gebäude mit dem Carport, dessen Sichtbetonwand gleichzeitig den parkähnlich angelegten Innenhof vom Parkplatz trennt. Der Neubau ist massiv mit tragenden Stahlbetonkonstruktionen, bzw. in Mauerwerk erstellt: Geschossdecken inklusive Balkone, tragende Innenwände, Stützen sowie die Kellerwände sind in Stahlbeton, Außenwände sind in Mauerwerk mit hochdämmenden perlitgefüllten Hochlochziegeln ausgeführt. Auf den Einsatz von Verbundmaterialen wurde aus Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit verzichtet.
Das denkmalgeschützte „Alte Finanzamt“ wurde durch Instandsetzungsmaßnahmen auf fünf Geschossen ertüchtigt: Unterfangungen wurden eingefügt, Kellerdeckenteile abgebrochen und erneuert, ein Aufzug und ein behindertengerechter WC-Bereich im nord-östlichen Bereich eingebaut. Zudem wurde die Kontrolle der Feuerwiderstandsdauer der tragenden Bauteile durchgeführt und die sich daraus ergebenen Brandschutzmaßnahmen umgesetzt.
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Projekt: Errichtung eines Gewächshauses mit Abpackhalle
Dieses Gewächshaus im mittelfränkischen Abenberg in Bayern wurde mit den Außenabmessungen von ca. 240 m x 220 m und einer Firsthöhe von etwa 8 m über Geländeoberkante errichtet.
Die auf Einzelfundamenten gegründete Stahlrahmenkonstruktion ist mit einer Dacheindeckung aus Glastafeln ausgeführt. Dach- und Wandverbände gewährleisten in Verbindung mit der rahmenartigen Ausbildung die Aussteifung in Querrichtung.
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Projekt: Erlenstegen-Carrée in Nürnberg
Die Wohnanlage in Nürnbergs Nord-Osten besteht aus vier Wohngebäuden mit insgesamt 121 Wohnungen und einem Verbrauchermarkt. Die Gebäude mit jeweils fünf oberirdischen Geschossen und nahezu identischer Typologie sind auf einer gemeinsamen Tiefgarage errichtet. Eine Ausnahme in der Typologie stellt der Verbrauchermarkt dar, der sich an das nördlichste Gebäude anschließt, über das die Erschließung des Marktes erfolgt.
Die Wohngebäude sind in Massivbauweise mit schlaff bewehrten Elementdecken in den Obergeschossen erstellt, die im Wesentlichen von Mauerwerkswänden abgetragen werden. Die Konstruktion des Verbrauchermarktes ist ebenfalls weitgehend massiv mit flach bewehrten Elementdecken ausgeführt. Um die Stützenanzahl im Bereich der Verkaufsfläche zu minimieren, wurde die Dachkonstruktion als Stahlbau angelegt. Die Flexibilität für die Erschließung des Verbrauchermarktes sowie für die Tiefgaragengrundrisse wird durch wandartige Träger im 1. Obergeschoss bzw. im Erdgeschoss realisiert.
Alle Gebäude ruhen auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte mit Verstärkungen in Bereichen von Lastkonzentrationen. Dehnfugen zwischen Gebäuden verhindern das Auftreten von Zwängen und somit Rissbildungen. Auf den nicht überbauten Bereichen der Tiefgarage sind Terrassen, Spielplätze und Grünflächen angelegt. In diesen Bereichen erfolgt die Auftriebssicherung durch Mikropfähle.
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Projekt: Errichtung von zwei Gewächshäusern
Die zwei Gewächshäuser mit Außenabmessungen von jeweils 118 m x 56 m und einer Firsthöhe von 5,6 m über Geländeoberkante wurden in Nürnberg-Kraftshof errichtet.
Die auf Einzelfundamenten gegründeten Stahlrahmenkonstruktionen sind mit Dacheindeckungen aus Glastafeln ausgeführt. Dach- und Wandverbände gewährleisten in Verbindung mit der rahmenartigen Ausbildung die Aussteifung in Querrichtung. Die Gewächshäuser wurden direkt an ein bestehendes Gewächshaus bzw. an eine Technik- und Verladehalle angebaut.
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Projekt: Umbau und Sanierung einer traditionsreichen Stiftungsverwaltung
Traditionsreiche Familienstiftung
Die Dr.-Lorenz-Tucher-Familienstiftung existiert seit 1503 und verwaltet und entwickelt bis heute die familieneigenen Liegenschaften, bestehend aus Immobilien und Forstflächen. Die bestehenden Gebäude in der Elbinger Straße 16-18 in Nürnberg sind in Nordflügel, Westflügel und Südflügel unterteilt, die sich um einen parkähnlich angelegten Innenhof orientieren.
Der Südflügel, aus dem 18. Jahrhundert stammend und 1906 umgebaut, präsentiert sich mit Sandsteinumfassungswänden und im Erdgeschoss überwiegend mit einer Holzbalkendecke. In diesem Bereich wurde lediglich die Dachkonstruktion zimmermannsmäßig verstärkt, statisch relevante Maßnahmen erfolgten hier nicht. Die Gebäude des Nord- und Westflügels wurden im Jahr 1965 in Massivbauweise mit zimmermannsmäßigen Sparrendächern errichtet. Das unsymmetrische Sparrendach besitzt Dachneigungen von 33° bzw. 52°.
Durchgeführte Maßnahmen waren:
- Einbau neuer Dachgauben im Westflügel
- Einfügen eines Wechselträgers im Dach über Eingangsbereich Westflügel
- Abbruch und Neueinbau von Querwänden im Erdgeschoss
- Deckenabbruch der EG-Decke bei Eingangsportal
- Ergänzung Bodenplatte bei Innenhof Westflügel
- Sanierung bestehende Holzbalkendecke Treppenhaus Nord
- Einfügen von Bodenschlitzen in die Decke über dem EG-Westflügel
- Abbruch eines Deckenfeldes im UG für eine neue Treppe Treppenhaus Nord
- Errichten einer Winkelstützwand im Bereich der Giebelwand Südflügel
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Projekt: Anbau Liegehalle mit Melkkarussell
Die Liegehalle mit Melkkarussel im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim verfügt über Grundrissabmssungen von 85,8 m x 19,3 m.
Sie ist als Mischkonstruktion in Stahl- und Holzbauweise erstellt und schließt zweiseitig an Bestandsgebäude, darunter an einen Milchviehlaufstall, an. Haupttragelemente sind Satteldachrahmen mit Brettschichtholzriegeln und Stahlstützen. Die Aussteifung wird in Querrichtung über die Rahmen und in Längsrichtung über zwei Dachverbände und je zwei Wandverbände gewährleistet.
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Projekt: Moderne Arbeitswelten im Herzen Nürnbergs
Zentral am Frauentorgraben gelegen, entstand auf rund 13.000 m² Nutzfläche ein modernes Verwaltungs- und Kundencenter für rund 630.000 mittelfränkische Versicherte.
Der Neubau des AOK-Verwaltungsgebäudes in Nürnberg ist als wirtschaftlicher Stahlbetonskelettbau errichtet. Massive, punktgestützte und überwiegend unterzugsfreie Geschossdecken gewährleisten einen freien Leitungsverzug der Haustechnik unter den Decken sowie eine maximale Grundrissflexibilität. Die gewählten Spannweiten ermöglichen eine Regeldeckenstärke von 30 cm in den Obergeschossen – lokal durch Vorspannung mit Monolitzen ohne Verbund verstärkt. Das Hauptraster des vertikalen Tragsystems (Treppenhäuser, Innenstützen, tragende Fassadenachsen) ist im Regelbereich auf das Büro- und Fassadenraster abgestimmt. Anpassungen im Bereich des Hauptzugangs mit Foyer im Erdgeschoss und sich dort ergebender Sondernutzungen und Rasterveränderungen konnten durch Wandschotten mit Zentrierung über die Deckenscheiben abgefangen werden.
Die Gründung erfolgte durch Aufbetonage der Bodenplatte auf die Bestandsplatte, mit Verdübelung in Lastkonzentrationsbereichen. Die Bestandsuntergeschosse (Außenwände, Bodenplatte) blieben erhalten und bildeten durch temporäre Abstützungsmaßnahmen an drei Gebäudeseiten gleichzeitig die Eingrenzung und Sicherung des Baufeldes und minimierten dadurch Sicherungs- und Verbauarbeiten. Lediglich an der Südseite erfolgte der Verbau mit einer frei auskragenden Bohrpfahlwand die gleichzeitig als verlorene Schalung fungierte.
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Projekt: Neubau eines Milchviehlaufstalls
Der Milchviehlaufstall in Dietfurt wurde in Stahl- und Holzbauweise mit Grundrissabmessungen von 50,5 m x 39,3 m erstellt.
Die Haupttragelemente bestehen aus Zweigelenkrahmen mit Riegeln aus Brettschichtholz und Stützen aus Walzprofilen, die durch je zwei Pendelstützen unterstützt werden. Die Giebel sind als Holzrahmenkonstruktionen errichtet. Die Aussteifung in Querrichtung erfolgt durch die Rahmen und die ausgesteiften Giebelwände. Die Aussteifung in Längsrichtung wird durch drei Dachverbände sowie je drei Wandverbände gewährleistet.
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Projekt: Neubau gymnasiale Oberstufe
Der Neubau der gymnasialen Oberstufe der Carlo-Mierendorff-Schule besteht aus einem Hauptgebäude sowie zwei Nebengebäuden. Alle Bauteile sind als Stahlbetonkonstruktionen, bzw. die Fassaden als leichte Holzkonstruktionen mit vorgesetzten Holzlamellen erstellt.
Das Hauptgebäude ist vollunterkellert und hat drei oberirdische Stockwerke, die eine überdachte Aula umschließen. Im Erdgeschoss befinden sich die Aula und die Mediathek, während in den oberen Etagen Unterrichtsräume, EDV-Räume, Lehrerzimmer und Verwaltung angeordnet sind. Lager- und Technikräume sind im Untergeschoss untergebracht. Die Nebengebäude, nicht unterkellert, umfassen hauptsächlich Unterrichtsräume und ein Schülercafé mit Speisesaal im Erdgeschoss des nordöstlichen Gebäudes. Sie sind ebenfalls ringförmig um jeweils einen Innenhof angelegt.
Zur Optimierung der Bauzeit sind die Gebäude größtenteils aus Halb- bzw. Vollfertigteilen mit einachsig gespannten Stahlbetondecken erstellt, welche linear auf den Stahlbetonwänden, bzw. auf den als tragenden Balken ausgebildeten Brüstungen sowie Fensterstürzen aufliegen. In kleineren Teilbereichen wie z. B. an den Auflagerpunkten der freitragenden Hallentreppen sind die Eckfelder der Decke in Ortbeton hergestellt, um zur Verringerung der Verformungen einen zweiachsigen Lastabtrag ermöglichen zu können. Die Dachkonstruktion der Halle im Hauptgebäude ist als leichte Stahlkonstruktion mit hohem Vorfertigungsgrad ausgeführt. Im Raster der Oberlichter sind geschweißte Hohlprofilträger mit in 90 Grad hierzu verlaufenden konstruktiven Querträgern realisiert. Die Dacheindeckung zwischen den Oberlichtern erfolgt über Trapezblechprofile.
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Projekt: Ganztagsbetreuung, Robert-Blum-Schule
Der für den Umbau zur Ganztagsschule notwendige, dreigeschossige Erweiterungsbau, der direkt an die U-förmige Bestandsbebauung anschließt, ist als Stahlbetonkonstruktion mit einer Grundrissfläche von ca. 25,8 m x 33,6 m erstellt. Die beiden Obergeschosse des Neubaus werden im Wesentlichen als Schul- und Verwaltungsräume genutzt, im Erdgeschoss sind die Mensa mit Küche und ein Mehrzweckraum sowie Nebenräume angeordnet.
Zur Minimierung der Bauzeit sowie zur Sicherstellung eines reibungslosen, laufenden Schulbetriebs wurde das Gebäude, wo es konstruktiv möglich war, mit Vollfertigteil-Spannbetonhohldecken umgesetzt. Lediglich Deckenbereiche mit Auskragungen oder großen Durchbrchen für die vertikale Lüftungsführung sind als Ortbetondecken ausgeführt.
Der Mensabereich im Erdgeschoss ist bei einer Grundfläche von 22,5 m x 16,9 m stützenfrei überspannt. Dies konnte durch den Einsatz eines wandartigen Trägers im 1. Obergeschoss realisiert werden. Ein bestehendes, unter dem Dach des Bestandsbaus integriertes und nicht mehr benötigtes Treppenhaus wurde inklusive des Dachs in diesem Bereich zurückgebaut und anstelle dessen wurde ein Lückenschluss in Stahlbetonbauweise erstellt. Dieser ermöglicht den Übergang zwischen Neubau und Bestand im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss.
Das Gebäude ist über Einzel- und Streifenfundamente gegründet, welche mit Magerbetontiefergründungen auf den tragfähigen Baugrund geführt werden. Dazwischen ist eine nichttragende Stahlbetonbodenplatte ausgeführt. Bestandsfundamente wurden am Übergang zum Erweiterungsbau im Zuge der Neubaumaßnahme unterfangen.
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Projekt: Neubau KiTa der HUK-Coburg – "Wuselwald"
Kinderhaus mit Kindergarten und Krippe
Der Neubau des 3-gruppigen Betriebskindergartens der HUK-Coburg wurde als Holzbaukonstruktion in zwei Bauabschnitten erstellt. Dabei wurde die Erweiterbarkeit statisch-konstruktiv bereits in der Vor- und Entwurfsplanung entwickelt und berücksichtigt. Die Bauabschnitte weisen maximale Grundrissabmessungen von ca. 48 m x 30 m auf.
Der Architektenentwurf arbeitet mit Vor- und Rücksprüngen im Gebäude und ist als hölzerne Box konzipiert, die durch diese baulichen Einschnitte ihren Charakter erhält. Die Dachscheibe und die Bodenplatte stellen dabei einen gemeinsamen Rahmen her. Im Inneren des eingeschossigen Neubaus sind die Räume im Grundriss klar angeordnet. Die Gruppenräume befinden sich im Süden und Nebenräume im Norden des Gebäudes.
Die Dachdecke ist als Brettstapel-Systemdecke mit verklebten Lamellen ausgeführt. Die tragenden Wand-Konstruktionen des Gebäudes wurden in konventioneller Holzständerbauweise erstellt, welche in Verbindung mit den Deckenscheiben in der Dachebene auch die Horizontalaussteifung sicherstellen. Im Bereich von Tür- und Fensteröffnungen erfolgt der vertikale Lastabtrag über Brettschichtholzbalken als Unter- oder Überzüge sowie in die Wandebene integrierte Holzstützen. Das Gebäude ist auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte gegründet, wobei die umlaufenden Frostriegel konstruktiv ausgebildet wurden.
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Projekt: Fair wohnen in Erlangen
Die neue Wohnanlage in Erlangen wurde mit fünf Gebäuden in einer Hofbebauung als KfW Effizienzhaus 55 errichtet. Sie ist ein Projekt der Fair-Wohnen-Initiative der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU, die zahlbaren Wohnraum schafft und dem Mangel an Wohnraum für Bürger mit geringerem Einkommen in Erlangen entgegenwirkt.
Es entstanden 91 Wohneinheiten, eine zentrale Tiefgarage mit 37 Stellplätzen sowie Fahrradabstellräume im Untergeschoss. Die Gebäude weisen inklusive Untergeschoss vier, bzw. fünf Geschosse auf. Vier Gebäude sind jeweils paarweise zueinander angeordnet und miteinander verbunden, so dass sich L-förmige Grundrisse ergeben. Auf zwei der Gebäude sind Dachgärten angelegt und auf einem der Dächer ist eine Anlage für Solarthermie installiert. Alle Gebäude haben im Untergeschoss eine Verbindung zur innenliegenden Tiefgarage, die eingeschossig und mit bis zu 90 cm Erdüberschüttung ausgeführt ist.
Die Wände der Obergeschosse sind als Massivbau mit kerngedämmten Ziegeln errichtet. Die Wohnungstrennwände wurden zum besseren Schallschutz mit betonvergossenen Ziegelschalen realisiert. Decken, sowie notwendige Stützen, sind Stahlbetonkonstruktionen. Das Untergeschoss, das ebenfalls vorwiegend als Stahlbetonkonstruktion erstellt ist, wurde aufgrund des anstehenden Grundwassers wasserundurchlässig ausgeführt. Zusätzlich wurde die Wasserundurchlässigkeit der unterschiedlichen Kubaturen des Ensembles durch die Anordnung dauerhafter Dehnfugen gewährleistet. Die Gebäude sind über Deckenscheiben in der Dachebene und die Stahlbetonwände in allen Treppenhäusern ausgesteift und auf tragenden, elastisch gebetteten Bodenplatten gegründet.
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Projekt: Innovationszentrum im Cleantech Innovation Park
Der Cleantech Innovation Park in Hallstadt bietet Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein attraktives Umfeld, damit diese sich vernetzen und praxisnah an Zukunftstechnologien forschen können. Der Gebäudekomplex besteht aus vier nahezu quadratischen Versuchs- und Werkstatthallen, einer 125 Meter langen, zweigeschossigen, die Hallen verbindenden Magistrale sowie einer Bürospange. Die Tragkonstruktion ist als Hybridbauweise mit Stahlbeton und Holzkonstruktionen realisiert. Hallenwände und -stützen bestehen aus Stahlbetonfertigteilen, während die Magistrale in Ortbetonbauweise mit 30 cm starken Halbfertigteildecken errichtet wurde. Die leicht geneigten Satteldächer der Hallen sind mit 15 Meter spannenden Brettschichtholzbindern ausgeführt, ergänzt durch quer spannende Nebenträger mit verdeckten Anschlüssen und stabilisierenden Stahl-Dachverbänden. Die Tragwerkslasten berücksichtigen hohe Ausbau- und Techniklasten, etwa für Stromtrassen und mögliche Kranbahnen. Die Technikplattformen auf den Dächern sind an hochbewehrte Fertigteilstützen in den Hallenbereichen angebunden. Die Gründung erfolgt teils über elastisch gebettete Bodenplatten, teils über Köcherfundamente.
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Projekt: Kindertagesstätte mit Gemeindesaal
Der Neubau der Kindertagesstätte mit Gemeindesaal ist als eingeschossiger, teilunterkellerter Holzhybridbau mit L-förmigem Grundriss errichtet. Die Schenkellängen der Gebäudeaußenseiten betragen 51,62 m und 29,00 m bei einer Firsthöhe von 4,48 m über Gelände und einer Dachneigung von bis zu 15°.
Der vertikale Lastabtrag erfolgt über Holzständerwände und in die Wände integrierte Holzstützen sowie einer massiven Stahlbetonwand. Das Gebäude ist über die als Scheibe wirkende Dachschalung in Verbindung mit einer ausreichenden Anzahl von Wänden ausgesteift. Der Technikkeller ist massiv in Stahlbetonbauweise als WU-Konstruktion ausgeführt. Die Gründung des Neubaus erfolgt auf elastisch gebetteten Bodenplatten.
Die Walmdachkonstruktion ist mit Dachsparren im Abstand von 70 bzw. 80 cm ausgeführt. Zur Reduzierung der Konstruktionshöhen und um einheitliche und wirtschaftliche Spannweiten der Dachsparren zu erzielen, wurden über den Gruppenräumen Zwischenpfetten angeordnet. Über dem Gemeindesaal kam eine weitgespannte Dachkonstruktion mit Spannweiten der Sparren von 8,92 m, bzw. des Gratsparrens von 12,30 m zum Einsatz.
Durch die unmittelbare Nähe des Kindergartens zum Wald mit hohem Baumbestand besteht eine potentielle Gefährdung schutzbedürftiger Personen durch umstürzende Bäume, Baumabbrüche oder herabfallende Äste im Falle eines Unwetters. Das Tragwerk wurde deshalb zusätzlich für den möglichen Aufprall einer Baumkrone bemessen. Um die Versagenswahrscheinlichkeit des Tragwerks für den Aufprall eines Baumstammes auf ein Minimum zu reduzieren, wurde eine Außenwand in Stahlbeton errichtet.
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Projekt: Sanierung und Umnutzung ehemaliges evangelisches Gemeindehaus
Mit wenig Aufwand und großer Wertschätzung für die Historie wurde dieses ehemalige evangelische Gemeindehaus aus den 1960er Jahren saniert und als Büro im Erdgeschoss, bzw. Wohnungen im Obergeschoss umgenutzt. Priorität war dabei, den Charakter im Inneren wie im Äußeren des Gebäudes, das im Zuge der Planungen unter Denkmalschutz gestellt wurde, maximal zu erhalten. Die erklärten Ziele des denkmalpflegerischen Maßnahmenkataloges waren die Begrenzung sämtlicher Maßnahmen auf das nötigste. Grundsätzlich waren Eingriffe auf nicht einsehbare Bereiche des Gebäudes zu beschränken, um Kubatur, Erscheinung und Gestalt nicht zu verändern.
Die robuste Stahlbetonskelettkonstruktion mit Betonstützen und mehrschaligen Ausfachungen aus Kalksandstein wurde erhalten. Die Reinigung der Kalksandsteinwände erfolgte mit einem schonenden Verfahren unter Verwendung von heißem Wasserdampf im Außenbereich und Trockeneisstrahlen im Innenbereich. In dem großen Büroraum, der Arbeitsplätze für bis zu 15 Personen bietet – früher der zentrale Gemeindesaal – waren zusätzliche Oberlichter für eine Belichtung der Arbeitsplätze notwendig, die als Holzkonstruktionen realisiert wurden. Um bei Bedarf zwei separate Räume abtrennen zu können, wurden zwei raumhohe Glasschiebewände eingezogen. Die denkmalgerechte Sanierung der bauzeitlichen Pergola im Innenhof stellte eine besondere Herausforderung dar, da die Holzkonstruktion erheblich unter der Bewitterung gelitten hatte. Eine Pelletheizung und Photovoltaikanlagen auf dem Dach tragen zur energetischen Effizienz bei, wodurch das Gebäude den Standard eines "Effizienzhaus Denkmal" erreicht.
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Projekt: Kinderhaus in Holz-Hybridbauweise
Der Neubau dieser Kindertagesstätte, der in zwei Bauabschnitten erfolgt, gliedert sich in zwei vom Tragwerk identische Gebäude, die mit einem Verbindungssteg verbunden werden. Das erste Gebäude und der Verbindungssteg sind fertiggestellt, der zweite Baukörper soll zeitversetzt nachfolgen.
Die zweigeschossige, nicht unterkellerte Konstruktion ist als Holz-Beton-Hybridbauweise geplant und ausgeführt: Decken, Stützen, lastabtragende Wände sowie die Bodenplatte sind aus Stahlbeton, nichttragende Innen- und Außenwände sind als Holzständerwände mit einer maximalen Vorfertigung realisiert, was die Bauzeit deutlich optimierte. Der vertikale Lastabtrag erfolgt über Wandscheiben, Stützen und aussteifende Kerne.
Die Deckenplatten des Verbindungsstegs sind in Stahlbeton ausgebildet. Der vertikale Lastabtrag erfolgt hier über die schräg gestellten Stahlstützen, die die Lasten in die Einzel- und Streifenfundamente einleiten. Die als Scheiben ausgeführten „Stegläufe“, welche in Längs- und Querrichtung an die Gebäude angeschlossen werden, gewährleisten die Aussteifung.
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Projekt: Generalsanierung und Wiederbelebung des Volksbades
Das im Jahr 1914 eröffnete Volksbad in Nürnberg war bei seiner Eröffnung eines der modernsten und größten Badeanstalten Deutschlands. Im Jahr 1994 wurde es aufgrund zu hohen Sanierungsbedarfs geschlossen. 2020 beschloss der Stadtrat die Sanierung und öffentliche Nutzung als Bad mit Restaurant. Hierfür wird der Bestand komplett saniert und um einen Anbau für ein Lehrschwimmbecken erweitert. Insgesamt sind vier Schwimmbecken, Wellnessbereich, Fitness- und Gastronomiebereich vorgesehen.
Im Sinne der Denkmalpflege hat der maximale Erhalt der vorhandenen Bausubstanz höchste Priorität. Grundlage hierfür ist eine genaue Kenntnis über vorhandene Tragkonstruktionen. Da weitestgehend keine bauzeitlichen Lastannahmen, statischen Berechnungen und Konstruktionspläne vorliegen, konnten Angaben lediglich aus historischen Architektenwerkplänen entnommen werden. Ergänzend hierzu wurden zahlreiche Bauteilöffnungen und Materialproben in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege durchgeführt. Tragkonstruktionen wurden nachgerechnet und verstärkt, unter Berücksichtigung von Denkmalschutz und Wirtschaftlichkeit. Bei im Hinblick auf die Denkmalpflege untergeordneten Bauteilen wurden die statischen Ertüchtigungsmaßnahmen primär aus Aspekten der Wirtschaftlichkeit, der Langlebigkeit und des Brandschutzes geplant.
Der Erweiterungsneubau sowie die im Bestand neu eingefügten Stahlbetonbauteile (Aufzugsschächte, Innenhofbebauung, neue Deckenfelder, etc.) sind weitestgehend aus Beton mit rezyklierten Zuschlagsstoffen (R-Beton) erstellt. Als Zement kommt ein CO2-reduzierter Zement zum Einsatz, mit einer CO2-Reduktion von bis zu 35 % im Beton.
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Projekt: SOS-Kinderdorf Hamburg
Dieses Gebäude vereint über einen gemeinsamen Erdgeschossbereich sowie den Kellerkasten zwei Baukörper und deren Nutzungsbereiche: ein innerstädtisches SOS-Kinderdorf mit Wohnungen sowie ein Familienzentrum als Ort der Begegnung. Der Neubau, der sich eng an die benachbarte Kirche legt, ist als massives Gebäude mit lastabtragenden Stahlbetonbauteilen sowie Mauerwerk für weitere vertikale Bauteile errichtet. In dem unter Ensembleschutz stehenden Umfeld, mit der typisch roten, hamburgischen Backsteinarchitektur nimmt der Entwurf die Farbgebung des Umfeldes mit den vorherrschenden Farben rot und weiß in der Fassadengestaltung auf. Das klassische Material des gebrannten Tons wird bei gleicher Materialität in eine neue Formensprache transferiert.
Unter einem Teilbereich des Wohngebäudes sah der Entwurf einen überdachten, stützenfreien Außenspielplatz vor, der tragwerksplanerisch unter einem Brückenbauwerk realisiert wurde, das die Lasten aus den darüber liegenden drei Geschossen ableitet. Die für diesen Außenspielplatz gewünschte Stützenfreiheit sollte bei den vorgegebenen Geschoss- und Konstruktionshöhen des Wohnriegels über Flachdecken mit gleicher Stärke zu den restlichen Gebäudebereichen realisiert werden. Da die benötigten Spannweiten hierfür prinzipiell zu groß waren, wurde im Tragwerksentwurf ein räumliches Brückentragwerk vorgesehen, in dem die Wandscheiben, Brüstungen und Stürze in der Fassadenebene als mehrgeschossige Wandartiger Träger bzw. Vierendeelträger die Funktion der Brückenhauptträger übernehmen. Weitere, exzentrisch angeordnete und in die Raumstruktur integrierte Querschotte reduzieren die Deckenstützweiten. Um das realisierte Tragwerk auch im Hinblick auf eine optimale Bewehrungsführung sinnvoll zu bemessen, wurde der Kraftfluss in einem räumlichen Gesamtmodell abgebildet.
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Projekt: Sägmühlsteg in Ebermannstadt
Der Wettbewerbsbeitrag zum Sägmühlsteg in Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz erhielt den 2. Preis beim Realisierungswettbewerb, der von der Stadt Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz ausgelobt wurde. Die Fußgängerbrücke ist als massive Holzkonstruktion in Integralbauweise mit einem dreifeldrigen Tragsystem konzipiert. Sie verbindet die Altstadt mit dem sogenannten Scheunenviertel.
Der tragende Holzquerschnitt des Brückenüberbaus setzt sich aus horizontal übereinander angeordneten, liegenden Brettschichtholzelementen zusammen. Die formgebende Aufweitung des Brückenkörpers im Grundriss wird durch die Variation der Länge der einzelnen Lamellen zum Randbereich des Querschnitts hin erzeugt, wodurch der fertigungsbedingte Holzverschnitt minimiert wird. Die Anzahl der Lagen dieser Elemente in Brückenlängsrichtung ist dem Verlauf der Schnittkräfte angepasst. Neben einer gleichmäßigen und somit wirtschaftlichen Ausnutzung des Holzquerschnitts wird hierdurch gleichzeitig eine schlanke und elegante Brückenansicht erzielt. Die ausreichende Tragfähigkeit, sowie das Verformungs- und Schwingungsverhalten wurde im Wettbewerb über ein räumliches Rechenmodell bewertet.
Der gewählte Brückenentwurf kombiniert die Anforderungen an eine robuste, dauerhafte und zugleich nachhaltige Tragkonstruktion. Die Materialien werden dabei entsprechend ihrer technisch-konstruktiven Stärken unter Berücksichtigung ästhetischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte und der gewünschten Nachhaltigkeit eingesetzt. So nutzt der in Holzbauweise geplante Brückenquerschnitt nachwachsende Rohstoffe aus heimischen Hölzern und überzeugt durch ein im Vergleich zu Stahl- oder Stahlbetonbrücken optimiertes Konstruktionseigengewicht. Dies wirkt sich positiv auf die Brückenmontage und die Dimensionen der Gründungsbauteile aus.
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Projekt: Konzernzentrale der Grammer AG
Bei dem neuen Konzernstandort des Herstellers von Fahrzeugsitzen sowie Innenausstattungen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie werden erstmals verschiedene Bereiche des Unternehmens, wie Verwaltung, Technologiezentrum und Design- und Ergonomielabor zusammengefasst. Priorität des Bauherrn bei dem Neubau dieser fünf Baukörper war die Schaffung einer modernen, attraktiven, gesunden und nachhaltigen Arbeitsumgebung.
Der Gesamtkomplex besteht aus drei Büroriegeln, dem Kasinogebäude sowie einem den östlichen Abschluss darstellenden Büro- und Laborgebäude. Alle Gebäude sind über eine zweigeschossige Magistrale, bzw. eine Brückenkonstruktion miteinander verbunden.
Die Büroriegel sind als Massivbauten mit punktgestützten, schlaff bewehrten Stahlbetonflachdecken errichtet, die auf Stahlbetonstützen sowie den Stahlbeton-Erschließungskernwänden aufliegen. Die tragenden Stützen sind im Regelbereich in den Fassadenachsen als Stahlbetonrechteckstützen und in der Mittelachse als Stahlbetonrundstützen realisiert. Im Kasinogebäude kam bei der Dachkonstruktion im Bereich des Speisesaals eine Stahlbetonhalbfertigteildecke zum Einsatz, die den Saal in Kombination mit schlaff bewehrten Stahlbetonträgern stützenfrei überspannt und in der Fassadenebene auf Stahlbetonstützen aufliegt.
Im Büro- und Laborgebäude übernehmen die Außenwände den Lastabtrag in den Fassadenachsen. Zudem kamen in diesem Gebäude Vollfertigteile bei Fassade und Innenwänden sowie Halbfertigteile bei den Decken zum Einsatz, um einen schnellen Bauablauf sicherzustellen.
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Projekt: Generalsanierung und Erweiterung Gymnasium
Die Generalsanierung des Gymnasiums Roth umfasst die beiden bauzeitlich in Stahlbetonbauweise mit Mauerwerkswänden errichteten Gebäude Haus 1 (Baujahr 1965) und Haus 2 (Baujahr 1970). Priorität für die Sanierung war der maximal mögliche Substanzerhalt unter Berücksichtigung der Integration des Lernhauskonzeptes. Die gesamte Baumaßnahme wurde unter laufendem Betrieb durchgeführt.
Das Haus 1 (59 x 42 m) wurde an der Schmalseite zum Innenhof hin teilweise rückgebaut und terrassenartig wieder aufgebaut, so dass attraktive Außenbereiche entstanden. Gleichzeitig wurde, ebenfalls zum Innenhof hin, das Gebäude dreiseitig erweitert, indem das Mauerwerk der ehemaligen Außenwände abgebrochen und durch Stahlbetonstützen ersetzt wurde. In den mit den ehemaligen Flurzonen gekoppelten Erweiterungen befinden sich moderne Lernbereiche. Die Aussteifung erfolgt über den direkten Anschluss der neuen Konstruktion an das Bestandsgebäude.
Haus 2 (36,5 x 36,5 m) erhielt einen Lichthof mit großformatigen Fensterflächen im Untergeschoss, für den großflächiger Erdaushub notwendig war. Die neue Lichthofgestaltung erforderte zudem eine neu zu errichtende Winkelstützwand zur Realisierung des Geländesprungs. Des Weiteren wurden Decken rückgebaut und Bestandswände durch Unterzüge ersetzt, um größere Spannweiten neuer Klassenräume und Lernbereiche zu schaffen, Fluchttreppenhäuser wurden integriert und ein dreigeschossiger Verbindungsgang zu Haus 1 zur Sicherstellung der Barrierefreiheit errichtet.
Zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit dieses Projektes während der Nutzungsphase, wurde ein digitales Gebäudemodell (BIM) erstellt, anhand dessen die interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgte. Dieses Modell wird zukünftig zur Optimierung der Gebäudeunterhalts herangezogen.
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Projekt: Errichtung einer Bühnenüberdachung
Die Bühnenüberdachung in dem von den Nürnberger Symphonikern genutzten Serenadenhof in der Kongresshalle besteht aus einer PVC-Membran, die an einer räumlichen Primärtragstruktur aus Stahl befestigt ist. Die Konstruktion hat eine Breite von ca. 21,7 m und eine Länge von 18,4 m. Die Stahlstruktur ist an den bestehenden Mauerwerkswänden des Innenhofes sowie an der bestehenden Decke über dem Erdgeschoss befestigt.
Die bauzeitlichen Mauerwerkswände aus den 1930er Jahren bestehen aus Ziegelvollsteinen und haben eine Stärke von 160-500 cm. Die Lasten in Richtung Wandebene werden mit einem Schubdübel in mit Injektionsmörtel ausgegossenen Kernbohrungen abgetragen. Die Zuglasten senkrecht zur Wand werden über durchgeankerte Gewindestangen übertragen. Am mittigen Auflagerpunkt des hinteren Lastverteilungsbalkens werden die Lasten in die bestehende Stahlbetondecke über dem Erdgeschoss abgetragen.
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Projekt: Haus für Kinder Theodor-Fischer-Straße
Der Neubau der Kindertagesstätte in München ist als zweigeschossiges Holzgebäude mit trapezförmigem Grundriss errichtet. Die Funktionsräume sind um einen zentralen Lichthof angeordnet, in dem eine offene Treppe das Erdgeschoss mit dem Obergeschoss verbindet.
Der Lastabtrag erfolgt im Inneren über Holzstützen und Brettsperrholzwände sowie über Holzständerwände im Bereich der Außenwände. Die Decken bestehen aus Brettsperrholz sowie Hohlkastenelementen. Im zentralen Lichthof, der mit Brettschichtholzträgern überspannt ist, tragen Baumstamm-Stützen vertikale Lasten ab. Dies erforderte eine Trocknung der Stämme über mehrere Jahre sowie die Zustimmung im Einzelfall durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.
Die Aussteifung des Gebäudes wird durch die Scheibenwirkung der Geschoss- und Dachdecken sowie durch Wände in Längs- und Querrichtung gewährleistet. Die Gründung übernimmt eine elastisch gebettete Stahlbetonbodenplatte, wobei Stützen und Wände im Außenbereich auf Streifen- und Einzelfundamenten ruhen. Das Flachdach ist mit extensiver Begrünung und teilweise mit einer Photovoltaikanlage versehen.
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Projekt: Neubau einer Transporter- und LKW-Werkstatt
Der Neubau der Transporter- und LKW-Werkstatt „Sterncenter“ besteht aus einem massiven Kopfbau sowie einer Halle, die überwiegend als Stahlkonstruktion errichtet ist. In dem unterkellerten Kopfbau sind Verwaltung, Sozialräume sowie Lageräume angeordnet. Er ist mit Erd- und Obergeschoss ausgeführt und verfügt über Grundrissabmessungen von ca. 11 m x 43 m und eine Attikahöhe von ca. 8,70 m über Oberkante Fußboden.
Die Grundrissabmessungen der als Stahlkonstruktion erstellten Halle betragen im Wesentlichen ca. 86 m x 26 m bei einer Attikahöhe von ca. 8,40 m über der Oberkante der Bodenplatte. Haupttragelemente der Halle sind dreischiffige Walzprofilrahmen, die im Abstand von ca. 5,50 m angeordnet sind. In zwei Achsbereichen sind die Rahmen zweischiffig, im Bereich der Hallenverbreiterung an der Giebelwand des Kopfbaus sind sie vierschiffig ausgeführt. Die Innenstützen sind in Einzelfundamenten eingespannt. Die Rahmen stellen in Verbindung mit der westlichen Giebelwand zudem die Aussteifung in Querrichtung sicher. In Längsrichtung erfolgt die Aussteifung für den Hallenbereich zwischen den Achsen 2 und 16 über Druckrohre, die im Abstand von ca. 4 m angeordnet sind sowie den Anschluss an den massiven Kopfbau.
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Projekt: TUM/Siemens Technology Center
Der Neubau auf dem Forschungscampus in Garching bietet Arbeitsplatz für über 450 Wissenschaftler von Siemens Technology sowie 150 TU-Mitarbeitende und -Studierende, die zu Zukunftsthemen der Digitalisierung forschen. Das Gebäude hat vier oberirdische Geschosse und eine Teilunterkellerung und beherbergt hochflexible moderne Arbeitsplätze, Labore, Konferenzbereiche, Trainingsräume, einen teilbaren Hörsaal sowie Ausstellungsflächen im Foyer.
Der Stahlbetonskelettbau ermöglicht eine maximale Grundrissflexibilität durch weitgespannte, schlaff bewehrte Stahlbetonflachdecken und auf ein Minimum reduzierte lastabtragende vertikale Bauteile. Die Geschossdecken sind unterzugsfrei ausgeführt, was einen kollisionsfreien Leitungsverzug gewährleistet. Die Auflagerung der Geschossdecken erfolgt im Innenbereich sowie im Bereich der Lichthöfe größtenteils auf Stahlbetonstützen. Die klar strukturierte, tragende Fassadenebene der Obergeschosse ist in Vollfertigteilbauweise ausgeführt. Dabei bilden im Regelfall die Brüstung, drei Wandpfeiler sowie der zugehörige Fenstersturz jeweils eine Einheit. Der hohe Wiederholungsfaktor gleicher Vollfertigteile gewährleistete eine wirtschaftliche Ausführung.
Von Projektbeginn an wurde Building Information Modeling (BIM) interdisziplinär genutzt, auch, um den hohen Nachhaltigkeitsstandards (u.a. angestrebte LEED-Gold-Zertifizierung) gerecht zu werden. Ein digitaler 3D-Zwilling ermöglicht Planung, Bau und Simulierung im Betrieb des Gebäudes. Projektspezifische Parameter werden erfasst, um Energiebilanzierungen im laufenden Betrieb zu unterstützen.
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Projekt: Kindertagesstätte in Holzmassivbauweise
Der Neubau der Kindertagesstätte ist als nichtunterkellerter Holzmassivbau mit einem Aufzugsschacht in Stahlbetonbauweise erstellt. Das Gebäude beherbergt zwei Krippengruppen im Erdgeschoss sowie drei Kindergartengruppen im Obergeschoss. Im westlichen Bereich des Erdgeschosses sind zudem ein Mehrzweckraum, Sanitäranlagen und Lagerräume angeordnet. Der L-förmige Grundriss mit einem zwei- und einem eingeschossigen Gebäudeteil verfügt über Grundrissabmessungen im Erdgeschoss von ca. 14,8 x 28,6 m für den zweigeschossigen und ca. 19,8 x 9,0 m für den eingeschossigen Bereich. Das 1. Obergeschoss mit den Grundrissabmessungen von ca. 16,0 x 30,0 m kragt sowohl nördlich als auch auf der Ost- und teilweise Westseite über das Erdgeschoss hinaus.
Die Deckenkonstruktion des 1. Obergeschosses ist als Holzbalkendecke (Brettschichtholz) mit oberseitig angeordneter Rauhspundschalung ausgeführt. Die Decke über dem Erdgeschoss ist als Brettsperrholzdecke mit wechselnden Spannrichtungen und einer Deckenstärke von 24 cm errichtet. Der Lastabtrag erfolgt über die tragenden Innen- und Außenwände sowie über den Aufzugskern im Gebäudeinneren. Die tragenden einschaligen Außenwände, Treppenhauswände und Raumtrennwände sind als massive Brettsperrholzwände überwiegend mit einer Wandstärke von 16 cm ausgeführt. Ausgenommen hiervon sind Raumtrennwände für im Erdgeschoss befindliche und besonders schutzwürdige Räumlichkeiten (Schlaf- und Ruheraum), welche zur Erhöhung des Schalldämmmaßes zweischalig mit 2 x 10 cm umbaut wurden. Zur Realisierung der Gebäudeauskragungen im 1. Obergeschoss sind massive Außen- und Innenwände aus Brettsperrholz teilweise als wandartige Träger ausgebildet.
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Projekt: Ersatzneubau und Erweiterung Haus für Kinder
Der eingeschossige Neubau des Hauses für Kinder Altstadt in Schwabach bietet Platz für zwei Kinderkrippen- und drei Kindergartengruppen mit den notwendigen Gruppenhaupt- und -nebenräumen sowie einem Mehrzweckraum. Das Gebäude mit u-förmiger Grundfläche verfügt über Grundrissabmessungen von ca. 39 m x 33 m.
Die Konstruktion oberhalb der Bodenplatte ist primär als Ingenieurholzbau mit einer Brettschichtholzdecke ausgebildet. Der vertikale Lastabtrag erfolgt über Holzständerwände, Brettschichtholzträger und Brettschichtholzstützen. Die sichtbare Brettschichtholzdecke spannt konsequent einachsig in Nord-Süd-Richtung. Das Gebäude hat eine Regelhöhe des Flachdaches von ca. 3,65 m über Geländeoberkante incl. Attika. Der Mehrzweckraum besitzt ein eigenes und höher gelegenes Flachdach mit einer Brettstapeldecke auf einer Höhe von ca. 4,60 m über Geländeoberkante mit der Spannrichtung Ost-West. Diese Decke ist als Sicht- und Akustikdecke ausgebildet. Das Gebäude ist als Flachgründung auf einer Stahlbeton-Bodenplatte gegründet.
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Projekt: Neubau der Schule für "Muschelkinder"
Bei der Schule für Muschelkinder handelt es sich um eine Einrichtung der Rummelsberger Diakonie, in der ca. 28 Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung in sonderpädagogischen Stütz- und Förderklassen während ihrer Schullaufbahn betreut werden. Es gibt drei Klassen in der Grund- und Mittelschulstufe sowie eine Berufsschulklasse. Der Schulneubau ist zweigeschossig plus Teilunterkellerung als Ringbauwerk mit Innenhof errichtet. Das Obergeschoss kragt partiell im Eingangsbereich und im Innenhof über das Erdgeschoss hinaus. Die erforderlichen Räumlichkeiten für den Schulbetrieb befinden sich im Erd- sowie im Obergeschoss, das Untergeschoss wird im Wesentlichen als Lager und für die Haustechnik genutzt. Das Schulgebäude ist geprägt von Räumen, die den besonderen Anforderungen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden. Dies zeigt sich in Form von Nischen, Räumen sehr unterschiedlicher Größe, Abtrennungen etc.
Die tragenden Konstruktionen des Gebäudes mit Flachdach und Attika sind in konventioneller Massivbauweise ausgeführt. Die Geschossdecken sind als schlaff bewehrte Stahlbetondecken erstellt, in Teilbereichen wurden die Decken aus Halbfertigteilelementdecken mit einer Aufbetonschicht aus Ortbeton hergestellt. Die Auflagerung erfolgt im Wesentlichen linienförmig auf den Außen- und Innenwänden bzw. auf Unterzügen – im Bereich zum Innenhof über eine Punktstützung. Weitestgehend wurden die tragenden Wände in Mauerwerksbauweise erstellt. In Bereichen konzentrierter Lasteinleitung, am Aufzug sowie im Bereich der beiden Treppenhäuser wurden Stahlbetonwände ausgeführt. Die Außenwände sind aus mit Mineralwolle gefüllten Poroton-Ziegelwänden errichtet.
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Projekt: Sanierung Pavillon 1, AdbK Nürnberg
Die eingeschossigen Pavillons der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg reihen sich in leichter Architektur auf einem großzügigen Waldgrundstück aneinander. Die architekturgeschichtlich bedeutenden und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wurden von Sep Ruf geplant und im Jahr 1954 fertiggestellt. Nach der gelungenen Erweiterung (Link zum Projekt) im Jahr 2013 wurde der Pavillon 1 als erster Schritt in der Gesamtsanierung des historischen Ensembles denkmalgerecht saniert. Dies beinhaltete auch eine energetische Sanierung.
Die Baumaßnahme erfolgte unter Berücksichtigung der bauphysikalischen und haustechnischen Anforderungen inklusive des Austauschs der Fassade und der konstruktiven Bodenplatte für eine energetische Ertüchtigung. Neben der Modernisierung der technischen Gebäudeausrüstung wurde auf Grund des hohen Denkmalwertes des Gebäudes ein Konzept erstellt, das bei möglichst geringen Eingriffen in die Bausubstanz auf eine Energieeinsparung mit Reduzierung der Betriebskosten sowie eine hohe Nachhaltigkeit der Renovierungszyklen abzielte.
Alle notwendigen Maßnahmen wurden unter dem Gesichtspunkt der wesentlichen Erhaltung der Originalsubstanz geprüft und bewertet. Folgende Bauteile und Maßnahmen waren dabei tragwerksplanerisch relevant und für ein erfolgreiches Gelingen mit einer intensiven Abstimmung aller Planungsbeteiligten verbunden:
- Bestehende Innenhoffassade mit dem Ziel Erhalt der denkmalgeschützten Fassade
- Instandsetzung des Medienkanals im Erdbereich des Verbindungsganges der Pavillongebäude, Ertüchtigung der Kanalabdeckung
- Einbau moderner Haustechnik mit zugehöriger Schlitz- und Durchbruchplanung
- Bau- und Rückbauzustände für den Ausbau der vorhandenen Bodenplatte und den Einbau einer neuen Bodenplatte mit wärmegedämmtem Fußbodenaufbau zur bauphysikalischen Aufwertung
- Überarbeitung und Neunivellierung des Verbindungsganges und der Hof- und Grünflächen nach Maßgabe des Höhenniveaus der Innenräume. Hierdurch Erreichen der notwendigen Barrierefreiheit.
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Projekt: Neubau Psychiatrische Fachklinik
Die neue Psychiatrische Fachklinik mit 100 Betten in vier offenen Stationen auf dem Gelände des Klinikums Fürth gewährleistet eine wohnortnahe stationäre Versorgung für psychisch Kranke. Das Gebäude verfügt über drei Geschosse: Obergeschoss, Erdgeschoss sowie ein Untergeschoss, das sich als Hanggeschoss nur bereichsweise unterhalb der Oberkante des Erdreichs befindet.
Der Neubau ist als Stahlbetonkonstruktion ohne Gebäudefugen errichtet, deren lastabtragenden Bauteile für eine mögliche spätere Aufstockung von zwei weiteren Vollgeschossen bei der Bemessung berücksichtigt wurde. Die geforderte flexible Grundrissausbildung konnte durch eine Minimierung und entsprechende Positionierung der vertikalen lastabtragenden Bauteile erreicht werden. In Bezug auf das Tragwerk gewährleistet die linien- bzw. punktgestützte Flachdeckenkonstruktion eine kollisionsfreie Führung der notwendigen haustechnischen Medien. Das Untergeschoss, das teilweise in den abfallenden Geländeverlauf der angrenzenden Hangkante einbindet, wurde auf Grund von anstehendem Sickerwasser als wasserundurchlässige Konstruktion (Weiße Wanne) ausgeführt. Gegründet ist das Gebäude in Teilen über Brunnenringe, bzw. im Hangbereich über Bohrpfähle, um den Hang nicht negativ zu beeinflussen.
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Projekt: Haus für Kinder in München
Der dreigeschossige, kompakte Neubau in Holzbauweise beherbergt drei Krippengruppen, zwei Kindergartengruppen sowie eine Hortgruppe. Die kompakte Kubatur wurde zum einen aus energetischen Gründen gewählt sowie um einen möglichst hohen Anteil des schützenswerten Baumbestandes auf dem Grundstück erhalten zu können.
Das nicht unterkellerte Gebäude in elementierter Holzmassivbauweise ist mit Brettschichtholzdecken mit vertikalen Lamellen in Konstruktionsstärken von 16 bis 22 cm ausgeführt. Die vertikale Lastabtragung erfolgt über Brettsperrholzwände (Außenwände mit einer Stärke von 120 mm, Innenwände in einer Stärke von 140 mm), Stahlunterzüge sowie Holz- und Stahlstützen. Alle Geschosse sind über eine dreiläufige, zu allen Ebenen offene Treppe sowie über einen Aufzug mit einem Aufzugsschacht in Brettsperrholzkonstruktion verbunden. Der südlichen Gebäudelängsseite sind Fluchtbalkone mit offenen Treppenhäusern vorgelagert, die als Stahlkonstruktion mit Gitterrostböden erstellt und mit einer thermisch getrennten Konstruktion an den Holzbau angehängt sind. Gartenseitig lagern die Balkone auf einer Reihe schlanker Stahlstützen auf.
Die gedämmte und hinterlüftete Holzfassade ist mit vertikalen Lärchenholzlatten in lasierter Oberfläche ausgeführt. Im Inneren blieben, wo es technisch möglich war, die tragenden Massivholzwände sichtbar. Wo aus Gründen des Schallschutzes notwendig, wurde eine Trockenbauständerwand als schalldämmende Vorsatzkonstruktion, bzw. Holzwolleleichtbauplatten im Deckenbereich eingesetzt.
Durch den hohen Vorfertigungsgrad des Holzbaus wurde der gesamte Rohbau in nur sechs Wochen aufgestellt, was zu einer sehr kurzen Gesamtbauzeit von Beginn der Erstellung der Bodenplatte bis zur Nutzerübergabe führte.
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Projekt: Neubau Feuerwache 1
Als Ersatz für die bisherige Feuerwache 1, deren Gebäude technisch wie auch baulich nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine Feuerwache entsprach, wurde ein Neubau auf einer Grundrissfläche von ca. 114,0 m x 91,0 m unweit des bisherigen Standortes errichtet. Charakteristisch für das Gebäude mit Klinkerfassade ist die Ringbebauung um einen weitläufigen Innenhof. Zudem sind großflächige Bauwerksauskragungen des 1. Obergeschosses an der Süd- und Ostseite gestaltgebend.
Das Erdgeschoss ist geprägt von Fahrzeug- und Werkstatthallen (z. B. Schreinerei) sowie einem zweigeschossigen Lagerbereich. Im Obergeschoss befinden sich Büro- und Aufenthaltsräume sowie Werkstätten und Lager. Neben dem Übungsturm, der in die Ringbebauung integriert ausgeführt wurde, sind auf dem Dach Übungs- und Unterrichtsflächen eingerichtet. Im Untergeschoss befinden sich Lager- und Technikbereiche, Medienerschließung sowie eine Tiefgarage, die unter dem Innenhof angeordnet ist.
Das Gebäude ist als Stahlbetonkonstruktion mit einem hohen Anteil an Sichtbeton im Innenbereich errichtet. Im Regelfall wurden als Haupttragelemente schlaff bewehrte Stahlbetonunterzüge quer zum Gebäude ausgebildet, deren Konstruktionshöhe entsprechend der Stützweiten variiert.
Wesentliches Entwurfsmerkmal im Erdgeschoss ist die stützenfreie Ausbildung der Hallen bei großer Spannweite und gleichzeitiger Überbauung durch das 1. Obergeschoss. Die größte dieser Hallen mit Grundrissabmessungen von 28,4 m x 19,8 m ist die im südlichen Gebäudeteil angeordnete Fahrzeughalle, in der hintereinander zwei parkende Fahrzeuge Platz finden können.
Im nördlichen Bereich des Baufeldes befindet sich ein Regenüberlaufbecken (RÜB), das für die Gründung des Neubaus auf einer Grundfläche von ca. 82,0 m x 45,0 m zu überbauen war. Da die Bauwerkslasten nur in die bestehenden Wände und Stützen des RÜB abgelastet werden konnten, wurden als Wechsel zwischen dem Raster des RÜBs und dem des Neubaus wandartige Träger im Untergeschoss angeordnet.
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Projekt: Sport- und Veranstaltungshalle
Die Sport- und Veranstaltungshalle im Westen Nürnbergs wurde als Spielstätte für Mannschaftssportarten wie z. B. Basketball, Handball oder Volleyball sowie für weitere Sportarten wie Gymnastik oder Ringen konzipiert. Zudem ist sie als Veranstaltungsort für kulturelle Events und Tagungen vorgesehen. Der Innenraum bietet Platz auf Sitztribünen für bis zu ca. 4.000 Zuschauer, wobei für Konzertveranstaltungen eine der Tribünen eingefahren werden kann, um Platz für eine Bühne zu schaffen.
Der Gebäudekomplex, bestehend aus der eigentlichen Halle mit angeschlossenen Foyer- und Technikbereichen sowie zwei separaten Funktionsgebäuden (für Umkleiden, Pressekonferenzen, Catering, Verwaltung), ist mit Ausnahme eines Warm-Up-Bereiches als Stahlkonstruktion ausgeführt. Die Funktionsgebäude sind zweigeschossig in Modulbauweise, die integrierte Warm-Up-Halle ist in Holzbauweise erstellt.
Die eigentliche Halle ist mit einem symmetrischen Satteldach aus Stahlfachwerkbindern mit einer Konstruktionshöhe von 4,78 m errichtet, das nach außen hin unsichtbar hinter der Attika zurückversetzt ausgebildet wurde. Der Lastabtrag erfolgt über Stahlstützen. Die Grundrissabmessungen betragen 55 m x 66 m. Die Aussteifung der Konstruktion übernehmen je zwei Dachverbände in Längs- und Querrichtung in Verbindung mit je zwei Wandverbänden in den Außenwänden. Die Gründung erfolgt über Streifenfundamente sowie in Teilen auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte.
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Projekt: Büro- und Wirtschaftsgebäude am Standort „Stutel“
Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) bewirtschaftet in Thüngersheim den Versuchsgarten „Stutel“. Im Forschungsbetrieb werden praxisorientierte Anbauversuche zu Obstsorten durchgeführt sowie zukunftsorientierte Fragestellungen untersucht. Auf dem Versuchsgelände wurden zwei Neubauten errichtet: ein Büro- und Produktionsgebäude sowie ein Werkstatt- und Lagergebäude. Beide Gebäude sind nicht unterkellert in Holzbauweise mit integrierten Stahlbetonkonstruktionen für die Technikräume ausgeführt.
Das Büro- und Produktionsgebäude, auf dessen Dach sich eine Photovoltaikanlage befindet, ist im Inneren von großen Raumhöhen und einem weitgespannten Dachtragwerk für eine flexible Raumaufteilung geprägt. Die unterschiedlichen Nutzungen der Produktions- sowie Büro- und Verwaltungsbereiche werden durch einen Bodenplattenversprung um ca. 1,5 m voneinander getrennt. Die quer im Gebäude angeordneten 14 cm schmalen Brettschichtholzbinder spannen auf Brettschichtholzstützen und Holzständerwänden. Die vorgefertigten Hauptstützen sind über Stahleinbauteile mit Toleranzausgleichsmöglichkeiten auf der Stahlbetonbodenplatte gelenkig gelagert. Die gewählte Holzskelettkonstruktion in Verbindung mit einer innenseitigen Installationsebene entlang der Außenwände gewährleistet eine in Bezug auf das Tragwerk kollisionsfreie Führung der haustechnischen Medien.
Der Innenbereich des Werkstatt- und Lagergebäudes mit einer Grundfläche von ca. 27,5 x 19 m wird durch große Raumhöhen sowie einen zweistöckigen Bereich gebildet. Im Werkstattbereich befindet sich ein Schwenkkran mit einer zulässigen Hublast von 1 to. Das Dach ist als Pfettendach mit einer Neigung von ca. 11° erstellt und kragt auf der Eingangsseite stützenfrei um 5,2 m aus. Die Pfetten und Binder aus Brettschichtholzträgern spannen auf Stahlbeton- und Holzständerwänden und sind durch eine Dachschalung gegen Kippen gesichert.
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Projekt: Neubau Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Ulm
Der Neubau des Landratsamtes mit u-förmigem Grundriss orientiert sich um einen Innenhof und wurde auf einer großflächigen, bestehenden zweigeschossigen Bestandstiefgarage realisiert. Das Gebäude mit maximalen Außenabmessungen von etwa 46 m x 29 m und einer Attikahöhe von etwa 24,40 m über Geländeoberkante ist als Massivkonstruktion in Skelettbauweise mit unterzugsfreien, punktgestützten Flachdecken sowie Stahlbetonstützen und aussteifenden Kernen errichtet. Der komplette Neubau gliedert sich in zwei Untergeschosse, ein Erdgeschoss und sechs Obergeschosse, wobei das 6. Obergeschoss etwas zurückgesetzt, als Staffelgeschoss erstellt ist.
In den Bestandsuntergeschossen wurden die tragenden Bauteile maximal möglich erhalten bzw. verstärkt und in das neue Grundrisslayout sowie die Tragstruktur integriert. Gleichzeitig dienten die Bestandsumfassungswände als Baugrubenumschließung um aufwendige Verbaumaßnahmen im innerstädtisch beengten Umfeld zu vermeiden. Im Zuge des Neubaus erfolgte gleichzeitig eine Betonsanierung der Tiefgaragenbereiche.
Zur Anbindung an das benachbarte Bestandsgebäude wurde eine stützenfreie Verbindungsbrücke als Stahl-Glas-Konstruktion auf der Höhe des 2. Obergeschosses realisiert, wobei die dafür notwendigen Ertüchtigungen auf der Bestandsseite durch geschickte Tragwerkswahl minimal invasiv vorgenommen werden konnten.
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Projekt: Parkhaus in Stahlverbundkonstruktion
Der Neubau des Parkhauses für die Grammer AG in Ursensollen ist in Split-Level-Bauweise als Stahlverbundkonstruktion mit Treppenhäusern als Stahlbetonkonstruktion errichtet.
Die Grundrissabmessungen betragen ca. 33,2 x 80 m. Die Gesamthöhe beträgt 13,3 m bei einer mittleren Geschosshöhe von 2,75 m. Haupttragelemente sind Stahlverbundträger aus Schweißprofilen, welche auf Stahlstützen auflagern sowie Fertigteilplatten, die mit einem Achs-Abstand von 2,5 m angeordnet sind. Die Aussteifung in Längs- und Querrichtung wird über Dach- und Wandverbände in Verbindung mit den als Scheiben ausgebildeten Decken sichergestellt. Die Dacheindeckung besteht aus Trapezblech auf Stahlpfetten, die im Wesentlichen auf Stahlriegeln im Raster von 5 m auflagern. Die Treppenhäuser sind an den Giebelwänden, parallel zu den Rampen angeordnet und von den Parkdecks mit einer Fuge getrennt ausgeführt.
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Projekt: Neubau eines Automatischen Palettenlagers
Der Neubau des als Stahlkonstruktion errichteten Hochregallagers überdeckt eine Grundfläche von ca. 39,30 m x 62,60 m bei einer Attikahöhe von ca. 31,3 m über Oberkante Bodenplatte. Die Grndung ist auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte ausgeführt. Entlang einer Längsseite sowie den Giebelseiten wurden in die Bodenplatte eingespannte Stahlbetonwände als Stützwände errichtet. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt in Querrichtung über als Fachwerk ausgebildete Regalleitern und in Längsrichtung durch Vertikalverbände in Verbindung mit Horizontalverbänden. Für die Statische Berechnung wurden Verformungseffekte durch eine Berechnung nach Theorie 2. oder 3. Ordnung unter Berücksichtigung der Anschlussverformung der Knotenpunkte berücksichtigt oder auch die Verformungstoleranzen der Regalleitern im Hinblick auf den Arbeitsraum des Regalbediengerätes bzw. auf dessen Gebrauchstauglichkeit betrachtet.
Der dreigeschossige Zwischenbau mit den Abmessungen von ca. 30 m x 6,5 m x 16 m ist großteils in Stahlbeton-Fertigteilbauweise errichtet, wobei bei den lastabtragenden Bauteilen eine Aufstockung um ein Geschoss in Stahlbauweise sowie eine eingeschossige Erweiterung berücksichtigt wurde.
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Projekt: Autobahnbrücken der BAB A3
Im Rahmen eines ÖPP-Projektes werden mehrere Überführungen über die BAB A3 zwischen Erlangen und Biebelried neu errichtet, zu denen die beiden Brücken BW 347a und BW 367b gehören. Es handelt sich um Rahmenbauwerke jeweils mit einem Überbau aus zwei trapezförmigen, gevouteten Verbundträgern mit Ortbetonergänzung, die in massive Widerlager (Stärke je ca. 6 m) eingespannt sind. Beide Bauwerke verfügen über Stützweiten von ca. 64 m und einer Breite der Betonplatte der Ortbetonergänzung von 9,90 m. Im Abstand von je 4,00 m sind Stahlquerträger angeordnet.
Der Bauablauf beider Bauwerke erfolgt auf gleiche Weise. Hierfür wurden jeweils die beiden Überbaulängsträger als reine Stahlträger zu einem nahe gelegenen Montageplatz angeliefert und dort zu einem Trägerrost verschweißt, der dann in einem Stück zu dem jeweiligen Brückenstandort eingefahren und platziert wurde. Dieses Vorgehen gewährleistete eine sehr kurze notwendige Sperrung des Autobahnverkehrs und die Möglichkeit, mehrere Brücken in einer Sperrpause einzufahren. Zudem konnte hierdurch auf ein Mitteljoch im Bau- und Betonierzustand verzichtet werden.
Nach dem Platzieren der Überbaulängsträger wurden zwischen den Längs- bzw. Querträgern Halbfertigteile als „Schalung“ aufgelegt. Im weiteren Bauablauf werden die Rahmenecken über den Widerlagerwänden betoniert, welche durch die in die Widerlager verlängerten und mit Kopfbolzen versehenen Ober- und Untergurte eine biegesteife Einspannung in die Widerlagerwände ergeben. Im Anschluss wird die restliche Brückenfläche betoniert.
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Projekt: Neubau Energie- und Umweltstation
Der Neubau der Energie- und Umweltstation befindet sich ufernah im Wöhrder See und ist Teil der neuen „Wasserwelt Wöhrder See“. Das Bauwerk vereint im Umfeld der sensiblen umgebenden Parklandschaft die Nutzung als umweltpädagogische Einrichtung gemeinsam mit einem Bootshaus für das Mähboot des Wasserwirtschaftsamtes sowie öffentlichen sanitären Anlagen. Der nördliche Gebäudeteil ist im Passivhaus-Standard errichtet – hier befinden sich die Büro-, Ausstellungs- und Versammlungsräume der Umweltstation.
Die Konstruktion des eingeschossigen Gebäudes besteht primär aus einem Ingenieurholzbau mit Brettschichtholzträgern und -stützen. Diese Konstruktion ist ergänzt mit Vollholz- und gedämmten Holztafelwänden, welche den vertikalen Lastabtrag und die Aussteifung des Gebäudes sicherstellen. Dieser Ingenieurholzbau gründet auf einem Stahlträgerrost in Kombination mit 26 Stahlrohrpfählen. Das für das Einbringen dieser 26 Rammpfähle temporär notwendige Planum wurde über eine Schüttung bis ca. 10 cm über dem Wasserspiegel im Bereich des zu erstellenden Bauwerks und einer Zuwegung vom Ufer her Stück für Stück realisiert. Die Pfähle wurden aufgrund des wenig tragfähigen Bodens unter dem Seegrund bis auf den tragenden Sandstein in ca. 15 m unter dem Wasserspiegel gerammt und nachträglich mit Beton vergossen. Der Stahlrost wurde aufgrund der Randbedingungen im See „fliegend“ montiert. Das heißt, dass die Montage mit vorgefertigten Teilstücken erfolgte, die vor Ort lediglich zusammengeschraubt wurden. Auf Schweißarbeiten über dem Wasser und Maschinen mit umweltbelastenden Ölen etc. musste verzichtet werden.
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Projekt: Fuß- und Radwegbrücke am Mozartturm
Die neue Brücke über die stark befahrene Rheinstraße in Darmstadt stellt die fuß- und radläufige Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Technologiezentrum (TZ) Rhein-Main her. Die Gestalt der Brücke entwickelt sich aus einer Trogkonstruktion, die auf V-förmigen Doppelstützen aufliegt. Sie schwingt elegant über die Rheinstraße und schlängelt sich spielerisch mit ihren langen Rampen durch den Baumbestand. Die Steigung der beiden Rampen ist für die Nutzung durch Radfahrer wie auch für Rollstuhlfahrer ausgelegt; Fußgänger können zudem die an den Brückenenden angeordneten Treppen nutzen.
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Projekt: Gemeindebibliothek Gundelsheim
Das bestehende Gebäude sollte – obwohl nicht unter Denkmalschutz stehend – wegen seines besonderen ortsbildprägenden Charakters erhalten und kernsaniert werden, um eine hochwertige Nutzung als Bibliothek zu bieten. Der exakt realisierte Gewinnerentwurf des ausgeschriebenen Wettbewerbs sieht eine Gliederung in Form von zwei Gebäudeteilen vor: Die Sanierung und den Umbau des bestehenden Wohngebäudes als Haus-in-Haus-Konstruktion sowie einen Anbau an den Bestand in Holzbauweise in Form von einer Doppelgiebelkonstruktion.
Im Zuge des Bestandsumbaus wurde die bestehende Dachkonstruktion (Kehlbalkendach) incl. der Deckenbalken rückgebaut und als Sparrendach neu errichtet. Der Neubau ist als zusammenhängendes Rahmentragwerk aus Holz auf Streifenfundamenten aus Stahlbeton errichtet, deren Doppelgiebelfassade die Maßstäblichkeit der umgebenden Bebauung aufnimmt.
Ein im südlichen Anschluss an das Bestandsgebäude befindlicher Stall mit Kappendecken wurde in den Neubau integriert und übernimmt dort tragende und aussteifende Funktion. In der Gebäudemitte angeordnete Pendelstützen leiten die Vertikallasten aus den Dächern ab und koppeln diese durch Riegel zug- und druckfest. Sie leiten zudem die Aussteifungslasten in eine neu errichtete Stahlbetonstütze am Wandende des Bestandsgebäudes ein.
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Projekt: Erneuerung von Lichtkuppeln über U-Bahnhöfen
Die Lichtkuppeln über den U-Bahnhöfen Gostenhof und Bärenschanze in der Fürther Straße in Nürnberg waren zu erneuern. Die betreffenden Lichtkuppeln haben kreisrunde Grundrisse mit einem Durchmesser von ca. 1,4 m bei einer Höhe von 30 cm sowie rechteckige Grundrisse mit 4,5 m x 2 m und einer Höhe von ca. 60 cm.
Die runden Lichtkuppeln bestehen aus einem kreisrunden Fensterelement mit Stahlrahmen, die auf bestehende Stahlbetonkragen gedübelt wurden. Bei den rechteckigen Lichtkuppeln ist eine Stahlrahmenkonstruktion aus Stahlhohlprofilen allseits verglast auf bestehende Stahlbetonkragen gedübelt. Die Verglasungen sind nur zu Reinigungszwecken begehbar. Als Arbeits- und Schutzgerüste wurden Bühnen in Stahl-Holzkonstruktion unterhalb der Öffnungen errichtet und mit Dübeln am Bestand befestigt.
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Projekt: BAB A9 - Behelfsbrücke fr BW 378a
Die temporäre Behelfsbrücke BW387a über die BAB A9 zwischen Fischbach und Altdorf bei Nürnberg besteht aus zwei Einfeldträgern mit gemeinsamer Mittelstütze, die über eine Federplatte gekoppelt sind. Die Stützweite beträgt im ersten Feld 29,02 m und im zweiten Feld 29,78 m, die Gesamtbreite der Brücke zwischen den Geländern 11,35 m.
Die Überbauten sind als Stahlverbundfertigteilkonstruktion mit Ortbetonergänzung hergestellt, die aus HEM 1000 Walzträgern mit einem 12 cm dicken Betonfertigteil besteht, welche eingehoben und dann mit einer 22 cm dickem Ortbetonschicht ergänzt wurden. Die Mittelstütze ist eine massive, 1,60 m dicke Pfeilerwand, die auf 6 Großbohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,20 m gegründet ist und gleichzeitig zur Ableitung der Horizontalkräfte dient. Die Widerlager sind als rückverankerte Trägerbohlwände ausgebildet, die im Wesentlichen nur vertikale Lasten abtragen.
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Projekt: Pavillon UNN (United Nations Nuremberg)
Dieser temporäre Holzpavillon wurde in Nürnberg vor dem Neuen Museum als Kunstobjekt errichtet, war von Juli bis Oktober 2018 zu besichtigen und wurde danach wieder abgebaut.
Der Pavillon verfügte über Abmessungen von 12 m x 4 m und einer Höhe von 5 m und war innen nicht begehbar, lediglich die Außenwandflächen dienten der Präsentation. Die Holzwerkstoffplatten (OSB-Platten) der Decke wurden von längslaufenden Holzbalken getragen, die auf quer verlaufenden Holztafelwänden ablasteten. Die Wandverkleidung bestand aus Birkensperrholz auf Holzbalkenunterkonstruktion. In Längs- und Querrichtung erfolgte die Aussteifung durch Holztafelwände, welche ebenfalls einseitig mit OSB-Platten beplankt waren. Die Aufnahme der Zuglasten aus den Holztafelwänden wurde über Verankerungen an Holzschwellen realisiert, welche mit wassergefüllten Gitterpaletten beschwert waren. Die Horizontalkräfte wurden über Reibung in das Pflaster eingeleitet.
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Projekt: Errichtung eines Rechenzentrums
Der Neubau des Rechenzentrums besteht aus zwei baugleichen Leichtbauhallen, die als Stahlkonstruktionen errichtet und mit einem ca. 2 m breiten Zwischenbau verbunden sind. Eine Brandwand im Bereich des Zwischenbaus trennt die Hallen in zwei Brandabschnitte.
Die Hallen überdecken jeweils eine Grundfläche von ca. 22 m x 182 m bei einer Attikahöhe von ca. 12,6 m über Oberkante Bodenplatte. Tragendes Element der Hallen sind biegesteife Stahlrahmen, die im Abstand von 5 m angeordnet sind und zusammen mit Giebelverbänden die Aussteifung in Querrichtung sicherstellen. Die Aussteifung der Dachfläche erfolgt durch Dachverbände, die Aussteifung in Längsrichtung durch Wandverbände. Die Dach- und Wandeindeckung ist mit Sandwichelementen ausgeführt, die Gründung ist mit Streifenfundamenten errichtet.
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Projekt: Umbau Bleiweißbunker in einen Kinderhort
Der ehemalige Luftschutzbunker in der Hinteren Bleiweißstraße in Nürnberg, dessen Nutzung sich lange auf Lagerräume beschränkte, wurde zu einem Kinderhort sowie zu einer Wohnung umgenutzt und umgebaut. Der neue Kinderhort nutzt Flächen im Erdgeschoss sowie das 1.-4 Obergeschoss, im 1. und 2. Dachgeschoss ist eine Maisonette-Wohnung eingerichtet und im Untergeschoss befinden sich Heizungs- und Kellerräume. Die maximale Höhe von Oberkante Gelände bis zum First beträgt ca. 24,70 m.
Im Zuge der Umbaumaßnahme wurden großformatige Fenster- und Türöffnungen aus den ca. 2 m starken Wänden des ehemaligen Bunkers ausgesägt, wodurch zum ersten Mal Tageslicht in das Innere des Gebäudes fällt. Diese Maßnahme ist gleichzeitig diejenige, die städteräumlich am sichtbarsten ist und das Gebäude zu einem präsenten Stadtbaustein werden ließ.
Weitere tragwerksplanerisch relevante Maßnahmen waren:
- Abbruch des außenliegenden, vorhandenen Treppenhauses und Neuerrichtung eines Treppenhauses mit Aufzugsschacht als Stahlbetonkonstruktion
- Entfernung von Wänden und Einbau neuer Unterzüge zur Abfangung der auflagernden Lasten
- Teilweiser Abbruch und Neuerrichtung von Deckenbereichen
- Anbau einer neuen Terrasse als Stahlkonstruktion auf Stahlstützen neben dem Eingangsbereich
- Errichtung von zwei miteinander verbundenen Dachterrassen im 1. und 2. Dachgeschoss
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Projekt: Umbau und Sanierung Gebäude S45
Bei diesem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude auf dem Gelnde der N-ERGIE in Nürnberg Sandreuth wurde oberhalb von zwei bestehenden Satteldächern mit Graben ein neues Satteldach errichtet und die bisherige Dacheindeckung mit Betondachsteinen durch eine Trapezdachkonstruktion ersetzt. Zudem war die bestehende Dachkonstruktion nachzurechnen und verstärken. Des Weiteren wurde die Kappendecke über dem Erdgeschoss mit der neuen Belastung nachgewiesen und der bisherige Kran mit einer Tragkraft von 120 KN durch einen neuen Kran mit einer Tragkraft von 32 KN ersetzt.
Beim südlichen Anbau wurden auf die bestehende Unterkonstruktion neue Stahlprofile aufgeständert, um ein neues Trapezblechdach aufzubringen. Im Obergeschoss wurden neue leichte Trennwände eingebaut und zur Abtrennung der geplanten Lüftungszentrale eine neue Massivwand errichtet.
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Projekt: Umbau Malzhaus
Das Malzhaus in Nürnbergs Stadtteil Gärten hinter der Veste wurde als Malzlagerhaus der Tucher-Brauerei Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Im Zuge der Umnutzung sowie der Neubebauung des gesamten ehemaligen Tucher-Areals als neues Wohnquartier in den 10er Jahren des 21. Jahrhunderts wurde dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude als Identifikationspunkt des neuen Viertels für Büro- und Wohnnutzung sowie als Gastwirtschaft umgebaut und saniert.
Das 6-geschossigen Gebäude erstreckt sich über eine Grundfläche von ca. 27,4 m x 20 m und besteht aus Erdgeschoss, dem 1. bis 3. Obergeschoss, 1. und 2. Dachgeschoss und einem Untergeschoss. Es ist aus kleinformatigen Ziegelvollsteinen errichtet mit sich nach oben hin verjüngenden Wandstärken.
Bei den bestehenden Deckenkonstruktionen über Unter- und Erdgeschoss handelt es sich um Kappendecken mit unterschiedlichen Tragrichtungen. Die Bestandsdecken über dem 1. bis 3. Obergeschoss sind Holzbalkenkonstruktionen. Hier liegen die Holzbalken in Gebäudequerrichtung jeweils auf Stahl-Längsunterzügen auf, welche auf den Gebäudeaußenwänden sowie auf innen liegenden historischen Gusseisenstützen auflagern.
Tragwerksplanerische Arbeiten beinhalteten die Nachrechnung der Tragfähigkeit der Gusseisenstützen auf Grund von durchgeführten Materialuntersuchungen, Ertüchtigung der Treppenläufe aus eingespannten Natursteinstufen, Erweiterung des Treppenlaufes um ein Geschoss bis in das 2. Dachgeschoss, Umbau des Dachstuhls sowie Einbau von neuen Gauben.
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Projekt: Neubau Berufsbildungszentrum
Das neue Gebäude des Berufsbildungszentrums (BBZ) Münnerstadt bietet Platz für sechs Schulen mit ca. 600 Schülern und vereint damit unter einem Dach verschiedene Ausbildungen in sozialen Berufen. Räumlich wird diesem Zusammenschluss der Schulen mit einem Entwurfskonzept von fnf in sich autarken Clustern entsprochen, die über Treppenhäuser bzw. eine Pausenhalle und Brücken miteinander verbunden sind.
Als Tragkonstruktion des Gebäudes wurde eine in Hinsicht auf Nachhaltigkeitserwägungen optimierte, monolithische Stahlbetonkonstruktion gewählt, welche aufgrund der Minimierung von vertikalen Traggliedern eine hohe Nutzungsflexibilität für eine mögliche Um- oder Nachnutzung gewährleistet. Der vertikale Lastabtrag erfolgt über die Treppenhauskerne, die Innenstützen sowie über die Außenfassade. Lediglich Treppenhauswände und Geschossdecken wurden in Ortbetonbauweise ausgeführt und so konnte der Rohbau durch den hohen Anteil an Halbfertig- und Fertigteilen in nur acht Monaten Bauzeit errichtet werden. Die Halbfertigteil-Außenwandelemente im Erd- und Untergeschoss, für die das Entwurfskonzept außen und innen Sichtbeton vorsah, wurden als Thermowandelemente mit innenliegender Dämmung hergestellt und auf der Baustelle vergossen. In der Aula kamen Halbfertigteile für das weitgespannte Dach zum Einsatz. Dieses wird aus Stahlbetonbindern in Form von Pi-Platten gebildet, die vor Ort eine Aufbetonschicht erhielten.
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Projekt: Aufstockung der Architektenkammer RP
Das Tragwerk des Wettbewerbsbeitrags zum Interdisziplinären Realisierungswettbewerb »Aufstockung Landesgeschäftsstelle, Architektenkammer Rheinland-Pfalz« in Mainz ist als leichte Stahl-Holz-Konstruktion konzipiert, die die Erweiterung stützenfrei mit einem Trägerrost überspannt. Vor der raumabschließenden Fassade ist als Sicht- und Sonnenschutz eine feststehende Textilmembrankonstruktion angeordnet, die über an den Attiken und Fassadenstützen angeschlossene Kragträger gehalten wird. Die Eindeckung ist mit oberflächenfertigen Furniersperrholzplatten und Oberlichtern vorgesehen. Der Bodenaufbau der Erweiterung erfolgt mit leichtem Trockenestrich, so dass die Bestandsdecke, die bisher die Dachbegrünung getragen hat, die neue Nutzung ohne zusätzliche Verstärkungen tragen kann. Das klar strukturierte und leichte Tragwerk und der hohe Vorfertigungsgrad bieten sowohl eine robuste wie auch wirtschaftliche Bauweise mit minimierter Bauzeit.
Die Jury hob in ihrer Beurteilung die Idee „…eines textilumspannten, transluzenten Pavillons“ hervor, „der in durch zwei gegeneinander versetzte Fassadenschichten differenziert wird“. Hierdurch setze sich die Aufstockung als gestalterisch sehr eigenständiger, gleichsam abstrakter und immateriell wirkender Körper von der bestehenden Bebauung ab. Im Inneren ermöglichten das konstruktive System und auch die flexible Struktur des Grundrisses verschiedene Raumkonfigurationen. Die inneren Raumatmosphären wirkten offen und großzügig; die Arbeitsbereiche seien flexibel nutzbar. Der durchgängige Bodenbelag mit geschliffenem Estrich beeinflusse das Deckengewicht positiv. (Auszug Pressemeldung 08/2020 der AKRP vom 02.10.2020)
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Projekt: Neubau Fahrradparkhaus
Das neue großformatige Fahrradparkhaus, deren filigrane Stahlkonstruktion Tragfunktion und gestalterischen Entwurf vereint, bietet auf einer Grundfläche von ca. 113,4 m x 8,1 m Fahrradstellplätze für rund 275 Fahrräder. Bei der Planung der Zugänglichkeiten und Abstellmöglichkeiten wurden Extras wie Fahrradanhänger berücksichtig wie auch Ladestationen für E-Bikes in absperrbaren Spinden eingeplant. Städtebaulich gesehen befindet sich das langgestreckte Bauwerk direkt gegenüber des neu gestalteten Nelson-Mandela-Platzes und schmiegt sich mit seiner nördlichen Längswand an die bestehende Schwergewichtswand des Bahngeländes an, die den südlichen Abschluss des Nürnberger Hauptbahnhofes darstellt.
In der Fassadenebene bilden zahlreiche vertikale schlanke Rundrohrstützen in Verbindung mit jeweils einem horizontal angeordneten durchgehenden Flachstahl am Stützenkopf- und -fußpunkt die lastabtragende Konstruktion. Die Rundrohrprofile, mit einem Durchmesser von lediglich 48,3 mm ausgebildet, sind zweireihig an die Flachstähle angeschweißt, wobei die hintere Stützenebene mit geneigten Stützen ausgeführt ist. Hierdurch entsteht der für die Außenwahrnehmung des Fahrradparkhauses maßgebliche sogenannte Moiré-Effekt.
Neben der Fassade war die Ausbildung der Dachebene als schlanke Konstruktion ohne sichtbare Stahlträger unter der Dacheindeckung wesentlicher Entwurfsgedanke. Zur Realisierung dieses Grundsatzes wurden sämtliche Dachträger untereinander höhengleich in der Ebene der Stahltrapezblechprofile ausgebildet, wobei die Auflagerung der Trapezbleche lediglich auf einem Flachstahl erfolgte. Aufgrund der teils exzentrischen Lasteinleitung sind die Dachprofile als torsionssteife Hohlprofile aus gekanteten Blechen als Schweißprofile erstellt, was gleichzeitig über Variation der Blechdicken eine optimierte Stahlmassenbilanz ermöglichte.
Bayika Digitaltour:
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Projekt: KJP Ansbach
Der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Tagespflege und Ambulanz entstand auf dem Gelände der Bezirkskliniken in Ansbach im Rahmen einer Nachverdichtung zwischen den historischen, denkmalgeschützten Bestandsgebäuden. Er besteht aus zwei Gebäuden (Haus 24A und Haus 24L), die in Stahlskelettbauweise erstellt und über ein verglastes Treppenhaus miteinander verbunden sind. Beide Gebäude sind in einem Bauabschnitt und ohne Gebäudefuge, dreigeschossig mit Untergeschoss, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss ausgeführt und hangseitig in das anstehende Gelände integriert. Das neue Untergeschoss in WU-Bauweise ist über ebenfalls neu errichtete unterirdische, barrierefrei nutzbare Versorgungsgänge mit den benachbarten Bestandsgebäuden verbunden. Hangseitig ist der Treppenverbindungsbau über eine verglaste Vordachkonstruktion mit dem angrenzenden Bestandsgebäude verbunden. Die Tunnelbauwerke sind am Übergang zum nicht überbauten Bereich über wasserdichte Bewegungsfugen verformungstechnisch entkoppelt.
Des Weiteren erfolgten diverse Umbaumaßnahmen an und in bestehenden Gebäuden unter Berücksichtigung des Ensembleschutzes, wie z. B. Errichtung eines Außenaufzugs, Decken- und Wanddurchbrüche und Tieferlegung bestehender Bodenplatten für barrierefreie Übergänge der unterirdischen Versorgungsgänge. Alle Baumaßnahmen wurden bei laufendem Krankenhausbetrieb durchgeführt.
Das Tragwerk besteht aus einem maximierten Anteil an Stahlbetonfertigteilen, wobei die punkt- und liniengelagerten Elementdecken über Vollfertigteilwände, Fertigteilstützen und einige Unterzüge ablasten. Die auf das Minimum beschränkte Stützenstellung ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Grundrissausbildung. Diese optimierte Bauweise mit dem großen Anteil an Stahlbetonfertigteilen führte zu einer kurzen Rohbauzeit von lediglich fünf Monaten bei einer Minimierung der Baumassen. Gleichzeitig wurde durch die hohe Planungstiefe der Fertigteile ein sehr wirtschaftliches Gebäude realisiert.
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Projekt: Brücke an der Lindemannstraße in Dortmund
Dieser Wettbewerbsentwurf für die neue Fußgänger- und Radwegebrücke an der Lindemannstraße in Dortmund kommt ganz ohne Treppen aus. Die Zuwegung erfolgt über zwei großzügige Rampenanlagen, welche sich um zwei große Spindeln legen. Breit angelegte Verkehrswege weisen unterschiedliche Neigungen auf, je nachdem ob sie weiter innen oder außen genutzt werden. Dabei sind die Spuren für Fußgänger und Radfahrer nebeneinander angeordnet, so dass sie als Shared-Space gemeinsam genutzt werden können. Davon räumlich getrennt befindet sich jeweils im ganz äußeren Bereich des Nutzungsbereichs die Rollstuhlrampe, die mit einer Neigung von 4,8 % die gesetzlichen Vorschriften einhält
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Projekt: Sanierung Plärrerhochhaus
Das Plärrer-Hochhaus ist ein Verwaltungsgebäude, das sich südwestlich unmittelbar außerhalb der Nürnberger Altstadt, an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt befindet. Auf Grund von ungenügendem Brandschutz war das Gebäude zu sanieren, weshalb sich der Bauherr für eine Generalsanierung entschied, in deren Zuge das Gebäude entsprechend den heutigen baulichen und haustechnischen Anforderungen umgebaut und nachgerüstet wurde. Des weiteren wurde das Gebäude in den Obergeschossen bis auf den Gebäudekern zurückgebaut. Insgesamt umfasste die Sanierung drei Bauteile: Das 17-geschossige, unterkellerte Hochhaus sowie zwei daran anschließende, ebenfalls unterkellerte 4-geschossige Gebäudeteile.
Die Stahlbetondecken sowie die -tragstruktur entsprachen nicht mehr den Brandschutzanforderungen und benötigten Nachbesserungen, was eine komplette Betonsanierung notwendig machte. Um die Bürostruktur in eine offene Arbeitswelt umzustellen wurde das Gebäude in den Obergeschossen entkernt und neu gestaltet. Die haustechnischen Anlagen inklusive Klimatisierung der Arbeitsplätze wurden neu geplant und umgesetzt. Die Aufzüge wurden in den bestehenden Aufzugskernen erneuert und um ein Geschoss nach oben bis in das 15. Geschoss erweitert. Aufgrund dieser Neuplanungen im Bestand waren Decken-, Wand- und Türdurchbrüche statisch neu zu beurteilen und auf dieser Berechnungsgrundlage wurden die bestehenden Konstruktionen verstärkt. Neue Installationslasten und die bereichsweise notwendigen Spritzbetonverstärkungen machten statische Lastvergleiche mit der bisher nachgewiesenen Verkehrslast notwendig. Außerdem erfolgte die Betonsanierung der hoch belasteten Rundstützen im Außenbereich des Erdgeschosses. Dies erforderte eine temporäre, partielle Ablastung des Gebäudes in dem jeweiligen Bereich während des Bauzustandes.
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Projekt: Mehrzweckhalle in Erding
Das Wettbewerbsgrundstück für die neue Mehrzweckhalle Erdings liegt angrenzend an die Altstadt jenseits des Flusses Sempt. Das Gebäude ist auf dem Grundstück so situiert, dass sich zwischen Sempt und Gebäude ein großzügiger städtischer Platz mit Blick über den Fluss aufspannt. Das Grundstück grenzt direkt an benachbarte Schulen, durch welche die Sporthallen mitgenutzt werden und die eine direkte, unterirdische Verbindung erhalten. Das Gebäudekonzept bietet große Flexibilität in der Nutzung sowohl für den Schul- und Vereinssport mit Turnieren aller Art, als auch für vielseitige Veranstaltungen mit Bühnennutzungen.
Als Konstruktion sieht der Wettbewerbsbeitrag eine Bauweise aus Holz und Beton vor, wobei das Tragwerk des Hallenbereichs aus Brettschichtholz-Doppelträgern gebildet wird. Foyer- und Nebenraumbereich sind massiv als Betonkonstruktionen vorgesehen. Die Konstruktion, insbesondere das Hallentragwerk, lässt einen hohen Grad an Vorfertigung zu und ermöglicht dadurch eine kurze Bauzeit.
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Projekt: Neubau Bürogebäude mit Tiefgarage
Das Bürogebäude befindet sich in einem großzügigen Blockinnenhof an der Rentzelstraße in Hamburg.
Es ist in Massivbauweise mit drei aufgehenden Geschossen als Stahlbetonkonstruktion erstellt. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage angeordnet, die über einen PKW-Aufzug erschlossen ist. Die Geschossdecken sind als weit gespannte Stahlbetonflachdecken ausgeführt, deren Lastabtragung über Stahlbetonwände erfolgt. Vorhandene Versätze der lastabtragenden Bauteile werden bereichsweise über die Ausbildung von wandartigen Trägern aufgenommen.
Die Gründung erfolgt in den ausreichend dicht gelagerten Sanden auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte mit einer Stärke von 30 bis 80 cm.
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Projekt: Innerörtliche Talquerung
Die neue Fuß- und Radwegbrücke ist als zusätzliche, innerörtliche Talquerung über die Rednitz in Verlängerung der Begonienstraße in Fürth als zweifeldrige Brücke mit einer Stahlkonstruktion als Überbau und einem massiven Unterbau errichtet. Sie verfügt über Stützweiten von 16 bzw. 67 m.
Das kürzere Feld des Überbaus ist als gekrümmter Stahl-Trägerrost mit einem Radius von 25 m, das längere Feld ist gerade als Stahlfachwerkträgerkonstruktion mit Stahlhohlkästen als Untergurtlängsträger konzipiert. Die beiden seitlichen Randträger sind als Stahlhohlkästen mit Querträgern und orthotroper Fahrbahnplatte ausgeführt. Die Fachwerkstäbe sowie der Obergurt bestehen aus Rundrohren, wobei die Obergurte mit Rundrohren als Fachwerkkonstruktion in Querrichtung ausgesteift sind. Die Unterbauten aus massiven Kastenwiderlagern sowie eine massive Pfeilerwand sind mit über 18 m langen Bohrpfählen bis zum tragfähigen Grund gegründet. Der Rampendamm ist auf einer bohrpfahlgegründeten Stahlbetonplatte errichtet. Die Länge der Bohrpfähle beträgt hier ebenfalls 18 m.
Für einen reibungslosen Bauablauf wurde der Überbau zwischen den Achsen 20 und 30 (Stützweite von 67 m) in 6 Teilen vorgefertigt und angeliefert (Halbierung in Längsrichtung und Drittelung in Querrichtung). Diese Teile wurden dann am lokalen Richtplatz zusammengeschweißt und mit einem Autokran als ein Stück eingehoben.
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Projekt: Neubau Martin-Behaim-Gymnasium
Dieser Wettbewerbsbeitrag für den Neubau des Martin-Behaim-Gymnasiums sieht drei klar strukturierte Baukörper vor, die so aufgereiht sind, dass sich zwei dreiseitig umschlossene Höfe ergeben: der Schulhof im vorderen sowie der Sportplatz im hinteren Grundstücksbereich.
Die Gebäude sind als massive Stahlbetonkonstruktionen vorgesehen. Geschossdecken sind als schlaff bewehrte punktgestützte Flachdecken konzipiert, so dass die unterzugsfreie Deckenuntersicht eine größtmögliche Flexibilität im Hinblick auf den Leitungsverzug und den Anschluss der nichttragenden Wände gewährleistet. Zudem wurde ein Stützenraster gewählt, das eine wirtschaftliche Deckenkonstruktion gewährleistet.
Des Weiteren werden die vertikalen Tragelemente zur Auflagerung der Geschossdecken auf das statisch erforderliche Minimum reduziert, lediglich die Wände der Erschließungskerne sind als tragend geplant. In den restlichen Bereichen sind schlanke, teils in die Trennwände integrierte Stahlbetonstützen vorgesehen, wodurch eine Minimierung der Konstruktionsflächen und eine Optimierung der Nutzflächen erreicht wird.
Die gewählte Tragwerksstruktur bietet neben einem effektiven Bauablauf eine wirtschaftlich optimierte Bauweise, die gleichzeitig die Ansprüche nach einer robusten und nachhaltigen Gebäudestruktur mit ausreichenden Speichermassen sowie einer maximalen Grundrissflexibilität erfüllt.
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Projekt: Umbau Kompetenzzentrum Wolfsschlucht
Das Gebäude der ehemaligen Jugendherberge, direkt an der Rednitz in Bamberg gelegen wurde saniert und in ein erlebnispädagogisches Zentrum für Jugendliche umgebaut. Das Gebäude besteht aus zwei im rechten Winkel zueinander angeordneten Gebäudeteilen (Haupt- und Nebengebäude), die jeweils über ein Satteldach verfügen. Die Grundrisse betragen ca. 17 m x 12 m, bzw. 13 m x 9 m. Im Zuge des Umbaus wurden diverse Arbeiten mit tragwerksplanerischer Relevanz durchgeführt.
Der Abbruch und Neueinbau von diversen tragenden Wänden in beiden Gebäudeteilen wurde tragwerksplanerisch durch den Einbau von Stürzen, bzw. von Stahlabfangeträgern realisiert. Bestehende Holzträger in der Decke über dem Saal im Hauptgebäude wurden durch Stahlprofile verstärkt, da sie für die vorhandenen Lasten nicht ausreichend dimensioniert waren.
Das Nebengebäude erhielt im Zuge des Umbaus neue Anbauten, welche als massive Konstruktionen ausgeführt wurden: Ein Foyer im vorderen Gebäudebereich, einen Aufzugsschacht an der Gebäudeschmalseite sowie ein Technikgebäude, welches vom Gebäude getrennt parallel zur Gebäudelängsseite zwischen Bestandsgebäude und Hang errichtet wurde. Für den Neubau des Technikgebäudes wurden aufgrund der Nähe zum Hang die Bodenplatte sowie die zum Hang orientierten Wände als Stahlbetonkonstruktionen mit erhöhtem Wassereindringwiderstand ausgeführt. Die übrigen Wände, wie auch die Wände des Foyers sind als Mauerwerkswände errichtet. Lediglich der Aufzugsschacht ist als Fertigteil-Stahlbetonkonstruktion realisiert.
Weitere Maßnahmen waren unter anderem die Verlängerung des Daches des Nebengebäudes als Schleppdachkonstruktion, Einbau neuer Gauben im Hauptdach, Errichtung einer Fluchttreppe im Außenbereich als Stahlkonstruktion, Umbauten im Außenraum mit Wiederaufbau einer Sandsteinmauer.
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Projekt: Energetische Dachsanierung Kunsthalle
Die Kunsthalle Nürnberg ist seit 1967 ein Kunstmuseum für zeitgenössische Kunst, das gemeinsam mit weiteren Kunst- und Veranstaltungsorten das Kunstkulturquartier Nürnberg bildet. Das Gebäude wurde bereits im Jahr 1913 als Kunstausstellungshalle eingeweiht und nach starker Beschädigung im 2. Weltkrieg mit gleicher Konstruktion wiederaufgebaut. Aufgrund des schlechten energetischen Zustandes war eine vorwiegend auf die historischen Dächer beschränkte, energetische Sanierung durchzuführen, die eine Ertüchtigung der bestehenden, filigranen Dachkonstruktionen notwendig machte.
Die Sanierung der Dächer griff im Bauzustand wie auch im Endzustand in wesentliche Tragstrukturen der historischen, in mehrere Teilbereiche gegliederte Dachkonstruktion ein, welche hauptsächlich aus schlanken, genieteten Stahlfachwerkbindern zur Aufnahme der Dachlasten wie auch zur Ausbildung des Dachraums besteht. Auf diesen Bindern sind auf einer sekundären Tragstruktur angeordnete Drahtgläser in das Dach integriert. Im Bereich der Untergurte der Fachwerkbinder befinden sich eingehängte Stahlbetonplatten als Ebene, die zu Wartungszwecken genutzt wird und zudem den oberen Raumabschluss der Ausstellungsräume bildet.
Diese charakteristische, mit dem Gebäude unter Denkmalschutz stehende Tragstruktur war zu erhalten, wies jedoch keine Lastreserven für die notwendigen Lasterhöhungen auf, was eine baubegleitende und individuelle Planung jedes Detailpunktes je nach örtlicher Gegebenheit notwendig machte. Sämtliche Verstärkungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen wurden mit maximalem Substanzerhalt (z.B. durch Verschraubungen) durchgeführt. Grundlage hierfür waren vorgezogene Materialuntersuchungen und Materialbeprobungen des Bestandsstahls durch die Entnahme von Zugproben und des Bestandsmauerwerks zur Verifizierung der Substanz.
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Projekt: Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen der FHWS
Der Institutsneubau des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen (FWI) befindet sich an einer der wichtigsten städtebaulichen Achsen des sich in der Entstehung befindenden i-campus der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) auf dem Gelände der ehemaligen Ledward Barracks in Schweinfurt. Er bietet Räumlichkeiten für Hörsäle, Seminarräume, ein Virtual-Reality-Labor sowie für Bürozonen und eine Cafeteria.
Das Gebäude ist als monolithische Stahlbetonkonstruktion ohne Bewegungsfugen mit einem Grundriss von ca. 70 m x 70 m und einem begrünten innenliegenden Pausenhof errichtet. Die teilunterkellerten Gebäudespangen verfügen über zwei aufgehende Geschosse. Lediglich der Seminarsaal ist eingeschossig errichtet, wobei eine mögliche spätere Aufstockung planungstechnisch berücksichtigt wurde.
Die Tragkonstruktion besteht aus unterzugsfreien Flachdecken mit einer Spannweite von bis zu 10,80 m, welche über dem Erdgeschoss überwiegend liniengestützt auf Wandabschnitten und über dem 1. Obergeschoss punktgestützt auf Stützen aufliegen.
Die geforderte flexible Grundrissausbildung in den einzelnen Geschossen wurde mit einer Minimierung und entsprechenden Positionierung der vertikalen lastabtragenden Bauteile gewährleistet. Durch die Vorspannung der Decken konnten große Spannweiten wirtschaftlich umgesetzt werden, da im Bauzustand kein aufwendiges und damit kostenintensives Raumgerüst notwendig war. Die gewählte Flachdeckenkonstruktion gewährleistet zudem eine in Bezug auf das Tragwerk komplett flexible Leitungsführung der haustechnischen Medien bei der für ein Institutsgebäude notwendigen hohen Installationsdichte. Insgesamt wurde der standardisierte Rohbau in einer optimierten Rohbauzeit und überwiegender Ortbetonkonstruktion von lediglich 9 Monaten erstellt.
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Projekt: Überdachung mit Fußgängerbrücke, Flughafen Zürich
Zentrales Element dieses Wettbewerbsentwurfs, der den 1. Preis gewann ist das weithin sichtbare Dach über den Infrastruktureinrichtungen. Es lagert auf 24 frei angeordneten Stützen und trägt gleichzeitig ein großes Wasserbecken. Möglich wurde dieser Entwurf durch eine Trägerrostkonstruktion mit diagonal angeordneten und sich kreuzenden Schweißhohlprofilen.
Je nach Tageslicht verändert sich die Dachfläche durch die Spiegelung des Wassers. Ein Effekt, der durch integrierte Oberlichter zusätzlich nach unten in die darunter liegenden Flächen inszeniert wird. Von dem benachbarten Gebäude „The Circle“ verläuft ein Fußgängersteg als Trogkonstruktion bis weit in das Wasserbecken hinein und stellt in Verbindung mit einer Treppe die fußläufige Verbindung zu den darunter liegenden Flächen her.
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Projekt: Neubau und Erweiterung Hauptfeuerwache
Die in den 1960er Jahren erbaute und in den Jahren 1981 sowie 2001 erweiterte Hauptfeuerwache Regensburg entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen und war auf Grund massiver Nutzungsspuren sanierungsbedürftig. Zusätzlich war eine Erweiterung notwendig, so dass der Auftraggeber sich für einen vergrößerten Ersatzneubau entschied. Lediglich die im Jahr 2001 entstandene Erweiterung mit Leitstelle und Fahrzeugstellplätzen bleibt im Endzustand erhalten. Der Ersatzneubau erfolgte in zwei Bauabschnitten. In der Erweiterung von 2001 sowie einem Teil des 1960 erbauten Gebäudes wurde während der ersten Bauphase der Feuerwehrbetrieb gewährleistet. Das restliche, 1960 erbaute Gebäude wurde im Rahmen der zweiten Bauphase entfernt und durch den Neubau ersetzt.
Der Gebäudekomplex umfasst drei Bauteile: BT1 mit Werkstätten und Lagerhalle, Büronutzung im Obergeschoss sowie Übungsfläche auf dem Dach. BT2 mit Übungshalle, Lager, Schlauchpflege, Schlauchturm im 1.-6. Obergeschoss sowie einem Raum für mögliche Kletterwände und Übungsfläche auf dem Dach. BT3 mit zweigeschossige Fahrzeughallen, die 4-geschossig überbaut sind. Aufenthalts-, Büro-, Ruhe-, Sanitär- sowie Lehrräume in den Obergeschossen.
Das Tragwerkskonzept sah Stahlbeton-Massivkonstruktionen für alle tragenden Bauteile in Mischbauweise mit Fertigteilen, Halbfertigteilen mit Ortbetonergänzung sowie Ortbetonbauteile vor. Dieses Konzept wurde als Lösung erarbeitet aus den Anforderungen an Robustheit, eine kurze Bauzeit, Minimierung der Gebäudekubatur, Reduktion von Kollisionspunkten mit den Trassenführungen der Haustechnik sowie Lärm- und Erschütterungsminimierung während der Bauphase. Dabei war aus wirtschaftlichen und ästhetischen Gründen ein höchstmöglicher Anteil an Halb-, bzw. Vollfertigteil-Sichtbetonbauteilen zu realisieren. Diese wurden über die gesamte Länge der Gebäude monolithisch verbunden. Im Bereich der Fahrzeughallen wurden für eine schnellere Bauzeit, eine Begrenzung der Lärmbelästigung sowie einer besseren Betonoberfläche Halbfertigteil-Doppelwände mit Ortbetonergänzung ausgeführt.
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Projekt: Sanierung Sportarena Schule
Im Zuge der Sanierung wird das Bestandsgebäude in eine Sportarena sowie bereichsweise in eine Berufsschule mit Unterrichtsräumen, Werkstätten, Lehrküche und Gymnastikraum umgebaut. Ein Konferenz- und Multifunktionsbereich im 2. Obergeschoss wird von der Berufsschule wie auch von der Sportarena aus nutzbar sein. Die Umbau- und Sanierungsmaßnahme gliedert sich im Wesentlichen in die Konstruktionen der Sportarena sowie des Untergeschosses und in das Tragwerk der Berufsschule. Hierbei werden die bestehenden Tragglieder – soweit für die geplante neue Nutzung und im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit sinnvoll – erhalten und weiterhin für den Lastabtrag herangezogen. So wird beispielsweise die Spielfläche der Sportarena auf der bestehenden Untergeschossdecke realisiert, was aufgrund der bisherigen Industrienutzung mit einer entsprechend hohen Tragfähigkeit ohne Verstärkungsmaßnahmen möglich ist.
Die Tribünenränge sind als Fertigteilkonstruktionen mit einem Vertikallastabtrag in die bestehenden Tragachsen konzipiert. Neu zu errichtende Deckenfelder, Unterzüge und Stützen werden als Stahlbetonbauteile ausgeführt. Bei der Dachkonstruktion kommen Stahlhohlkastenträger mit Fachwerkträgern zum Einsatz, wobei die Dachebene auf den Stahlbindern mit einer Spannweite von bis zu 39 Metern so ausgeführt wird, dass keine zusätzlichen Traggerüste im Bauzustand erforderlich werden.
Für den Erhalt der historischen Klinkerfassade, der sich aus dem grundlegenden Entwurfsansatz ergibt, werden die wesentlichen tragenden Bauteile der Fassadenebene erhalten. Fehlstellen des vorhandenen Klinkermauerwerkes werden entsprechend saniert.
Im Untergeschoss nehmen die bestehenden Stützen und Einzelfundamente die Lasten aus den aufgehenden Bauteilen auf. Neue Bauteile zwischen den Haupttragachsen des Bestandes werden konventionell flach gegründet.
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Projekt: Erweiterung MONTESSORI Zentrum
Das Gebäude bietet Platz für die wachsende Sekundarstufe mit gebundenem Ganztagsangebot sowie für das Montessori-Kinderhaus. Der Entwurf, der aus einem Realisierungswettbewerb im Jahr 2018 als Sieger hervorging, stellt städtebaulich eine Verbindung zum benachbarten Bestandsgebäude des Montessori Zentrums dar. Zu diesem Bestandsgebäude hin ist die Südfassade des L-förmigen, dreigeschossigen Gebäudes offen und mit großen Lern- und Arbeitsloggien gestaltet, während die Nordfassade, die sich längs zur Bahntrasse orientiert, geschlossener ausgeführt ist. Die zukünftig begrünten, großformatigen Lärchenholzlamellen sorgen im Bereich der Loggien für den sommerlichen Wärmeschutz.
Das Gebäude ist als monolithischer Massivbau ohne Gebäudefugen konzipiert. Die vertikale Lastabtragung erfolgt über Stahlbetonwände, -brüstungen, -wandpfeiler und Stahlbetonstützen. Die Decken wurden in drei Abschnitten betoniert, um den inneren Zwang zu reduzieren. Über dem Längsflügel sind sie liniengelagert und über dem Kopfbau als punktgestützte Flachdecken ausgeführt und ermöglichen so eine flexible Raumaufteilung. Die rund 250 Rammpfähle der Gründung leiten die Lasten in den tragfähigen Baugrund ab und minimierten dadurch den Aushub.
Aufgrund der Anlage der Freibereiche und der Anbindung des Neubaus an den Schulcampus war ein bestehender Fußgängertunnel zur S-Bahn zu verlängern. Dieses Tunnelbauwerk in Stahlbetonbauweise schließt direkt an das Bestandsbauwerk an. Es ist teils flach und teils mit Rammpfählen gegründet, um in den Bereichen, in denen sich Erdkabel und -leitungen befinden, diese zu überbauen.
Energetisch entspricht der als Low-Tech-Gebäude errichtete Neubau dem KFW55-Standard. Geheizt, bzw. gekühlt wird über eine Bauteilaktivierung in den Stahlbetondecken, die ihre Energie über Geothermie durch 65 Erdsonden aus einer Tiefe von bis zu 60 Metern bezieht.
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Projekt: Leichtathletikhalle und Hallenbad
Der Wettbewerbsbeitrag für die Leichtathletiktrainingshalle mit Hallenbad auf den Flächen der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne in der Zeißstraße in Regensburg sieht eine kompakte Kubatur mit einer Materialkombination von Stahl- und Stahlbetonbau vor. Dabei sind Unter- und Erdgeschoss als Teil der Landschaft in Massivbauweise geplant und die Deckenebene über dem Erdgeschoss sowie das Obergeschoss als weitgespannte, klar strukturierte, filigrane Stahltragwerke konzipiert. Ein Stahlträgerrost aus Fachwerkbindern überspannt die gesamte Grundrissfläche im Obergeschoss und lastet auf umlaufenden geschosshohen Fachwerkbindern in den Außenachsen ab. Vereinzelte Fachwerkdiagonalen werden über den Untergurt hinaus X-förmig und bauphysikalisch getrennt bis auf die außenliegenden Fundamente im Erdgeschoss geführt.
Der weitgespannte Stahlträgerost über dem Erdgeschoss gewährleistet große Stützenfreiheit im Erdgeschoss und wird in den Außenachsen durch die Untergurte der Fachwerkträger des Obergeschosses getragen.
Das klar strukturierte und optimierte Tragwerk bietet neben der Minimierung der Baumassen einen maximierten Vorfertigungsgrad mit einem daraus resultierenden zeitlich und wirtschaftlich optimierten und effektiven Bauablauf. Die Ausführung des Trägerrostes über dem Erdgeschoss und der darüber aufgehenden Leichtathletikhalle in Stahlbauweise ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad, vermeidet großflächige Traggerüste und reduziert die Bauzeit und damit die Baukosten. Durch die gewählten Baustoffe werden eine robuste und nachhaltige Bauweise gewährleistet.
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Projekt: Zentralparkplatz Kulmbach
Das Bauvorhaben umfasst die Neugestaltung des Zentralparkplatzes in Kulmbach, der aus einem Tiefgaragengeschoss sowie einer oberirdischen Parkfläche besteht, die gleichzeitig Veranstaltungsort der traditionellen Kulmbacher Bierwoche ist.
Die bestehende, eingeschossige Tiefgaragenkonstruktion aus den 1970er Jahren wurde teilweise abgebrochen, so dass lediglich die Bodenplatte und die Außenwände erhalten blieben und gleichzeitig die Baugrubenumschließung bildeten. Schädigungen an den Wandfüßen und Bodenplattenbereichen wurden saniert und fachmännisch instandgesetzt. Die neue Deckenkonstruktion wurde als Halbfertigteildecke mit Pi-Platten auf Halbfertigteil-Hauptunterzügen errichtet und lastet über Fertigteilstützen auf der Bodenplatte ab. In einer Nebenspange wird die Konstruktionshöhe der Pi-Plattendecke genutzt, um in einem erhöhten Aufbau Pflanztröge zu realisieren. Die Gründung der neuen Stützen erfolgt über lokale Bodenplattenverstärkungen und duktile Gusspfähle in den tragfähigen Baugrund.
Im Bereich der bestehenden Stadthalle schafft ein Durchstich in Massivbauweise eine direkte Verbindung zur benachbarten Bestands-Tiefgarage. Im Zuge der Platznutzung während des Bierfestes wird auf dem Platz eine Zeltkonstruktion aufgebaut, die auf bauseitigen Betonsockeln aufgestellt wird. In den Betonsockeln befinden sich oberseitig Einbauteile, auf denen die Zeltkonstruktion standardmäßig befestigt werden kann.
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Projekt: Erweiterung des historischen Staatsarchivs
Der Neubau ergänzt das bestehende Staatsarchiv als Magazingebäude, Verwaltungsbau und Nebengebäude um einen schlichten Kubus, der als massive Stahlbetonkonstruktion in Ortbeton der Sichtbetonqualität SB1 errichtet ist.
Die Decken sind unterzugsfrei als punktgestützte Flachdecken erstellt, mit einem Stützenraster, das aus Abmessungen und der Rasterung der Rollregale entwickelt wurde. Die Decken liegen linienförmig auf den Außenwänden, sowie auf der das Gebäude in zwei Hälften teilenden Brandwand und den Flurwänden im Erd- und Untergeschoss auf. Die eingeschossige Unterkellerung des Gebäudes reicht in Nord-Süd-Richtung über die Abmessungen des Regelgeschosses hinaus, so dass hier nahezu die gesamte Grundstückslänge ausgenutzt wird.
Der Baukörper ist größtenteils fensterlos mit vorgehängter, hinterlüfteter Fassade aus sandsteinfarbenen Stahlbeton-Fertigteilen in hoher Oberflächenqualität ausgeführt. Lediglich die Südwestseite des Erdgeschosses stellt sich als verglaste Schaufassade dar. Die Nordwestecke des Erdgeschosses ist stützenfrei und ebenfalls verglast ausgeführt.
Eine Verbindungsbrücke in Stahlfachwerkbauweise verbindet den Neubau mit dem bestehenden Staatsarchiv auf Höhe des 2. Obergeschosses. Die Laufebene wurde als aussteifende Verbunddecke zwischen den Untergurten vorgesehen. Haupttragelement sind zwei Fachwerkträger mit Unter- und Obergurten aus Walzprofilen.
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Projekt: „Alte Ziegelei“
Bei dem Neubau des Nahversorgungszentrums Erlangen-Spardorf handelt es sich um drei Gebäude, die um einen zentralen und identitätsstiftenden Platz angeordnet sind, an dem sich früher eine Ziegelei befunden hat. Von dieser Vorgängernutzung wurde der Schornstein erhalten, gekürzt und als Skulptur integriert. Die Gebäude sind: Die sogenannte Maukhalle, die ihrem Vorgängerbau in Kontur und Materialität nachempfunden ist und über eine Grundfläche von ca. 18 m x 60 m verfügt sowie ein Discounter und ein Vollsortimenter mit jeweils 42 m x 60 m.
Die „Maukhalle“ mit Untergeschoss und vier oberirdischen Geschossen ist als Massivkonstruktion mit punktgestützten Flachdecken aus Stahlbeton erstellt. Hier sind Büros, Gewerbe, mehrere Ärzte sowie ein Fitnessstudio eingezogen. Der Lastabtrag erfolgt über die Außenfassaden mit Massivstützen und Brüstungen, sowie über Stahlbetonstützen und Stahlbetontrennwände im Inneren des Gebäudes. Im obersten Geschoss besteht die Fassade aus einer Brüstung mit Stahlstützen.
Die Konstruktionen des Discounters sowie des Vollsortimenters bestehen jeweils aus einem auf Stahlbetonstützen gelagerten Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern mit einer Spannweite von 30 m, bzw. 36 m. Die Dacheindeckungen erfolgten mit Trapezblechen, Zwischendecken wurden als Stahlbetonkonstruktionen erstellt. Die Aussteifung wird jeweils durch zwei Dachverbände in Verbindung mit den in den Einzelfundamenten eingespannten Stahlbetonstützen gewährleistet. Notwendige Stützwandkonstruktionen aufgrund eines Geländeversatzes von bis zu 4,8 m über OK Bodenplatte wurden eingespannt in die Bodenplatte realisiert. Die Gebäude sind auf Einzel- und Streifenfundamenten gegründet.
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Projekt: Bibliothek Altdorf
Die alte Stadthalle in Altdorf, die als Turnhalle errichtet worden war und verschiedene Umbauphasen erlebte, war in ihrer Struktur zu ordnen und auf das Wesentliche zu reduzieren. Entstanden ist ein Gebäude, das der Nutzung als Bibliothek und Veranstaltungsraum mit einer neuen Kubatur sowie den großen Fenster- und Türöffnungen wie auch als städteräumlicher Treffpunkt mit der äußeren Platzqualität gerecht wird.
Teil des Umbaus war zum Einen der Rückbau von Unter- und Zwischendecken sowie von Rohren der Lüftungsanlage und der Ziegeldeckung in der Halle. Hier blieben lediglich die Sprengwerke erhalten. Des Weiteren wurde das bestehende Dach des seitlichen Anbaus inklusive der darin befindlichen Wohnung komplett entfernt und durch eine neue Konstruktion ersetzt. Dabei wurde die quer zur Gebäuderichtung verlaufende Konstruktion rückgebaut und durch ein flaches, längs zur Gebäuderichtung verlaufendes Pultdach ersetzt. Dieses Pultdach benötigte ergänzende Stahlbetonkonstruktionen sowie das Einfügen von Stahlträgern in der bestehenden Deckenkonstruktion über dem Erdgeschoss, um die Lasten kraftschlüssig in die tragenden Wände weiterzuleiten.
Um die notwendige Aussteifung der Halle in Querrichtung zu gewährleisten wurde diese an den Anbau angeschlossen und nutzt dessen aussteifende Wände. Die Aussteifung in Längsrichtung ist durch die verbleibenden Wandscheiben gesichert. Die Aussteifung der straßenseitigen Giebelwand der Halle wurde durch rückverankerte Stahlträger in Verbindung mit einem Ringanker wieder hergestellt.
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Projekt: Neubau Umweltstation
Der Neubau für die Umweltstation in Würzburg beherbergt die Bildungs- und Beratungsstelle zum Thema Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Würzburg. Innovation und Nachhaltigkeit prägen das Gebäude und durchzogen den gesamten, vom ZAE Bayern und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) begleiteten Planungsprozess. Bereits in der Wettbewerbsphase war eine nachhaltige Bauweise Grundvoraussetzung. Die Stahlbetonkonstruktionen, einschließlich der Sichtbetonwände und -decken bestehen aus Beton mit recyclierten Zuschlägen – ein Novum für öffentliche Gebäude in Bayern.
Das zweigeschossige Gebäude mit elliptischem Grundriss und frei geformten Wandgeometrien ist als Massivbau in Ortbetonbauweise errichtet, wobei das Erdgeschoss zum anschließenden Park hin halbseitig in das Gelände eingegraben ist. Die Decken liegen linienförmig auf den Stahlbetonwänden der Nebenraumbereiche und in den offenen Bereichen punktförmig auf schlanken Stahlhohlprofilstützen auf. In den Sichtbetondecken sind dämpfende Akustikelemente unterkantenbündig eingelassen. Die Stahlstützen sind in der Fassadenebene sichtbar, im Gebäudeinneren sind sie in nicht tragende Bauteile unsichtbar integriert.
Da das Gebäude im Bereich der mehrere Meter starken historischen Auffüllungen der Würzburger Bastion liegt, erfolgte die Gründung mit einer Schar von Kleinbohrpfählen zwischen denen die WU-Bodenplatte frei spannt. Die erdberührten Teile der Außenwände sind als WU-Konstruktion gegen Sickerwasser ausgebildet.
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Publikation:
Hentschel, A., Mettke, A., „Pilotprojekt aus Recycling-Beton – Die neue Umweltstation der Stadt Würzburg“ in: INGENIEURBAUKUNST 2022 – Made in Germany, Bundesingenieurkammer (Hrsg.), Ernst und Sohn Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-433-03359-3, S. 58-65
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Projekt: Lärchenholzfassade BioHotel Sturm
Das Hotel Sturm in der Rhön, das nachhaltig und nach biologischen Richtlinien arbeitet, sollte so umgebaut werden, dass sich die Unternehmensphilosophie im äußeren Erscheinungsbild widerspiegelt. Der Architekt erstellte einen Entwurf, der den Bestand behutsam mit den neuen Bauteilen zusammenführt, bzw. diese sich überlagern lässt. Die tragwerksplanerisch zu erfassenden Elemente waren die freistehenden Paravent-Elemente als Sichtschutz vor dem Wellness-Bereich, die Pergola über der bestehenden Terrasse Süd im Eingangsbereich sowie die vorgehängte Fassade im Erdgeschoss.
Die aus Lärchenvollholz und Lärchenbrettschichtholz erstellte Paravent-Sichtschutzfassade ist freistehend dreiseitig um den achteckigen Anbau angeordnet. Im Grundriss ergeben sich drei Zickzacklinien mit 90°-Winkeln und einer Spreizung der Fußpunkte von jeweils 1 m. Die Längen der drei Seiten betragen ca. 25,50 m, 26,70 m und 23,70 m. Die Elemente sind jeweils knapp 6 m hoch und über in die Fundamente integrierte Hüllwellrohre und einbetonierte Stahlrohre am unterren Ende eingespannt. Dabei bilden vertikale Pfosten (einteilig am Ende eines Elementes und zweiteilig an innenliegenden Ecken) die Haupttragelemente. Am Ende des Elementes tragen diese hauptsächlich als Kragträger – im Innenbereich eines Elementes zusammen mit den weiteren Holzbauteilen zusätzlich scheibenartig als Faltwerk.
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Projekt: Grundschule mit Zweifachsporthalle
Der Neubau der vierzügigen Grundschule mit integrierter Zweifachsporthalle befindet sich im innerstädtischen Werksviertel in München, in dem Wohnraum für ca. 3.000 Menschen geschaffen wird. Das, inklusive Untergeschoss, fünfgeschossige, kompakte Gebäude ist als monolithische Stahlbetonkonstruktion ohne Bewegungs- oder Gebäudefugen errichtet. Die massive Tragkonstruktion des Untergeschosses wird in den oberirdischen Geschossen als Stahlbetonskelettkonstruktion aufgelöst und gewährleistet so eine maximale Grundrissflexibilität wie auch eine Flexibilität der Fensteranordnung und -größe und einen freien horizontalen Haustechnikverzug.
Der Eingangsbereich ist als zusammenschaltbare Raumlandschaft mit Nutzungsflächen für Mensa sowie Musiksaal und einer großzügigen Treppe mit Sitzstufen gestaltet. Im offenen Zustand ergibt sich eine großzügige Versammlungsstätte mit Bühnenbereich. Ein Trägerrost stellt die Lastfreistellung des gesamten Bereichs sicher. Die Dachfläche ist als Flachdach mit Photovoltaikanlage sowie mit Dachbegrünung ausgeführt.
Die Zweifachporthalle befindet sich in der Gebäudekubatur in Unter- und Erdgeschoss und wurde bei einer Spannweite von ca. 29 m mit drei Stockwerken überbaut. Dies ist tragwerksplanerisch über ein vollständig nutzbares Konstruktionsgeschoss gelöst, das direkt über der Sporthalle angeordnet ist. Die Gebäudelasten der darüber liegenden Stockwerke werden über fünf Meter hohe Plattenbalken aus Stahlbeton in die Stirnwände der Sporthalle abgetragen. Die Decke über dem Konstruktionsgeschoss bildet dabei den Druckgurt und die Längswände die Balkenstege. Frühzeitige Kommunikation bezüglich benötigter Öffnungen und Türen für die Haustechnikleitungen gewährleistete eine reibungslose Integration in die Planung.
Im Rahmen der Baugrubenerstellung wurde entlang der Haager Straße eine frei auskragende überschnittene Bohrpfahlwand als Baugrubensicherung mit 9 Meter langen Bohrpfählen und einer freien Auskragung von 5 m erstellt. Die weiteren Seiten der Baugrube waren als rückverankerte Trägerbohlwand mit einem Trägerabstand von 3 m, einer sichtbaren Verbauhöhe von ca. 5 m und Spundwanddielen ausgeführt.
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Projekt: Kettensteg
Der Kettensteg wurde im Jahre 1824 von Conrad George Kuppler als Hängewerk errichtet und ist als älteste erhaltene Hängebrücke Kontinentaleuropas ein bedeutendes Denkmal der Technikgeschichte.
Die Tragseile wurden dabei als Ketten ausgebildet, an denen die Lauffläche über Hänger befestigt ist. An den Uferseiten werden die Tragseile der Brücke über Pylone umgelenkt und in Schwergewichtsfundamenten rückverankert.
Auf Grundlage des 2003 erstellten Sanierungskonzeptes wurde der Bauwerksentwurf entwickelt. Dieser sieht vor, dass der Kettensteg hinsichtlich der Tragfähigkeit und der Verkehrssicherheit wieder als Hängebrücke in den ursprünglichen Zustand versetzt wird. Die provisorischen Hilfsunterstützungen aus dem Jahr 1931 wurden im Zuge der Sanierungsmaßnahmen abgebrochen. Durch den Einbau eines überhöhten und elastischen eingespannten, nicht von außen sichtbaren Hohlkastenquerschnitts wird die Standsicherheit der Brücke gewährleistet. Die Verkehrssicherheit ist durch zusätzliche Geländerpfosten und eine horizontale Seilausfachung gegeben. Die Gebrauchstauglichkeit der Gesamtkonstruktion wird durch die Nutzung aller historischen Bauteile – Kettezug als Hängeseil – Hänger – sichergestellt. Die Gesamtplanung umfasste die Berücksichtigung von gestalterischen und denkmalschutzrechtlichen Aspekten sowie die Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
Der Kettensteg wurde durch die Bayerische Ingenieurekammer - Bau und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis 2012 in Gold in der Kategorie öffentliche Bauwerke ausgezeichnet. http://www.bayika.de/de/denkmalpflegepreis/index.php
Publikationen:
Vollständige Projektdokumentation (ISBN 978-3-00-033653-9) im Nürnberger Buchhandel oder über BauLust Initiative für Architektur und Öffentlichkeit e.V. erhältlich. »Der Kettensteg schwingt!«, ISBN 9783000336539
Petri, R., Kreutz, J.-S., Hentschel, A., Heinrich, R., „Denkmalgerechte Sanierung und Wiederherstellung des Tragverhaltens des Kettenstegs als Hängebrücke„, S 49-63 in „Der Kettensteg schwingt!“, BauLust Initiative für Architektur und Öffentlichkeit e. V. (Hrsg.), 2011. ISBN 978-3-00-033653-9
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Projekt: Schulzentrum Schongau
Das Projekt umfasst den Ersatzneubau der Staufer-Grundschule sowie die Erweiterungen der Pfaffenwinkel-Realschule und des Welfen-Gymnasiums, die sich alle auf dem Gelände des Schulzentrums Schongau befinden. Mit der Neugestaltung des Schulzentrums wurde eine zeitgemäße Umgebung mit modernen und flexiblen Lernlandschaften realisiert. Alle Arbeiten wurden unter laufendem Betrieb durchgeführt.
Die Neubauten des Schulcampus sind als Holz-Stahlbeton-Hybridkonstruktionen mit tragendem Stahlbetonskelett und Holzfassaden erstellt. Partiell stellen Wandartige Träger im Innenbereich die Lastfreistellung von darunter befindlichen Teilbereichen sicher. Als Fassadenkonstruktionen kamen Holzelemente aus Vollholz sowie Holzrahmenkonstruktionen zum Einsatz. Die weitgespannten Dächer über den Aulen von Grundschule und Gymnasium wurden mit Brettschichtholzbinderkonstruktionen umgesetzt. Alle Gebäude sind mit umlaufenden Fluchtbalkonen ausgestattet, die mit Isokörben an den massiven Flachdecken angeschlossen sind, wodurch die notwendige thermische Trennung gewährleistet wird. Die Fluchttreppen sind als hängende Stahlkonstruktionen realisiert, die von den Fluchtbalkonen, bzw. den Dachkonstruktionen abgehängt sind.
Der Anteil an Stahlbetonbauteilen gewährleistet neben dem reinen Lastabtrag ausreichenden Schall- und Brandschutz ohne zusätzliche baukonstruktive Maßnahmen und trägt so zu einer nachhaltigen und robusten Bauweise bei langem Lebenszyklus bei. Bei den Holz-Fassadenkonstruktionen und den nicht tragenden Trennwänden, für die ein kürzerer Lebenszyklus zu betrachten ist, ergibt sich eine hohe Nachhaltigkeit durch die Materialwahl sowie die Vorelementierung.
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Projekt: Maria-Ward-Schule
Der Neubau der Maria-Ward-Schule stellt eine Aufnahme, Optimierung und Weiterentwicklung vorhandener städtebaulicher Qualitäten dar. Innenräumlich ist ein wegweisend modernes und großzügiges Schulgebäude mit herausragenden Aufenthaltsqualitäten entstanden.
Der Neubau, dessen Entwurf aus einem Wettbewerbsgewinn hervorging, besteht aus einer massiven Stahlbetonkonstruktion. Die schlaff bewehrten, punktgestützten Stahlbetondecken haben eine Stärke von 32 cm sowie eine Spannweite von bis zu 8,55 m. Bei den Decken über dem 1. bis 3. Obergeschoss wurde dabei eine Betonkerntemperierung realisiert. Zentral im Gebäude unter dem Pausenhof befindet sich im 1. und 2. Untergeschoss die Dreifachsporthalle, die mit einer Rippendeckenkonstruktion mit einer maximalen Spannweite von 24,3 m ausgeführt ist. Zur Aufnahme der Lasten aus den aufgehenden Geschossen wurden hierfür vorgespannte Stahlbetonbinder gewählt, die vor Ort auf der Bodenplatte der Sporthalle geschalt, bewehrt und betoniert wurden. Nach dem Vorspannen wurden sie mit einem Autokran eingehoben.
Im Erdgeschoss und den Obergeschossen trägt ein System aus wandartigen Trägern die Lasten ab. Die nach innen versetzte Außenwand in den Eingangsbereichen im Erdgeschoss wird dabei durch die Anordnung von „Wandfahnen“ ins Gebäudeinnere abgefangen und zentriert. Über der Aula, die im Erdgeschoss in dem zum Kesslerplatz orientierten Gebäudebereich angeordnet ist, befindet sich ein über drei Geschosse reichendes elliptisches Atrium, das über eine großformatige Stahl-Glaskonstruktion in der Dachdecke belichtet wird.
Die Gründung des nicht unterkellerten Bereichs erfolgte auf Bohrpfählen, wobei Pfähle der Baugrubenumschließung für den Lastabtrag im Endzustand verwendet werden.
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Projekt: Wohnhaus mit Weitblick
Ein stringentes räumliches Konzept, klare Konturen und Materialehrlichkeit zeichnen dieses Einfamilienhaus mit Grundrissabmessungen von ca. 20 x 10 Metern aus. Die Quader der beiden Geschosse sind versetzt angeordnet, der obere kragt im Südwesten um 3,30 m und im Norden um 40 cm über die Außenwand des Erdgeschosses aus. Dadurch ergibt sich ein Schutz für die Terrasse, die nach Südwesten ausgerichtet ist sowie eine sommerliche Verschattung der dahinter liegenden großflächigen Verglasung der Wohnräume.
Konstruktion
Das Gebäude ist als zweigeschossiger Massivbau mit integrierter Garage erstellt. Die Decken über dem Erd- und Obergeschoss sowie die Stützen im Obergeschoss sind in Stahlbetonbauweise, die Wände teils in Stahlbeton teils in monolithischem Mauerwerk ausgeführt, wobei sämtliche Stahlbetondecken unterseitig in Sichtbetonqualität hergestellt sind. Die über die gesamte Gebäudelänge verlaufende Auskragung des Obergeschosses wird durch die Aktivierung räumlicher Tragwirkung dreier wandartiger Träger in Verbindung mit der Gewölbetragwirkung der Dachdecke erzielt. Die Gründung erfolgt über eine elastisch gebettete Bodenplatte mit Verstärkungsbereichen unter den hochbeanspruchten Stahlbetonwänden. Die Aussteifung wird über eine ausreichend vorhandene Anzahl von Wandscheiben in Verbindung mit den als Scheiben wirkenden Geschossdecken gewährleistet.
Das Plus-Energie-Konzept
Die kompakte Gebäudeform in Verbindung mit großformatigen Fensteröffnungen Richtung Südwesten sowie guten Dämmwerten sind die Grundlage für die Energieeffizienz des Gebäudes. Eine zielorientierte Bauteildetaillierung, die vom Fachplaner energetisch optimiert wurde führte zu der Minimierung von Wärmebrücken. Eine Wärmepumpe bezieht Wärme aus einem Flächenkollektor im Garten. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach übersteigt im Jahresdurchschnitt den berechneten Energiebedarf und liefert Strom für Heizung, Warmwasser und die restlichen Verbraucher im Haushalt. Um den erzeugten Photovoltaikstrom möglichst sinnvoll im Gebäude direkt und während des ganzen Jahres zu nutzen ist ein Lithium-Ionen-Speicher eingebaut und eine "Strom-Cloud" installiert. In der Summe kann das Gebäude als Plus-Energie-Haus bezeichnet werden.
Links im Netz:
https://www.dam-preis.de/de/81/dam-preis-2020/nominierungen/?action=detail&id=567
https://www.byak.de/planen-und-bauen/projekt/wohnhaus-mit-weitblick-muennerstadt.html
https://www.beton.org/inspiration/architektur/objekt-details/haus-d-in-muennerstadt/
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/bauen/neue-haeuser/serie-neue-haeuser-klug-gestapelt-am-dorfrand-16958847.html
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Projekt: Neubau Siemens Systemprüfhaus
Der Neubau des Systemprüfhauses in Nürnberg gliedert sich in die nichtunterkellerte Systemprüfhalle, einen unterkellerten Büroriegel und das freistehende sog. Drosselfeld.
Das Bürogebäude ist als dreigeschossiges (UG, EG, OG) Bauwerk in Massivbauweise mit punktgestützten Flachdecken hergestellt. Auf dem Dach sind zudem seitlich eingehauste Haustechnikkomponenten angeordnet.
Die an das Bürogebäude angrenzende Systemprüfhalle ist als eingeschossige Halle in Stahlbeton-Fertigteilbauweise mit einer Stahldachkonstruktion ausgeführt. Hier befinden sich die einzelnen Prüffelder, in denen jeweils diverse Kranbahnen vorgesehen wurden.
In enger Abstimmung mit dem Nutzer wurden die erforderlichen Nutzlastansätze für den Prüfbereich ermittelt. Für die Gründung der Halle wurde ein vollflächiger Bodenaustausch durchgeführt.
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Projekt: Sommerhaus Møn
Schnell aufgebaut wurde dieses kleine aber feine Landhaus auf der Insel Møn in Dänemark.
Für die Architekten und Bauherrn Marie-Gesine und Jan Schipull Kauschen erstellten wir die Tragwerksplanung nach den Vorgaben, dass ein fertiges Bausatzpaket aus Einzelteilen mit kompletter Montageanleitung an die Baustelle geliefert werden sollte.
Wir planten das Tragwerk des Hauses aus Stahlbauteilen, die als konzeptioneller Bausatz mit einfachen Steck- und Schraubverbindungen auf der unterseitig gedämmten Betonbodenplatte in Eigenleistung montiert wurden. Die Bodenplatte musste aufgrund schlechter Bodenverhältnisse als "schwimmende" Platte dimensioniert und erstellt werden. Ebenso wie die Stahlkonstruktion ist das gesamte Haus so geplant worden, dass es von lokalen Handwerkern und/oder in Eigenleistung ohne besondere Maschinen oder Werkzeuge gebaut werden konnte.
Die Fassade wurde mit unbehandelter, lokaler Douglas-Tanne bekleidet, im Inneren ist Weisstanne aus Österreich zur Anwendung gekommen.
Die Fassade sollte zudem frei von tragenden Bauteilen geplant werden, dies primär aus energetischen und klimatischen Gründen, aber auch mit Blick auf spätere Änderungen am Gebäude. Alle Räume sind daher in einem "Holzkern" zusammengefasst und es gibt - mit Ausnahme des Technikraums - keine Innenwände die direkt an die Fassade anschliessen.
Der "Holzkern" im Inneren ist Teil des Konzeptes zur Regulierung des Innenraumklimas ohne Anwendung mechanischer Ventilation. Der Wärmebedarf des Hauses wird von März bis November komplett über eine Solarthermieanlage und solare Zuschüsse der grossen Fensterpartien gedeckt.
Da das Haus als Sommerhaus angewendet wird, und damit unregelmässige Anwendungsperioden hat, kann die Ost- und Westfassade komplett geschlossen werden. Dies reduziert Wärmeverluste der Fenster und schützt diese bei Wind und Schlagregen.
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Projekt: Neubau eines Betriebsrestaurants mit KiTa
Der zweigeschossige und teilunterkellerte Neubau in der Nürnberger Südstadt bietet Raum für ein Betriebsrestaurant sowie eine betriebsinterne Kindertagesstätte, deren Außenfläche im erdüberschütteten Innenhof des Obergeschosses eingerichtet ist.
Die Stahlbetongeschossdecken verfügen über Spannweiten von bis zu 8,50 m. Der Lastabtrag erfolgt über außen umlaufende Stahlbetonwände sowie über Unterzüge und Stützen. Als Verschattungselemente über dem Obergeschoss wurden Stahlbetonkragplatten zum Innenhof hin angeordnet. Der Anschluss erfolgt thermisch entkoppelt, umlaufend am Unterzug.
Die Decke über dem Erdgeschoss im Bereich unterhalb des erdüberschütteten Innenhofs ist auf Grund der hohen Lasten und der großen Spannweite von bis zu 15,30 m als Stahlbetonrippendecke in Halbfertigteilbauweise hergestellt. Die Fertigteilrippen lagern auf punktuellen Konsolauflagern am Deckenversprung bzw. an den Stahlbetonwänden auf.
Der nicht unterkellerte Bereich ist über eine elastisch gebettete Stahlbetonbodenplatte und über Bohrpfähle bis auf den Sandstein mit einer Einbindung von mind. 2,50 m gegründet. Unter der Außenfassade sind umlaufend Pfahlkopfbalken als Frostriegel angeordnet. Die Teilunterkellerung ist in WU-Bauweise aus Stahlbeton erstellt und ebenfalls mit einer elastisch gebetteten Stahlbetonbodenplatte ausgeführt.
Das Gebäude überbaut einen bestehenden Notbrunnen mit Brunnenkammer. Die Anordnung und die Lagen der Gründungspfähle des Gebäudes orientieren sich an dieser geometrischen Randbedingung.
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Projekt: Jugendtreff mit Fahrradwerkstatt
Das Gebäude erweitert das Angebot des Kultur- und Veranstaltungszentrums um einen Jugendtreff, eine offene Fahrradwerkstatt und um einen Biergarten mit Open-Air-Bühne. Die Erweiterung setzt sich aus zwei nicht unterkellerten zweigeschossigen Gebäudeteilen zusammen: dem Hauptgebäude und dem Bühnentrakt.
Das Hauptgebäude ist in Massivbauweise mit einer Auskragung des Obergeschosses als Stahlkonstruktion erstellt, die Raum für eine geschützte Dachterrasse bietet. Das Baufeld befindet sich in der Fortführung einer alten Baumallee, dessen Baumbestand bei der Erweiterung beachtet, erhalten und teilweise behutsam in das Gebäude integriert wurde. Folglich wurde die Stahlkonstruktion der 8,9 m weiten Auskragung, die mit geschosshohen Fachwerkträgern realisiert wurde, angepasst um den Baumbestand errichtet. Der Anschluss an den Massivbau erfolgte über eigens konstruierte Einbauteile mit thermischer Entkopplung.
Der Gebäudeteil Open Air Bühne wurde als Holzkonstruktion errichtet.
Die Fassaden beider Gebäudeteile bestehen aus vertikaler Holzleistenschalung.
Im Gründungskonzept wurde eine Vielzahl an verschiedenen Kabeltrassen berücksichtigt, die sich im im Baugrund des Baufeldes befinden.
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Projekt: ZME Hochschule Coburg
In dem Zentrum für Mobilität und Energie (ZME) in Coburg wird schwerpunktmäßig an dem Auto der Zukunft incl. innovativer Mess- und Sensortechniken, an autonomen Fahrzeugen sowie an Sonderkraftstoffen geforscht. In dem neuen Forschungsgebäude stehen neben einer zentralen Kfz-Werkstatt verschiedene Prüfstände zur Verfügung: ein Pkw-Rollenprüfstand, Motorenprüfstände für Lkw-Motoren und ein Ein-Zylinder-Forschungsmotor. Hinzu kommen weitere Forschungsfelder aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien mit einem Labor für Hochspannungstechnik, in dem allen Branchen der Industrie zugearbeitet wird.
Das nicht unterkellerte als monolithische Massivkonstruktion erstellte Gebäude besteht aus Erdgeschoss, dem 1. und 2. Obergeschoss sowie einem überdachten Treppenaufgang zur Dachdecke. Auf der Dachdecke des Gebäudes sind Kältemaschinen, Rückkühlwerke und zwei Experimentierfelder angeordnet. In der Dachdecke ist eine Einbringöffnung für die Bauteile der Haustechnik integriert. Der Lastabtrag der schlaff bewehrten Stahlbetondecken erfolgt über die Stahlbetonwände bzw. -stützen.
Die Konstruktion der Außenfassade ist als vorgehängte, hinterlüftete, nicht tragende Vorsatzschale aus massiven Betonelementen ausgeführt. Von den Betonelementen zu den Fensterlaibungen verspringen gekantete Bleche.
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Projekt: Ludwig-Erhard-Zentrum
Das Ludwig-Erhard-Zentrum versteht sich als Dokumentations-, Ausstellungs-, Forschungs- und Begegnungszentrum für Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft.
Dementsprechend verfügt der 5-geschossige Neubau über Räumlichkeiten für Ausstellungen und Seminare etc., die im 1. bis 3. Obergeschoss angeordnet sind. Im darüber liegenden Technikgeschoss befinden sich Lüftungszentrale und Heizung. Sämtliche tragenden Bauteile sind als Stahlbetonkonstruktionen mit vorgespannten Fertigteil-Kappendecken erstellt.
Zur Nachweisführung der notwendigen U-Bahn-Überbauung wurde die Primärstruktur als Gesamtsystem generiert, um die entsprechenden Steifigkeiten der einzelnen Gebäudeteile und der daraus resultierenden Lastpfade und Lastausbreitungen möglichst realistisch abzubilden. Zur Realisierung der den Gebäudecharakter bildenden Sichtbetonfassaden wurden tragwerksplanerisch für die Außenwände neben den tragenden Stahlbetonwänden zusätzlich eine Dämmung und eine händisch bearbeitete Sichtbetonvorsatzschale berücksichtigt. Die Sichtbetonfassade trägt im Wesentlichen nur sich selbst und ist nicht primär am Lastabtrag des Haupttragwerks beteiligt. Die Fassade ist horizontal an die Geschossdecken zum Horizontallastabtrag angeschlossen. Der Vertikallastabtrag (nur Eigengewicht) erfolgt in Hauptbereichen direkt auf die Gründung – hierzu wurden an den Fundamenten entsprechende Überstände angeordnet.
Zusätzlich zu dem Neubau waren im hinteren Grundstücksbereich ehemalige Stallungen zu sanieren. Bei den notwendigen Unterfangungen kamen Kleinbohrpfähle zum Einsatz. Des Weiteren wurden historische Kappendecken mit einer tragenden Stahlbetondecke überbaut und die bestehende Holzdachkonstruktion wurde gesichert und statisch ertüchtigt.
Publikation:
Hentschel, A., Schwenke, O., „Ein Balanceakt auf Sandstein – Das neue Ludwig Erhard Zentrum in Fürth“ in: INGENIEURBAUKUNST 2021 – Made in Germany, Bundesingenieurkammer (Hrsg.), Ernst und Sohn Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-433-03321-0, S. 128-135
Bayika Digitaltour:
https://www.youtube.com/watch?v=lGbY_c141ww
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Projekt: Heistersteg
Der bestehende Heistersteg ist eine im Jahr 1967 gebaute Fußgängerbrücke, die den Frankenschnellweg im südlichen Nürnberger Stadtgebiet nahe dem Kreuz Nürnberger-Hafen überquert.
Aufgrund von erheblichen Betonschäden sowie der mangelnden Dauerhaftigkeit der Hängerstäbe und zusätzlich der Notwendigkeit zur Überführung von Fernwärmerohren war es notwendig, einen Ersatzneubau zu erstellen. Der Neubau wurde als Fuß- und Radwegbrücke unmittelbar neben dem vorhandenen Steg errichtet und überführt zusätzlich zwei Fernwärmerohre und einen Kabelkanal.
Im Zuge des Neubaus wurden die Anschlussbereiche erweitert und neu gestaltet. Für die neuen Rampen zur Heisterstraße war zudem eine neue Stützwand erforderlich.
Der Überbau ist als stählerne Fachwerk-Bogenbrücke mit orthotroper
Fahrbahnplatte und einer Gitterrostebene im Leitungsbereich ausgeführt. Der Überbau verläuft im Grundriss im Kreisbogen mit einem Radius von 60 m bei einer lichten Weite zwischen den Widerlagern von 56,34 m.
Der Ober und Untergurt des südlichen Fachwerkes, sowie der Obergurt des mittigen Fachwerkes bestehen aus doppelt gekrümmten Rohren. Der mittige Hauptträger ist ein luftdicht verschweißter Hohlkasten im Radius von 60,4 m. Die beiden Obergurtbögen sind nach außen geneigt, um die Sichtbeziehung zwischen den Brückenenden zu bewahren.
Die Breite zwischen den Geländern beträgt 4,50 m bei einer Gesamtbreite des Überbaus von 8,45 m. Die beiden massiven Widerlager sind auf je 11 Bohrpfählen gegründet.
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Projekt: Flugzeughalle, Nürnberg
Der Neubau des Hangar 7 am Flughafen Nürnberg wurde als Stahlkonstruktion mit einer Brandwand aus Stahlbeton zum benachbarten Hangar 6 ausgeführt. Die Grundrissabmessungen betragen ca. 60,0 m x 40,0 m bei einer Traufhöhe von etwa 15,0 m.
Die tragenden Elemente der Dachkonstruktion bestehen aus Stahlpfetten in Gebäudelängsrichtung, die auf zwei, an den Drittelpunkten angeordneten Fachwerkträgern auflagern, welche in Gebäudequerrichtung ausgerichtet sind. Die Stahlpfetten und die Fachwerkträger werden durch durchlaufende Druckrohre sowie die Dachverbände stabilisiert. Die Lastabtragung erfolgt über Stahlstützen und über die Stahlbetonstützen der Brandwand. Das 55,0 m breite und 10,0 m hohe Hangartor hängt an einem 4,9 m hohen Fachwerkträger, welcher die Dachkonstruktion auf der gesamten Gebäudebreite auswechselt. Die Aussteifung der Stahlkonstruktion wird in Längs- wie auch in Querrichtung durch Dach- und Wandverbände, bzw. durch die massive Brandwand gewährleistet. Die Gründung des Gebäudes erfolgt auf Einzelfundementen.
In die Flugzeughalle ist ein eingeschossiger Massivbau in Fertigteilbauweise mit den Abmessungen von ca. 60,0 m x 5,7 m und einer Höhe von ca. 3,5 m eingebaut. Die Aussteifung dieses Einbaus gewährleisten in die Fundamente eingespannte Stahlbetonstützen, welche außerdem die Lastweiterleitung der Vertikal- und Horizontallasten der aufgesetzten Stahlkonstruktion in den Baugrund übernehmen. Die Wandelemente des Massivbaus sind auf Streifenfundamenten gegründet.
Fotos Nr. 1, 2, 7 mit freundlicher Genehmigung von FAI rent-a-jet AG
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Projekt: Maria-Ward-Schule, Bamberg
Der Neubau der Maria-Ward-Schule in Bamberg besteht aus einem 1. und 2. Untergeschoss, dem Erdgeschoss und zwei Obergeschossen. Das Gebäude ist innerhalb einer historisch bedingt kleinräumigen, innerstädtischen Situation kompakt eingefügt und reagiert mit einer polygonalen Grundrissform auf die angrenzenden Straßenverläufe. Das Bauwerk ist als Stahlbetonkonstruktion mit bereichsweise in die Decken integrierte Verbundträger ausgeführt, die mit einer Vorspannung biegesteif an die anschließenden Wandscheiben angeschlossen sind.
Unterhalb des zentralen Pausenhofes befindet sich im 1. und 2. Untergeschoss die Zweifachsporthalle, die über Oberlichter mit Tageslicht versorgt wird. Erdgeschossig schließen nördlich des Pausenhofes die Pausenhalle/Aula sowie Lager- und Technikräume an, westlich ist der Eingangsbereich mit Treppenanlagen angeordnet. Die Unterrichts- und Gruppenräume befinden sich im 1. Obergeschoss nördlich und südlich des Pausenhofes sowie im 2. Obergeschoss nördlich des Pausenhofes.
Das Gebäude ist auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte gegründet und wird mit Verpresspfählen unterschiedlicher Länge gegen Auftrieb gesichert. Zur Baugruben- und Gebäudesicherung angrenzender Gebäude kamen im Boden eingespannte überschnittene Bohrpfahlwände zum Einsatz, welche im Endzustand zur Abtragung der Lasten aus dem Erddruck horizontal durch die angrenzenden Deckenebenen des Neubaus zwischengestützt werden.
Das Gebäude besitzt maximale Grundrissabmessungen von ca. 35,4 m x 42,9 m.
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Projekt: Baufeld Z5b, Bahnstadt Heidelberg
Die Wohn- und Gewerbebebauung, die als Blockrand erstellt wurde, bietet in 5 Geschossen im südöstlichen, bzw. 4 Geschossen im nordwestlichen Gebäuderiegel Wohnungen, deren Grundrisszuschnitt und -größe von 40 m² bis 70 m² auf eine junge Zielgruppe von vornehmlich Berufseinsteigern abgestimmt ist. Im Erdgeschoss sind Gewerberäume, eine Kindertagesstätte sowie Wohnungen untergebracht. Tiefgarage sowie Kellerräume befinden sich im Untergeschoss, das unter dem gesamten Innenhof angeordnet ist.
Das Gebäude ist als Massivbau in Schottenbauweise errichtet. Die Deckenstärke der einachsig gespannten Flachdecken beträgt 25 cm. Der Lastabtrag erfolgt über Stahlbetontrennwände zwischen den Wohnungen. Um eine maximale Flexibilität im Gewerbebereich des Erdgeschosses zu erreichen, sind die tragenden Stahlbetonwände der Wohnungsgrundrisse als wandartige Träger ausgeführt, die im Erdgeschoss auf Stützen auflagern. In der Decke über dem Kellergeschoss erfolgt eine Lastverteilung der tragenden Achsen der Wohnungsgrundrisse auf das Stützenraster der Tiefgarage über Stahlbetonunterzüge.
Gegründet ist das Gebäude auf Streifen- und Einzelfundamenten mit Magerbetontiefergründung.
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Projekt: Energiespeicher Heidelberg
Mit dem Wettbewerb lobten die Stadtwerke Heidelberg den Entwurf eines Energie- und Zukunftsspeichers mit Gastronomiebereich sowie einen Energiepark aus, dessen Umsetzung überregional ein Zeichen für die Energiewende setzen soll.
Der eingereichte Wettbewerbsentwurf ist ein durch Funktion und Tragwerk bestimmter, großvolumiger Wassertank mit außenliegender, als Erlebnisweg konzipierter Erschließung sowie einer Aussichtsplattform mit Eventbereich und Gastronomie.
Das Tragwerk der Stahlkonstruktion für die Aussichtsplattform und den Erlebnisweg gliedert sich in drei Hauptelemente: Die horizontale Aussichts- und Gastronomieebene über dem Wärmespeicher, den Stützenkranz auf dem Schalenrand des Wärmespeichers und der von der Plattform abgehängte Erlebnisweg.
Die horizontale Ebene wird von radial angeordneten Schweißprofilen sowie von konzentrischen Walzprofilen aufgespannt. Die Hauptträger übernehmen zusätzlich zu dem flächigen Lastabtrag Lasten aus den Abhängungen des Erlebnisweges. Der unter den Hauptträgern angeordnete Stützenkranz mit Diagonalfachwerk dient dem Vertikallastabtrag in die Schale des Wärmespeichers wie auch der Aussteifung der Hauptkonstruktion. Die Wangen und Seitenflächen der Treppenkonstruktion des Erlebnisweges sind als Fachwerke konzipiert, die frei zwischen den Zugstäben der direkt in den Achsen der radialen Hauptträger angeordneten Abhängungen spannen.
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Projekt: Siemens-Bildungszentrum SPE, Erlangen
Das Gebäude des Siemens-Bildungszentrums SPE (Siemens Professional Education), das als erstes Gebäude des neuen Siemens-Campus Erlangen-Süd erstellt wurde, verfügt über PC-Arbeitsräume, allgemeine Schulungs- und Klassenräume sowie über Räumlichkeiten für Werkstätten und Labore.
Der Neubau ist als 5-geschossiger, teilunterkellerter Massivbau mit einer Technikzentrale im Dachgeschoss oberhalb des Haupterschließungskerns errichtet. Der Lastabtrag der Geschossdecken, die als punktgestützte, schlaff bewehrte Stahlbetonflachdecken ausgeführt sind, erfolgt über die Außenfassaden mit Stützen und Brüstungen bzw. Attiken sowie über zwei Rundstützenreihen in Ortbeton im Inneren des Gebäudes und den Erschließungskernwänden aus Stahlbeton.
Die Teilunterkellerung ist als WU-Stahlbetonkonstruktion mit lastabtragenden Außen- und Innenwänden unterhalb der Stützenreihen erstellt.
Die Bettung der Stahlbetonbodenplatte erfolgte elastisch im anstehenden Sandstein und ist zur Sicherstellung der Auftriebssicherheit mit einer Stärke von 60 cm ausgeführt.
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Projekt: Umbau Wirth Haus
Das zentral in der Hamburger Innenstadt gelegene Gebäude wurde bis zum Umbau als Konditorei und Café genutzt und beherbergt nun die Filiale eines Modeunternehmens. Es ist bereichsweise unterkellert und verfügt über drei oberirdische Geschosse (Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss). In der Fassadenebene zur Spitalerstraße hin war zudem eine sich über drei Geschosse erstreckende und zu erhaltene Werbefläche vorhanden, die zur Straßenfront hin die Lücke zu den höhergeschossigen Nachbargebäuden schließt.
Aufgrund der für die geplante Umnutzung zu erwartenden, nicht ausreichenden Tragfähigkeit größerer Deckenbereiche durch höhere Ausbaulasten, größere Nutz-/Einzellasten, etc. sowie aufgrund des mangelnden Brandschutzes wurden sämtliche Decken und Innenwände größtenteils zurückgebaut und durch neue Konstruktionen ersetzt. Lediglich Kommunaußenwände sowie einige Kellerwände wurden erhalten. Hierdurch konnten gleichermaßen größere Geschosshöhen, eine größtmögliche Stützenfreiheit sowie eine Teilaufstockung (3. Obergeschoss) im hinteren Gebäudebereich realisiert werden. Die Außenfassade zur Spitalerstraße hin wurde zur Erzielung größerer Fensteröffnungen und eines großzügigen Eingangsbereichs vollständig ersetzt.
Als Primärtragkonstruktion wurden zwei Querrahmen angeordnet, die zum einen Stahlbetonverbundquerträger aufnehmen, zum anderen in Verbindung mit der Scheibentragwirkung der Geschossdecken die Queraussteifung des Gebäudes – auch in den Bauzuständen – sicherstellen. Zur Minimierung der Konstruktionshöhen bei gleichzeitig größtmöglicher Stützenfreiheit wurden die neue Dachdecke sowie die neuen Geschossdecken in Stahlbetonverbundbauweise ausgeführt.
Die Gründung der Stahlrahmenstützen erfolgt über elastisch gebettete Fundamentbalken bzw. flächige Bodenplattenverstärkungen.
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Projekt: Neubau einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung
Der Ersatzneubau in Treuchtlingen bietet 80 Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze in verschiedenen Werkstätten wie Schreinerei oder Wäscherei. Zudem ist eine Versorgerküche mit Essraum in dem ein- bis zweigeschossigen Massivbau untergebracht, dessen Erdgeschoss aufgrund der Hanglage in Teilbereichen in das Erdreich einbindet.
Die tragenden Wände sind als Mauerwerkswände erstellt, Außenwände in Porenbeton ohne zusätzliche Dämmung. Die ins Erdreich einbindenden Außenwände wurden als Stahlbetonwände mit einer Wandstärke von 25 cm in WU-Bauweise konzipiert.
Die Decke über dem Erdgeschoss ist eine Stahlbetonflachdecke, die in den Regelbereichen linienförmig auf den tragenden Wänden auflagert. Lediglich über dem Atelier ist die Decke zur Gewährleistung größtmöglicher Flexibilität punktgestützt gelagert.
Sämtliche Dachkonstruktionen sind als Pultdächer in leichter Holzbauweise ausgeführt. Lager- und Werkstattbereiche größerer Spannweiten wurden mit Brettschichtholzbindern als Zwischenauflager realisiert.
Das Bauwerk ist in den Regelbereichen flach gegründet. Die Fundamentbalken sind talseitig zur Vermeidung von Setzungen infolge Schrumpfens des stark bindigen Bodens mit Magerbeton tiefergegründet.
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Projekt: Neubau Michael-Ende-Schule, Nürnberg
Der Neubau der innerstädtischen Ganztagsgrundschule mit Hort und Sporthalle in Nürnberg-St. Leonhard besteht aus einem dreigeschossigen und teilunterkellerten Schulgebäude und einer Zweifachturnhalle, die als Massivkonstruktionen in Stahlbeton erstellt sind.
Unter dem nichtunterkellerten Bereich des Schulgebäudes befinden sich zwei überbaute U-Bahntunnel. Da aufgrund der Verschachtelung des Grundrisses des Schulgebäudes keine lineare, vertikale Lastabtragung erfolgen kann, bestehen die Innenwände des Erdgeschosses sowie des 1. Obergeschosses fast ausschließlich aus wandartigen Trägern, die die aufzunehmenden Lasten zu den darunter liegenden tragenden Bauteilen weiterleiten.
Die Dachkonstruktion der Turnhalle, deren Dachfläche als Allwettersportplatz genutzt wird, ist als Plattenbalkendecke mit Spannbetonbindern ausgeführt. Aus Lärmschutzgründen ist oberhalb der Attika im Bereich des Allwettersportplatzes eine 4 m hohe Glas-Stahlkonstruktion errichtet.
Beide Gebäudeteile sind auf elastisch gebetteten Bodenplatten gegründet.
Link zu Architektouren 2017
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Projekt: Aufstockung Einfamilienhaus
Die Aufstockung in Leichtbauweise mit einem Flachdach aus Brettstapelholzelementen ersetzt das abgebrochene, massive Obergeschoss dieses Einfamilienhauses.
Als tragende Konstruktion dient eine Stahl-Holzkonstruktion, die als räumliches Stahlfachwerk berechnet und erstellt wurde. Die neuen Innenwände des Obergeschosses sind in Leichtbauweise als Ständerwände erstellt. Die Außenwände sind innenseitig der Stahlstützen beplankt, zwischen den Stahlstützen und an deren Außenseite ist eine Wärmedämmung angebracht, die an der Außenseite mit vorgehängten Fassadentafeln mit Hinterlüftung abgeschlossen wird.
Im Westflügel des Erdgeschosses wurde eine neue Stahlbetondecke erstellt, welche zur Aussteifung an die Bestandsdecke über eingeklebte Bewehrungsstäbe angebunden ist. An der Südseite ist die Decke auf V-förmigen Stahlstützen mit Einzelfundament gelagert.
Des Weiteren wurde im Bereich der Treppe ein Teil der bestehenden Stahlbetondecke abgebrochen und durch eine neue Stahlbetondecke ersetzt, in welche Stahlträger zur Abfangung von Lasten aus dem Obergeschoss und zur Aufnahme der Deckenlast integriert wurden. An verschiedenen Stellen wurden Wände abgebrochen, wobei bei den tragenden Wänden die abzufangenden Lasten durch Stahlträger und Stahlstützen aufgenommen werden.
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Projekt: Fraunhofer-Institut
Das viergeschossige Gebäude im Nürnberger Gewerbegebiet Nordostpark, das sich mit seiner geschwungenen Form dem auf dem Grundstück vorhandenen alten Baumbestand einfügt, beherbergt ein Testzentrum und eine Forschungseinrichtung des Fraunhofer Instituts für mikroelektronische und informationstechnische Systemlösungen und Dienstleistungen.
Um einen zentralen, sich über alle Geschosse erstreckenden, offenen Patio sind die Mess- und Regelräume platziert, die Büros sind mehrheitlich entlang der Außenhülle mit Ausblick in den grünen Außenraum angeordnet. Innerhalb des Gebäudes, räumlich neben dem Patio gelegen, verbindet der Luftraum der zentralen Halle die einzelnen Geschosse. Die vertikale Erschließung erfolgt über einläufige Treppen, die den Luftraum an verschiedenen Stellen überspannen.
Im Erdgeschoss sind neben dem Foyer Bereiche für Cafeteria, Bibliothek, Seminare und Vorträge angeordnet. Im Untergeschoss befinden sich Technikzentrale, Hausanschlussraum, Lagerflächen sowie eine Tiefgarage mit 55 Stellplätzen.
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Projekt: Neubau Zentralverwaltung Dr. C. Soldan
Der Neubau des Verwaltungsgebäudes besteht aus einem viergeschossigen Hauptriegel (Erdgeschoss + 3 Obergeschosse) und einem südöstlich angrenzenden eingeschossigen Mehrzweckbereich mit angeschlossener Kantine.
Der Neubau ist als wirtschaftliche Stahlbetonskelettkonstruktion mit Ortbetonstützen, unterzugsfreien Stahlbetondecken (mit Bauteilaktivierung) und Massivwänden errichtet. Die Gründung erfolgt als konventionelle Flachgründung mit bereichsweisen Tieferführungen der Fundamente bis zum tragfähigen Baugrund durch Magerbetonpolster. Infolge der reduzierten Kubatur der vertikalen Tragwerkselemente erfolgte die Aussteifungsberechnung am Gesamtsystem, um somit wirtschaftliche Bewehrungsgehalte in den Aussteifungswänden realisieren zu können.
Auf der repräsentativen Gebäudeseite wurde eine Glasfassade angeordnet sowie ein Atrium eingeschoben. Hierzu wurden die Deckenverformungen auf Verträglichkeit mit der Glasfassade genau untersucht und teilweise selbst konstruierte Einbauteile zur thermischen Entkopplung verwendet.
Die Dachkonstruktion des eingeschossigen Bereiches ist als wirtschaftliche Spannbetonhohldielendecke in Vollfertigteilbauweise mit integrierter Bauteilaktivierung ausgeführt.
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Projekt: Umbau Haus am Park
Das im Jahr 1897 in unverputztem Klinkermauerwerk errichtete Hinterhausgebäude befindet sich in innerstädtischer Lage in Darmstadt in unmittelbarer Nachbarschaft des Prinz-Emil-Gartens. Das Gebäude sollte, obwohl nicht unter Denkmalschutz stehend, wegen seines besonderen Charmes und wegen seiner Lage erhalten und denkmalgerecht saniert bzw. kernsaniert werden, um hochwertigen Wohnraum zu bieten.
Während das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss herkömmlich saniert wurden, erfuhr das 2. Obergeschoss zusammen mit dem Dachgeschoss eine komplette Neugestaltung. Zwei Wohnungen wurden zusammen mit dem bisher nicht ausgebauten Dachboden zu einer großzügigen, zweigeschossigen Wohnung zusammengefasst. Entstanden ist aus tragwerksplanerischer Sicht ein Einfamilienhaus, das auf dem Bestands-Mehrfamilienhaus auflagert.
Entscheidend für die Neugestaltung war die Neustrukturierung des Dachtragwerks mit minimierten, vertikalen Tragelementen für ein flexibles Raumkonzept. Der bestehende Dachstuhl wurde in großen Teilen abgetragen und mit weitgehend gleicher Kubatur neu errichtet. Im Mittelbereich des Grundrisses wurde als Hauptdach ein Sparrendach ausgebildet, dessen Firstpfette aus Stahl ihre Last über Stahlstützen in einen zentrisch in Gebäudelängsrichtung angeordneten Stahlverband abträgt. Dieser übernimmt auch die Aussteifung der zwei neuen Geschosse in Längsrichtung. Die Nebendächer wurden mit Rücksprüngen für die Dachterrassen als Pfettendachstühle ausgebildet. Auf Grund der hohen Spannweiten wurden Teile der Pfetten und die Kehlbalken des Hauptdaches, die die Pfetten des Hauptdaches abfangen, als Stahlbauteile ausgebildet und höhengleich in die Konstruktion der Decken integriert.
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Projekt: Pfarrzentrum Allerheiligen
Der Neubau in Nürnberg-Schoppershof komplettiert die bestehende Kirche um ein Pfarrzentrum mit Saal und Kindertagesstätte. Das Gebäude ist als teilunterkellerter Massivbau, mit tragenden Innenwänden aus Kalksandsteinmauerwerk und Außenwänden aus Kalksandsteinmauerwerk mit Vollwärmeschutz und Vorsatzschale errichtet. Sämtliche Decken – mit Ausnahme der Rippendecke über dem Saal – sind als schlaff bewehrte, liniengelagerte Stahlbetonflachdecken ausgebildet.
Der Dachstuhl ist ein Kehlbalkendach mit tragender Mittelpfette auf Stuhlsäulen, die auf der Stahlbetondecke über dem Obergeschoss stehen. Die Gründung des unterkellerten Bereichs erfolgt durch eine Stahlbeton-Bodenplatte mit Vertiefungen unter hochbelasteten Stahlbetonstützen.
Die Gründung der nicht unterkellerten Bereiche erfolgt durch Einzel- und Streifenfundamente. Die Bodenplatte und die Außenwände des unterkellerten Bereichs sind in WU-Bauweise erstellt.
Link zu Architektouren 2015
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Projekt: Wehrhahnlinie Düsseldorf
Was im Jahr 2001 mit einem Wettbewerb begann, der interdisziplinär von der Stadt Düsseldorf ausgeschrieben wurde, um die U-Bahn nicht nur als Verkehrsbauwerk, sondern auch als Kunstraum auszuformulieren, wurde im Frühjahr 2016 mit Erfolg zu Ende geführt. Ein interdisziplinäres Team aus Architekten, Künstlern, Fachplanern und ausführenden Firmen sowie die Projektbetreuer der Stadt arbeiteten unermüdlich an der Realisierung dieser Idee. Das Ergebnis: Eine neue U-Bahnlinie mit sechs Bahnhöfen, die von je einem Künstler einen eigenen Charakter erhielten, der mit unterschiedlichen Materialien wie Betonwerkstein, Keramik, Glas, Edelstahl oder Emaille umgesetzt wurde. Unser Anteil an der interdisziplinären Arbeit war die Tragwerksplanung des gesamten raumbildenden Innenausbaus.
Neu ist, dass der U-Bahn-Tunnel als „Kontinuum“ verstanden wird, deren Bahnhöfe Aufweitungen des U-Bahn-Tunnels darstellen und gleichzeitig als „Schnitträume“ definiert sind, die die Verbindung vom Verkehrsweg der U-Bahn zu dem oberirdischen öffentlichen Raum darstellen. Sichtbeziehungen zwischen den oberirdischen Verkehrsflächen bis hinunter zum Bahnsteig wurden besonders herausgearbeitet. Gezielte Lichtführung bringt natürliches Tageslicht bis in die unterirdischen Geschosse.
Neben der Tragkonstruktion des gesamten Innenausbaus wurden für die Schnittstellen des Rohbaugewerks zum Innenausbau – unter Berücksichtigung der vorhandenen Bau-Toleranzen und Bauwerksfugen des Rohbaus Sonderlösungen entwickelt, die sowohl Toleranzen in allen Richtungen ausgleichen, als auch definierte Gewerketrennungen ermöglichen. Sämtliche geplante Wandverkleidungen wurden als nicht geregelte Bauarten mit Zustimmung im Einzelfall geplant und umgesetzt.
Publikationen:
1. Bauwelt 15.2016 „Baukunst“, Seite 12–31
2. Wehrhahnlinie, Kontinuum und Schnitt, Kerber Verlag Bielefeld, 2016
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Projekt: Neubau TechBase
Das Gründer- und Technologiezentrum Regensburg auf dem Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne bietet Flächen für Büros, Labore und Versuchsräume, Seminar- und Konferenzräume, ein Bistro und eine Tiefgarage. Das komplett 2-geschossig unterkellerte Gebäude ist in einen 7-, einen 4- und einen 2-geschossigen Bereich gegliedert. Der höhere Gebäudebereich ist um einen allseitig umschlossenen, begrünten Innenhof angeordnet.
Zur Minimierung der Bauzeit und des Bruttorauminhaltes sowie zur Reduktion der Kollisionspunkte mit den Trassenführungen der Haustechnik wurde als Tragwerkskonzept weitestgehend eine Stahlbetonskelettkonstruktion mit punktgestützten, unterzugsfreien Stahlbetonflachdecken (mit Bauteilaktivierung in wesentlichen Bereichen) konzipiert und umgesetzt.
Das Gebäude ist als monolithische Stahlbetonkonstruktion ohne Bewegungsfugen errichtet. Zur Minimierung der Zwangskräfte in den Deckenplatten wurde in Zusammenarbeit mit der Baufirma ein entsprechender Bauablauf bei der Betonage der Decken vorgegeben. Die Gründung des Gebäudes erfolgte über eine massive Bodenplatte mit Bodenplattenverstärkungen im Bereich hoher Auflasten. Eine mit ca. 400 Rammpfählen erstellte Sondergründung leitet die Lasten in den Kalksteinhorizont ab.
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Projekt: Verwaltung und Produktion Rummel Matratzen
Die Tragstruktur des neuen Verwaltungsbaus wird als Massivbau mit einer Stahlbetonflachdecke im Obergeschoss und einer Rippendeckenkonstruktion über den Ausstellungsflächen konzipiert.
Die Flachdecke im Obergeschoss ist hinsichtlich der geforderten Flexibilität in der Raumaufteilung und eines wirtschaftlichen Spannweitenverhältnisses optimiert. Das Raster der in den Flur und Fassadenachsen liegenden Stahlbetonstützen orientiert sich an dem Rippenraster der darunter liegenden Decke.
Die Rippendecke über den Ausstellungsräumen gewährleistet stützenfreie Ausstellungsfläche und gleichzeitig die Abfangung der darüber liegenden Stützenebene. Die Konzeption der Rippendecke mit Halbfertigteilen und einer Ortbetonergänzung gewährleistet auch bei größeren Spannweiten eine wirtschaftliche und robuste Bauweise.
Die vor der thermischen Gebäudehülle angeordnete Fassadenstruktur wird, CNC-gesteuert, aus plasmageschnittenen Stahlblechen mit 20mm Stärke hergestellt. Die sich aus dem Schnittmuster ergebenden Ansichtsbreiten der Struktur in Verbindung mit der gewählten Blechstärke gewährleisten eine ausreichende räumliche Steifigkeit.
Die Breiten der einzelnen Fassadenelemente richten sich nach den wirtschaftlich optimalen Transport- und Montageabmessungen. Die Fassadenelemente werden über an der Rückseite angeschweißte Montagehülsen und am Massivbau befestigte Stahlkonsolen gehalten.
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Projekt: Aufstockung Wohn- und Geschäftsgebäude
Für die Aufstockung des bestehenden Wohn- und Geschäftsgebäudes mit 7 Geschossen inklusive Untergeschoss in Massivbauweise wurde die bestehende Flachdachkonstruktion über dem 6. Obergeschoss aus Leichtbeton, bzw. Bimsbeton entfernt und das 7. Obergeschoss weitestgehend als leichte Stahlkonstruktion erstellt. Lediglich die Aufzugsschachtwände sowie die beiden Treppenhauswände sind Stahlbetonkonstruktionen.
Das neue Dach ist ein als Stahldachkonstruktion in Verbindung mit Holzhohlkastenelementen errichtetes Flachdach, mit einem darüber befindlichen Holzkaltdach mit versenkten Dachterrassen.
Um eine möglichst große Verteilung der neuen Lasten aus dem 7. Obergeschoss in die Bestandswände zu erreichen, wurde über der Decke über dem 6. Obergeschoss ein Stahlträgerrost eingebaut, welcher auf den darunter liegenden, tragenden Wänden auflagert. Die neue Fußbodenebene bilden zwischen Sekundärträgern spannende Gipsfaserwerkstoffplatten.
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Projekt: Verwaltung und Produktion Rummel Matratzen
Der Neubau des Büro- und Verwaltungsgebäudes für die Rummel-Matratzen GmbH & Co.KG, dessen Planung aus einem Wettbewerb hervorging, ist als zweigeschossiges Gebäude in Stahlbetonbauweise erstellt. Das Obergeschoss kragt auf die komplette Gebäudebreite ca. 5,0m über das Erdgeschoss hinaus. Gleichermaßen verspringt die Fassade im Erdgeschoss teilweise nach innen. Zur Auflagerung der Stahlbetondecken sind in Gebäudequerrichtung jeweils Stahlbetonunterzüge im Abstand von ca. 6,7 m bzw. 4,5 m ausgebildet. Die Attika in der Decke über dem Obergeschoss sowie die Brüstungen in der Erdgeschossdecke sind zur Verformungsminimierung ebenfalls tragend ausgebildet.
Der vertikale Lastabtrag erfolgt über Stahlbetonwände und -rundstützen, wobei die Fassadenstützen im Erdgeschoss teilweise einen Versatz zu den Stützen im Obergeschoss aufweisen. Dieser Versatz wird jeweils durch die Querunterzüge aufgenommen. In den hochbewehrten Unterzügen wurden in enger Abstimmung mit der Haustechnikplanung zahlreiche Regelaussparungen zum Leitungsverzug definiert.
Die Gründung der aufgehenden Bauteile erfolgt über Einzelfundamente, die über Ortbetonbohrpfähle, die Bauwerkslasten in den Baugrund leiten.
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Projekt: Kindertagesstätte Untere Mentergasse
Der Neubau dieser Kindertagesstätte mit Verwaltungseinheit in Nürnberg ist als massive Stahlbetonkonstruktion mit drei Geschossen plus Teilunterkellerung errichtet.
Das verglaste Treppenhaus in der nordwestlichen Gebäudeecke stellt eine großzügige Sichtbeziehung zwischen innen und außen her. Die hier angeordnete, freitragende Treppe, die zu den Verwaltungsräumen führt, wurde räumlich an einem Gesamtmodell berechnet.
Große Fensteröffnungen und zusätzliche Last durch zwei eingehängte Seitenwände in einem Wandartigen Träger im 2. Obergeschoss, welcher die Decke über dem 1. Obergeschoss lastfrei stellt, machten hier ebenfalls die Berechnung am Gesamtmodell notwendig.
Die Gründung der Teilunterkellerung erfolgte über eine elastisch gebettete Bodenplatte (h = 40 cm) im anstehenden Sandstein. Der nichtunterkellerte Bereich des Gebäudes ist auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte mit unter den Wänden angeordneten Streifenfundamenten gegründet.
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Projekt: Erweiterung Camerloher Gymnasium
Das Erweiterungsgebäude des Camerloher Gymnasiums in Freising bietet neben Klassenzimmern Raum für eine Zweifachsporthalle mit Nebenräumen, eine Versammlungsstätte (Aula), eine Mittagsbetreuung, eine Bibliothek sowie einen Fahrradkeller. Es ist als ein- bis dreigeschossige, teilweise unterkellerte Massivkonstruktion errichtet, wobei sämtliche tragende Bauteile aus Stahlbeton erstellt sind. Das gesamte Bauwerk ist ohne Bauwerksfugen ausgeführt.
Fertigteil-Stahlbetonstützen, die mit Hilfe von Kopf- und Fußbalken zu größeren Einheiten verbunden sind, bilden bereichsweise die tragende, innenliegende Konstruktion der Außenfassade im 1. und 2. Obergeschoss. Die im Bereich der Stahlbetonstützen vor die Glasfassade vorgehängte, mit Vollfertigteilen realisierte Stahlbetonfassade gibt dem Gebäude das äußere Erscheinungsbild und erinnert – passend zu dem musischen Gymnasium – an die Tasten eines Klaviers. Die vorgehängten Fassadenfertigteile wurden ebenso wie die Konstruktionsbauteile als Cluster angeliefert und über Konsolen befestigt. Diese Bauweise gewährleistet eine Minimierung der Stützenabmessungen sowie eine kurze Bauzeit.
Für die stützenfreie Gestaltung des Eingangsbereichs ist eine Flurwand in der betroffenen Achse als mehrgeschossiger, wandartiger Träger ausgebildet. Er überspannt eine Weite von bis zu 25,50 m mit Hilfe eines integrierten Fachwerkträgers bestehend aus Zug- und Druckdiagonalen sowie unten liegendem Zugband, die über Bewehrungsverstärkung in diesem Bereich ausgebildet sind.
Auf unterschiedlichen Gründungsniveaus des Baugrunds wurde mit differenzierten Gründungen reagiert. Der unterkellerte Bereich ist mit Einzel- und Streifenfundamenten auf tragfähigem Grund gegründet, im Bereich der Aula, der ohne Keller konzipiert ist, sich der tragfähige Grund jedoch 4 m unter Geländeoberkante befindet, wurde die Gründung auf einem auf Rammpfählen auflagerndem Trägerrost ausgeführt. Die wasserundurchlässige Konstruktion des Untergeschosses wurde mit Flutöffnungen erstellt, die im Fall von steigendem Grundwasser während des Bauzustandes ein Aufschwimmen des Kellers verhindert hätten.
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Projekt: Kunststoffcampus Bayern
Der Neubau des Technologietransfer- und Studienzentrums in Weißenburg, der kunststoffcampus bayern, ist in einen eingeschossigen Technikum-Bereich und einen im Wesentlichen 3-geschossigen Multimedia- und Bürobereich (UG, Erdgeschoss und Obergeschoss) gegliedert. Das Bauwerk ist in den vorhandenen Hang eingesteckt. In Teilbereichen kragt das Obergeschoss über das Erdgeschoss aus. Die Auskragung wird über Stahlbetonscheiben abgefangen, welche über den Geschossdecken zentriert sind.
Das Fundament besteht aus einer elastisch gebetteten Bodenplatte mit umlaufenden Frostriegeln sowie Bodenplattenverstärkungen im Bereich der tragenden Wände. Zur Minimierung der Bodenplattendicke im Bereich der Einzelstützen im Untergeschoss sind lokale, unterseitige Bodenplattenverstärkungen angeordnet. Im Bereich des Überganges Flur zu Technikum wurden unter der Bodenplatte zwei Versorgungsschächte als Kriechkeller analog einer Aufzugsunterfahrt ausgebildet. In diesen Bereichen sind die darüber liegenden Wandscheiben als wandartige Träger ausgebildet.
Aus der einseitigen Einschiebung des Gebäudes in den Hang resultieren Horizontalkräfte aus Erddruck und anzusetzendem Verkehr. In der unterseitigen Dämmung der Bodenplatte sind die Bereiche unter den Fundamentverstärkungen (punkt- und linienförmig) ausgespart, um so den Lastabtrag der Horizontallasten über Reibung in den Baugrund abzugeben.
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Projekt: Neubau Industriehalle L
Das Gebäude besteht aus einem zweigeschossigen Riegel für Sozial-und Büroräume und einem daran angegliederten eingeschossigen Hallenbereich mit massiven Einbauten.
Der Büro- und Sozialbereich ist als Massivbau mit Stahlbetonflachdecken als Ortbetonkonstruktion erstellt. Die Decken sind als Flachdecken ohne Mittelunterzug ausgeführt, die in der Fassadenebene von massiven Stahlbetonunterzügen und -brüstungen und zur Halle hin von den Stahlbetonbrandwänden getragen werden. Die Stahlbetonunterzüge und -brüstungen liegen auf Stahlbetonstützen auf, die im Raster von 13,50 m angeordnet sind. Die Treppenhauskerne übernehmen die Aussteifung. Die Gründung erfolgte als Flachgründung mit Streifenfundamenten in der Fassadenachse und unter den Brandwänden zur Halle sowie Einzelfundamenten in der Mittelachse.
Die weitgespannte Konstruktion der Halle ist als Stahlbetonfertigteilkonstruktion realisiert und basiert auf einem Hauptraster von 12,0 x 27,0 m. Die Aussteifung der Hallenkonstruktion erfolgt im Wesentlichen über die in den innenliegenden Hauptachsen angeordneten Vollfertigteilstützen in Verbindung mit einer Brandwand. Die Fertigteilstützen der Halle sind in Stahlbetonblockfundamenten mit Köchern gegründet.
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Projekt: Fichtegymnasium Karlsruhe
Der dreigeschossige Neubau der Ganztageseinrichtung des innerstädtischen Fichte-Gymnasiums, der einen innerstädtischen Blockrand schließt, ist als Massivbau errichtet.
Im westlichen Gebäudebereich liegt das offene Haupttreppenhaus, in dem die Treppenläufe bzw. die Galerien um einen über alle Geschosse verlaufenden Luftraum angeordnet sind. Dieser Bereich sowie die östliche Nebenraumspange sind aus Stahlbeton- bzw. Mauerwerkswänden und Halbfertigteilflachdecken erstellt. Die Decken des Mittelbereichs sind in allen Geschossen als vorgespannte TT-Plattendecken aus Halbfertigteilen ausgeführt, so dass eine stützenfreie Überspannung des Speise-, Aufenthalts- und Universalraums realisiert werden konnte. Gleichzeitig wurde durch den hohen Vorfertigungsgrad ein effektiver und wirtschaftlicher Bauablauf erzielt. Die Aussteifung des Gebäudes ist durch die Massivwände in Verbindung mit den Deckenscheiben gewährleistet.
Die der Straße zugewandte Südfassade des Neubaus ist als hinterlüftete Profilglasfassade gestaltet. Das Gebäude ist auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte, in Teilbereichen mit Einzel- und Streifenfundamenten, gegründet.
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Projekt: Aussichtsplattform Burg Veldenstein
Die Plattform mit Geländern aus Cortenstahl wurde an der Stelle errichtet, von der im Herbst des Jahres 2013 bei einem gewaltigen Geröllsturz 300 Tonnen Felsmaterial und Teile der Burgmauer in den Ort Neuhaus a. d. Pegnitz stürzten. Die entstandene Lücke, an die noch Sicherungsseile und Auffangzäune erinnern, wurde mit der neuen Aussichtsplattform denkmalgerecht geschlossen.
Haupttragelemente der Plattform sind eine Stahlwand zur gestalterischen Trennung und Absturzsicherung, eine Treppenanlage und die Aussichtsplattform mit den Grundrissabmessungen von ca. 8,55 m x 6,3 m. Die Stahlwand wie auch die tragenden Wangen der Treppenanlage sind als geschweißter Hohlkasten aus Cortenstahl, mit innenliegenden Steifen, ausgeführt. Das tragende Element der Aussichtsplattform ist ein Trägerrost aus drei Hauptkragträgern und dazwischen spannenden Querträgern. Das Geländer ist als offenes Stabgeländer aus Flachstählen in Cortenstahl ausgeführt.
Die Gründung erfolgte auf zwei Fundamentbalken, die über zwei Zerrbalken miteinander gekoppelt sind und zusammen als biegesteifer Balkenrost tragen. Aufgrund des im Bereich der Fundamentbalken vorhandenen nicht tragfähigen Baugrundes waren Tiefergründungen mit vertikalen GEWI-Pfählen bis in den tragfähigen Felshorizont notwendig. Zusätzlich wurde der Hang durch geneigte TITAN-Verpresspfähle gesichert.
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Projekt: Heinrichsbrücke, Bamberg
Das Ziel der Nachrechnungsrichtlinie ist es, die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit bestehender Straßenbrücken, unter Berücksichtigung des gestiegenen Verkehrsaufkommens und der Weiterentwicklung der Bautechnik, realistisch zu beurteilen.
Bei der vorhandenen Stahlbrücke aus dem Jahr 1974 handelt es sich um ein 4-Feld-Bauwerk mit Spannweiten von ca. 18m – 119m – 56m – 79m im Zuge der B22 von Würzburg nach Bayreuth.
Die Brücke liegt im Grundriss im Bereich einer Geraden. Daran anschließend eine Klothoide mit A = 100 als Übergang in einen Bogen R=200m. Im Aufriss liegt das Bauwerk mit einer Ausrundung von R=5.000m zwischen einem Bereich mit konstanter Steigung von 2,0% am Widerlager Bayreuth zum Bereich eines konstanten Gefälles von 2,0 % am Widerlager Würzburg. Das Quergefälle beträgt über die gesamte Fahrbahn ca. 2,25%. Die Schiefe der Lagerachse auf der Seite Byreuth beträgt ca. 30° zur Gradiente. Die beiden Richtungsfahrbahnen liegen auf einem gemeinsamen Überbau, welcher durch zwei längs- und querversteifte Hauptträger mit Querträgern im Raster 3,50 m und einer orthotropen Fahrbahnplatte gebildet wird. Der Querschnitt hat eine variable Bauhöhe von minimal ca. 2,05m am Widerlager West (Würzburg) über maximal ca. 5,23m bis ca. 3,59 m am Widerlager Ost (Bayreuth). Die lichte Weite zwischen den Stegen beträgt im Regelbereich 13,46m. Die Gesamtbreite der Brücke beträgt 20,0m. Der Regelflansch der Untergurte der Längsträger ist 800 mm breit und besitzt variable Dicken von 30 bis 50 mm.
Bei den Pfeilern handelt es sich um Rundpfeiler mit einem Durchmesser von d=2,00m welche auf Einzel- bzw. Streifenfundamenten in Spundwandkästen flach gegründet wurden. Die Widerlager sind ebenfalls flach gegründet.
Zusätzlich wird unter der Brücke als Vogeleinflugschutz eine Gitterrostebene aus Aluminium geplant. Die zusätzlichen Anhängelasten hieraus werden im Rahmen der Brückennachrechnung berücksichtigt.
Die Brücke wurde als FE-Modell gesamtheitlich generiert und mit der Software SOFISTIK nachgerechnet.
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Projekt: Türkisch islamisches Gemeindezentrum
Der Wettbewerbsentwurf für Moschee und Kulturzentrum sieht eine massive Stahlbeton-Konstruktion und zweischaliges Mauerwerk aus dänischen Ziegeln vor.
Über der Moschee wird ein zweischaliges Kuppeltragwerk mit einem Durchmesser von ca. 14,3m errichtet. Die nichttragende Innenschale dieser Kuppel ist als filigrane, teils aufgelöste und perforierte Stahlkonstruktion aus gekrümmten und miteinander verschweißten Blechen konzipiert, die äußere Schale als massive Tragschale in Stahlbeton.
Radial verlaufende Aufkantungen steifen die direkt unter der Kuppel liegende Deckenebene aus und reduzieren die sich einstellenden Verformungen. In den darunter liegenden Emporenebenen verlaufen massive Brüstungen um die kreisrunde Öffnung, so dass die Emporen ohne zusätzliche Maßnahmen stützenfrei ausgebildet werden können. Die Decke über dem Saal und dem Erdgeschoss trägt als schlaff bewehrte Kappendecke aus Stahlbetonhalbfertigteilen.
Animation und Schnitt: BaruccoPfeiferArchitektur, Darmstadt
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Projekt: Gemeindehaus mit Kindertagesstätte
Der Neubau des Gemeindehauses der Unionsgemeinde mit Kindertagesstätte in Mannheim-Käfertal ist als dreigeschossiger Massivbau errichtet. Für eine größtmögliche Wirtschaftlichkeit besteht das Tragsystem im Wesentlichen aus tragenden Außen- und Innenwänden sowie hinsichtlich Konstruktionshöhe und Bewehrungsgehalten optimierten Stahlbetonflachdecken.
Die Ingenieurholzbaukonstruktion des Satteldachs ist als Sparrendach mit bereichsweise tragender Mittelwand ausgeführt. Im Bereich des Gemeindesaals wurde die Dachkonstruktion mit einer Spannweite von 13,80 m ohne tragende Mittelwand realisiert. Für die Ableitung des Dachschubes wurden aufwändige nicht-lineare Berechnungen durchgeführt, um zum einen die Wandstärken und Bewehrungsgehalte der lastableitenden Kragscheiben zu minimieren, zum anderen die Bauabläufe und Rohbauverformungen in Bezug auf die Glasfassade des Giebels zu optimieren (zwängungsarme Anschlusskonstruktionen). Hierzu wurde auch ein in der Fassadenkonstruktion liegendes, nicht sichtbares Zugband zwischen den Massivwänden angeordnet. Die Gründung erfolgt als wirtschaftliche Flachgründung mit lokalem Bodenaustausch.
Die robuste und verformungsarme Primärkonstruktion in Verbindung mit definierten und berücksichtigten Nachrüstbarkeiten (z.B. mobile Trennwandkonstruktionen im Gemeindesaal) bedingt damit auch niedrige Wartungs- und Unterhaltskosten.
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Projekt: EasyCredit-Haus, Nürnberg
Der Neubau des Verwaltungsgebäudes der TeamBank AG, das EasyCredit-Haus in Nürnberg mit vier Geschossen plus Tiefgarage, ist in massiver Stahlbetonbauweise erbaut.
Die Regelgeschossdecken sind als Stahlbetonflachdecken mit Elementdecken ausgeführt. Zur Reduzierung des Konstruktionseigengewichtes wurden Verdrängungskörper verwendet, so dass eine lichte Stützweite von 13,2 m bei gleichzeitig durchgehender Deckenuntersicht realisiert werden konnte. Im Bereich der hochbelasteten Durchstanzbereiche sind Stützenkopfverstärkungen angeordnet. Bei einem Stützenraster von max. 7,8 m bzw. 10,4 m x 13,2 m sind die Stützen als schlanke Fertigteilrundstützen aus hochfestem Beton konzipiert.
In den insgesamt vier, im Grundriss amorphen Innenhöfen ist eine jeweils unterschiedliche Bepflanzung, teils mit großwüchsigen Bäumen, angelegt. Im Eingangshof wird die vor dem „Entrée“ befindliche Fassade freistehend über vier Geschosse als geschweißte Hohlprofilkonstruktion tragend errichtet.
Das über die vollständige Gebäudegrundfläche angeordnete Untergeschoss mit Tiefgarage ist als monolithisch ausgebildeter Stahlbetonkasten in WU-Bauweise ausgeführt. Die Gründung erfolgt auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte mit bereichsweisen Verstärkungen von bis zu 1,8 m Dicke unter den Innenstützen und im Bereich der aufgehenden, tragenden Wände.
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Projekt: Neubau Thomas Sabo Headquarter
Die neue Firmenzentrale des Lifestyle Labels Thomas Sabo in Lauf an der Pegnitz gliedert sich in ein 5-geschossiges Verwaltungszentrum (inkl. Untergeschoss) und ein im Wesentlichen 2-geschossiges Logistikgebäude. In nur acht Monaten Bauzeit konnte eine Rohbaukubatur von ca. 70.900 m³ realisiert werden.
Das Verwaltungszentrum ist in Massivbauweise, bestehend aus vorgespannten Ortbetondecken, Stahlbetonstützen und Stahlbetonwänden als Skelettbau errichtet. Die konstruktive Besonderheit des Gebäudes sind die Bürospangen im Erdgeschoss und den Obergeschossen mit Abmessungen von ca. 40,00 m x ca. 11,65 m, welche zur Erzielung einer maximalen Grundrissflexibilität stützenfrei ausgeführt sind. Zur Verformungsbegrenzung erhielten die Deckenbereiche eine Vorspannung mit Monolitzen in freier Spanngliedlage. Die Nutzungsbereiche des Verwaltungszentrums gliedern sich um ein zentrales Atrium, das mit einer aufgeständerten Stahl-Glas-Konstruktion überdacht ist. Der Kellerkasten ist als WU-Konstruktion ausgebildet.
Das Logistikgebäude gliedert sich in ein eingeschossiges Palettenlager und einen zweigeschossigen Logistik- und Sozialbereich. Die tragende und aussteifende Skelettkonstruktion konnte mit maximalem Vorfertigungsgrad in Voll- und Halbfertigteilen realisiert werden.
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Projekt: Neubau einer Siloanlage
Der Neubau der Siloanlage Litzmühle umfasst die Unterkonstruktionen aus Stahlbetonbauteilen sowie einen Stahlträgerrost, mit darauf lagernden, vier quadratischen Mehlsilos. Zusätzlich wurden zwei bestehende Rundsilos und vier vorhandene Rechteckmehlsilos auf neue Unterkonstruktionen versetzt.
Jede Zelle der neuen Mehlsilos weist Grundrissabmessungen von 3,2 m x 3,2 m auf. Die Höhe einer Silozelle beträgt ca. 10,4 m, zuzüglich Ausfülltrichter. Auf den Silozellen ist ein Revisionsraum von ca. 2,1 m Höhe angebracht. Die Konstruktion einer Silozelle, deren Seitenwände zur Aufnahme von Windlasten aus ausgesteiften Stahlblechen bestehen, wurde vollständig im Werk vorgefertigt. Der Stahlträgerrost aus Walzprofilen, der ebenfalls als vollständig vorgefertigte Stahlkonstruktion erstellt wurde, lagert in einer Höhe von ca. 6,9 m über Geländeoberkante auf insgesamt fünf Stahlbetonbalken auf. Der Anschluss an den Massivbau erfolgte hierbei zwängungsfrei durch eigens konstruierte Einbauteile. Die Unterkonstruktion ist auf einem elastisch gebetteten Trägerrost aus Fundamentbalken gegründet.
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Projekt: Kindertagesstätte in Mannheim
Der Neubau der fünfzügigen Kinderkrippe in der Pumpwerkstraße in Mannheim wurde als zweigeschossiger, nichtunterkellerter Massivbau errichtet und führt die angrenzende Blockrandbebauung fort. Konträr zu der geschlossenen Straßenfassade, ist die Fassade zum Hofinneren mit großzügigen Fensterflächen gestaltet.
Konstruktiv besteht das Gebäude aus drei Bauteilen, die als Massivbau mit Holzdachkonstruktion erstellt sind. Die Dachkonstruktion der beiden Hauptbauteile ist als Pfettendach errichtet, das zur Aussteifung des Gebäudes als Scheibe ausgebildet ist. Die Weiterleitung der horizontalen Lasten erfolgt über horizontal angeordnete Ringanker in die Massivwände und auskragende Stahlbetonstützen, bzw. über Weiterleitung durch den Anschluss der Dachscheibe an den Gebäudekern. Tragende Wände im EG und OG sind in Stahlbeton und Mauerwerk ausgeführt. Die Gründung des Hauptgebäudes und des nordwestlichen Gebäudeteils erfolgt auf einer elastisch gebetteten, 35 cm dicken Bodenplatte mit unterseitiger druckfester Wärmedämmung.
Das gesamte Bauwerk ist, abgesehen von der thermischen Entkopplung, dehnungsfugenfrei geplant. Bei der Erstellung des Rohbaus wurden Betonierabschnitte genau definiert.
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Projekt: Mitarbeiterrestaurant Bau 81, Erlangen
Der Ersatzneubau des Kantinengebäudes, der an ein bestehendes Mitarbeiterrestaurant konstruktiv angeschlossen wurde, gliedert sich in einen eingeschossigen Kantinenbereich sowie einen einfach unterkellerten Küchenbereich einschließlich integrierter Essensausgabe. Beide Bereiche sind größtenteils als Stahlbetonkonstruktionen erstellt und durch eine 30 cm starke Brandwand voneinander getrennt.
Der Küchenbereich ist als Massivkonstruktion mit Flachdecken (30 cm) aus Stahlbeton ausgeführt, der innenliegende Bereich der Essensausgabe ist mit vorgespannten Rippendecken überspannt. Die Dachkonstruktion des Kantinenbereichs ist mit vorgespannten Stahlbeton-Fertigteilbindern im Abstand von 8,75 m mit einer Dacheindeckung aus Akustiktrapezblechen realisiert. Die innenliegenden Stahlbetonrundstützen stehen im Abstand von 8,75 m.
Das Untergeschoss ist als wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion mit einer zur Sicherstellung der Auftriebssicherheit dimensionierten, elastisch gebetteten Stahlbetonbodenplatte (40 cm) ausgeführt. Die Bodenplatte des Vorgängergebäudes wurde im Untergrund belassen und mit einer Perforation versehen, die sicherstellt, dass anfallendes Oberflächenwasser in die Tiefe abgeleitet werden kann. Bestehende Kellerwände des Vorgängergebäudes im Bereich des bestehenden Mitarbeiterrestaurants wurden als Baugrubensicherung nachgewiesen und erhalten.
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Projekt: 3-fach Turnhalle, Schwabach
Charakteristisch für die „Goldschlägerhalle“ ist die Holzkonstruktion des weit auskragenden Daches in Verbindung mit den vergleichsweise filigran wirkenden V-Stützen, die aus Lärchenholz gefertigt sind und auf denen das Dach auflagert. Die weitgespannte Dachkonstruktion besteht aus einteiligen Brettschichtholz-Satteldachbindern mit einer Spannweite von 32,40 m und umlaufendem Vordach mit integriertem Trägerrost an den Giebelseiten. Die Aussteifung der Dachkonstruktion wird von den V-Stützen mit Kopffachwerk in Verbindung mit der Dachscheibe übernommen. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad konnte der Rohbau in einer Bauzeit von 8 Monaten realisiert werden.
Geschickt bezieht der Entwurf das Gelände mit ein: Die Sportlerebene, die sich ca. 4,5 m unter der Geländeoberkante befindet, ist vom Schulgelände aus ebenerdig zu erreichen, während Besucher die Halle in der oberen Ebene betreten. Hier wird der Zuschauerbereich von der umlaufenden Glasfassade gefasst, die eine optische Verbindung zu dem Außenbereich herstellt.
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Projekt: Berufliche Schule B14
Die berufliche Schule B14 versteht sich als Kompetenzzentrum für Ausbildungsberufe in den Bereichen Büro, Verwaltung sowie Verkehr. Der Neubau der B14 wurde auf dem Gelände des bereits bestehenden Berufsbildungszentrums in Nürnberg-Schoppershof als 4-geschossige, vollständig unterkellerte Stahlbetonkonstruktion errichtet.
Im Innenbereich des Gebäudes befindet sich eine über alle Geschosse offene Pausenhalle mit je Geschoss umlaufender und frei auskragender Flurzone, an die Brücken zur Querung der Halle angeschlossen sind. Die Randträger der Brücken sind als vorgespannte Fertigteilträger ausgebildet, welche zwischen den Geschossdecken mit Hilfe von Stahleinbauteilen eingehängt wurden. Zur Begrenzung der Verformung sind die Brücken über Stahlzugstäbe von der Decke über dem 3. Obergeschoss abgehängt. Die Decken über dem Erdgeschoss bis 2. Obergeschoss sowie die Decke über dem 3. Obergeschoss des Kopfbaues sind als schlaff bewehrte punktgestützte Flachdecken ausgebildet.
Das Kellergeschoss, deren Stahlbetonkonstruktion als sogenannte „Weiße Wanne“ ausgebildet ist, wird zum größten Teil als Tiefgarage genutzt. Unter der angrenzenden Straße „Am Messehaus“ tritt eine Überschneidung des Untergeschosses mit einem angrenzenden U-Bahnbauwerk auf. Hier gewährleisten eine Tiefergründung des Kellergeschosses mit Bohrpfählen und ein Magerbetonpolster, dass das U-Bahnbauwerk lastfrei gestellt ist.
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Projekt: Zirkelskulptur Wendelstein
8 m hoch erhebt sich die Stahl-Skulptur eines Zirkels über dem Vorplatz des Gymnasiums in Wendelstein. Die Arbeit, die von der Künstlerin Verena Reimann als „Kreis und Gerade“ betitelt wird, fungiert als Eingangs- und Ausgangstor, wie auch als neues Signet für die Schule.
Die Konstruktion der Skulptur besteht aus Hohlprofilen aus nicht rostendem Stahl 1.4301, die Zirkelnadeln am Fuß aus Baustahl S355.
Am Fußpunkt sind die Zirkelschenkel über je einen Ø 100 mm Stabquerschnitt in ein Köcherfundament aus Stahlbeton eingespannt. Die Aussteifung der Konstruktion wird durch die Einspannung in die Fundamente gewährleistet.
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Projekt: Villa Bergblick
Das Einfamilienhaus in Rückersdorf ist zweigeschossig in Hanglage mit einem großen Anteil an hochwertigen Sichtbetonbauteilen errichtet. Es wird ebenerdig von der Straßenseite über die Ebene 0 erschlossen und entwickelt sich hangabwärts mit der Ebene -1 als Gartengeschoss darunter, das großflächig zum Süden hin verglast ist. Das Dach der Ebene 0 ist als Gründach ausgebildet.
Die Massivkonstruktion des Gebäudes bindet nordseitig in den Hang ein, auf der Südseite kragt die Decke über der Ebene 0 teilweise aus. Der Lastabtrag der thermisch getrennten und über die gesamte Gebäudebreite verlaufenden Auskragung erfolgt über einen Deckenversprung mit einer Höhe von 35 cm. Die Brüstungen sowie die Attika sind als Tragelemente ausgebildet und dienen zur Versteifung der Deckenränder. Der Anschluss ist ebenfalls thermisch getrennt mit Einbauteilen ausgeführt.
Den vertikalen Lastabtrag in beiden Ebenen übernehmen überwiegend Wandscheiben aus Stahlbeton und Mauerwerk. In Ebene 0 sind zusätzlich Stahlbetonstützen sowie eine Stahlstütze angeordnet. Das Gebäude ist auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte flach gegründet. Die Aussteifung gewährleisten die Geschossdecken in Verbindung mit den Längs- und Querwänden.
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Projekt: Büro-, Wohn- und Galeriegebäude, Berlin
Das Büro-, Wohn- u. Galeriegebäude am Kunst-Campus in Berlin, das Kunst beherbergt, in dem Kunst und Musik produziert und veröffentlicht wird formuliert die Aufgabe in eine Raumskulptur von großer Erhabenheit, kühner Eleganz, zugleich einfach und erinnerbar und dennoch komplex.
Die Konstruktion ist von den in der Fassadenebene für den vertikalen Lastabtrag angeordneten Vierendeelträgern und Wandscheiben geprägt. Die Vierendeelträger nehmen die Verdrehung der Grundrissebenen im ersten und vierten Obergeschoss auf und tragen ihre Lasten jeweils über die Kreuzungspunkte mit den darunter liegenden Trägerebenen und Wandscheiben ab.
Die als Auflager dienenden auskragenden Wandscheiben sind vertikal durch die darunter verdreht angeordneten Scheiben im Schnittpunkt vertikal gehalten, die Exzentrizität wird von den Auflagern durch die Deckenscheiben aufgenommen. Die Pfosten der Vierendeelträger sind in der Fassade ablesbar, die horizontalen Riegel hingegen werden aus Über- und Unterzügen in dem Raum zwischen den Bodenaufbauten und abgehängten Decken gebildet.
Der massive Kellerkasten der Tiefgarage mit Stahlbetonwänden und einer Stahlbetonbodenplatte in WU-Bauweise wird flächig mit Großbohrpfählen in den tragfähigen Baugrund gegründet. In Bereichen konzentrierter Lasteinleitung verdichtet sich das Raster der Bohrpfähle.
Die Konstruktion nutzt die Möglichkeiten zum Lastabtrag in den Fassadenebenen optimal zur Ausbildung der verdrehten Grundrisse und bietet mit der monolithischen Bauweise gleichzeitig Robustheit und Speichermasse für ein ausgeglichenes Raumklima.
Wettbewerbserfolg: http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Carsten_Roth_gewinnt_Wettbewerb_in_Berlin_3081217.html
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Projekt: Baugrubenverbau Erweiterung Cnopfsche Kinderklinik
Die Cnopfsche Kinderklinik mit Geburtenabteilung befindet sich zentrumsnah in engem städtebaulichem Umfeld. Die Kombination dieser städteräumlichen Situation mit bis zu zwei zu errichtenden unterirdischen Geschossen und direkt angrenzender mehrgeschossiger Bestandsbebauung machte die Planung einer verformungsarmen Baugrubensicherung für das Erweiterungsgebäude notwendig.
Diese wurde im Norden, Osten und Westen des Baugrundstücks als rückverankerte überschnittene Bohrpfahlwand realisiert. Aufgrund der angrenzenden Gebäude wurde der erhöhte aktive Erddruck berücksichtigt. Die überschnittenen Bohrpfahlwände mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern wurden im mürben Sandstein eingespannt und bis zu 3-lagig mit Verpressankern rückverankert.
Im südlichen Bereich, in dem der Neubau an das Bestandsgebäude des Krankenhauses grenzt, waren rückverankerte Unterfangungen der Fundamente sowie Böschungssicherungen im Sandsteinhorizont und rückverankerte Nagelwände aus Spritzbeton notwendig. Die Unterfangungsarbeiten des Bestandes erfolgten sowohl in waagerechten als auch in senkrechten Takten.
Alle Arbeiten wurden unter laufendem Krankenhausbetrieb durchgeführt. Erschütterungen durch den Baustellenbetrieb wurden durch ein entsprechendes Monitoring digital überwacht.
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Projekt: Uhlmann heartbeat
Grundlegende Idee ist, alle Funktionsbereiche des Unternehmens unter einem Dach zu vereinigen und ein modernes und ganzheitliches Gebäude zu schaffen, das mit dem Palettenturm, der weithin sichtbar zu erkennen ist, dem Gebrauchswert wie auch dem kulturellen Selbstverständnis des Unternehmens zu entsprechen.
Das Konstruktionsraster von 15m (2 x 7,5m) x 25m bildet das konstituierende Element des Wettbewerbsentwurfs. Die nutzungsneutrale Ausbildung erlaubt eine langfristige, nachhaltige Benutzung der Struktur. Vorgeschlagen wird eine Stahlbetonstruktur, die die Bestände respektiert und sinnvoll integriert. Ausschnitte im Obergeschoss generieren die geforderte Funktionalität für Büronutzungen.
In den Produktionsgeschossen mit Kranbahnen bedingt das Konstruktionsraster hohe Konstruktionshöhen, welche im Erdgeschoss einheitlich über das ganze Areal projektiert werden. Die Geschosshöhe beträgt hier 8,40m bis 8,60m. In den weitgespannten Bürogeschossen werden gegenüber der Produktion mit „Vormontage“ reduzierte Geschosshöhen vorgesehen. Die Geschosshöhe im Erdgeschoss beträgt hier 4,00m bzw. 6,80m für die Produktion.
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Projekt: Fußgängerbrücke über die B426A
Die neue Fußgängerbrücke verbindet die Rheinstraße in Mühltal mit dem Gewerbepark und führt über die Bundesstraße B426A. In zentraler Achse vom Parkplatz an der Rheinstraße kommend weitet sich der Treppenlauf von unten nach oben hin auf, so dass die Treppe angenehm begangen werden kann. Im oberen Bereich schaffen Aufweitungen Raum für die Schiebespuren für Kinderwägen und Fahrräder, wobei die Mindestbreite von 3 Metern auch im sich verengenden Mittelbereich eingehalten wird. Am südlichen Ende knickt der Brückenverlauf nach Westen hin ab, um eine optimale Wegeführung für Fußgänger in Richtung Gewerbepark zu ermöglichen.
Brücke und Treppenanlagen bestehen aus verschweißten Stahlblechkonstruktionen. Die offene Untersicht im Brückenbereich reagiert auf die Querschnittsreduktion in diesem Bereich und die Treppenanlagen wirken als Hohlkästen mit einem mittig verlaufenden Grat. Der variierende Querschnitt des Überbaus orientiert sich an den Spannweiten zwischen den Stützen, den Auflagern und dem sich daraus ergebenden Momentenbild. Somit sorgt die gewählte Konstruktion für eine hohe Steifigkeit und Tragfähigkeit der Brücke. Der Unterbau besteht aus zwei Stützbereichen mit je drei schräg angeordneten Rundrohren, die sich über die Gründungskörper vereinen. Diese Stützbereiche sind als Tiefergründung über geneigte Gewi-Pfähle mit einem Pfahlkopfbalken verbunden, wobei die Schrägstellung der Pfähle die Lastabtragung der Horizontalkomponenten sicherstellt.
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Projekt: Erweiterung Hochschule Ansbach
Auf dem Nordgelände der Hochschule in Ansbach wurde im Herbst 2012 das neue Hörsaal- und Verwaltungsgebäude eingeweiht. Bei dem Neubau handelt es sich um einen dreigeschossigen Kubus in Massivbauweise mit im Grundriss exzentrisch angeordnetem Innenhof.
Die Tragkonstruktion gliedert sich im Wesentlichen in zwei Hauptbereiche: den mit vorgespannten Vollfertigteilen überspannenden Hörsaal- und Seminarbereich und den mit Stahlbetonflachdecken konzipierten Verwaltungstrakt. In den Sonderbereichen um den Innenhof wurden die Flachdecken geschossweise als auskragende Deckenplatten hergestellt um für die Optik der Innenhoffassade ohne massive vertikale Tragglieder auszukommen und schmale Deckenansichten zu gewährleisten. Die auskragenden Deckenbereiche wurden mit nichtlinearen Rechenverfahren untersucht um die sich einstellenden Verformungen an der Deckenstirn möglichst genau zu ermitteln. Hierfür wurde eng mit der ausführenden Rohbaufirma hinsichtlich Überhöhungen, Nachunterstützungen und Belastungsszenarien im Bauzustand zusammengearbeitet, um die Verträglichkeit der Deckenverformungen mit der SG-Fassade des Innenhofes (mit Zustimmung im Einzelfall) zu gewährleisten.
Die innenliegenden vertikalen Tragglieder im Verwaltungstrakt sind weitgehend als Stützen aufgelöst um hier eine maximale Grundrissflexibilität zu erreichen. Die tragenden Außenwände sind als Lochfassade in Stahlbeton mit Öffnungsbreiten bis etwa 12m und vorgehängter Klinkerfassade ausgebildet.
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Projekt: Baumwipfelpfad im Tiergarten
Der Waldklimapfad im Nürnberger Tiergarten ist ein barrierefrei nutzbarer Baumwipfelpfad von 450 Metern Länge und bis zu 20 Metern Höhe. Er schlängelt sich durch bewaldetes Terrain des Tiergartens und thematisiert Klima- und Naturschutzthemen. An der höchsten Stelle ist ein „Grünes Klassenzimmer“ errichtet, in dem Schulgruppen zu Naturschutzthemen arbeiten können.
Die Konstruktion besteht aus Douglasienholz und wird durch aneinandergereihte, über Dreibeinstützen verbundene Stege, sogenannte Stegschüsse, gebildet. Die Stegschüsse haben eine maximale Einzellänge von 35 Metern und eine Breite von ca. 3 Metern. Hauptträger und Bodenelemente bestehen aus Brettschichtholz und Stahlträgern. Das Gebäude des grünen Klassenzimmers ist auf acht Douglasienstämmen errichtet und die Tragkonstruktion ist mit Leimholzbindern, einer Brettschichtholz-Bodenplatte und einer gedämmten Holzständerkonstruktion errichtet.
Die Aussteifung der Pfadkonstruktion erfolgt über die scheibenartige Ausbildung der Pfadfelder in Verbindung mit den Dreibeinstützen und der geknickten Grundrissfigur als zusammenhängende Gesamtkonstruktion. An den beiden Stegenden sind Widerlager in Stahlbeton angeordnet, auf welchen die Stegträger zug- und druckfest aufgelagert sind.
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Projekt: Lärmschutzwand GDC
Die Lärmschutzwand, die im Zuge der Errichtung der Logistikzentrale der Firma Gries Deco Company notwendig wurde und gleichzeitig als witterungsgeschützter Weg zwischen Hochregallager und Kommissionierungsgebäude dient, ist als Stahlkonstruktion in Rahmenbauweise ausgeführt.
Als Rahmenriegel und Stiele wurden im Regelbereich IPE-Profile verwendet. Im Randbereich mit erhöhter Windlast sind diese Profile als aus Blechen zusammengesetzte Schweißprofile mit den Außenabmessungen der IPE-Profile des Regelbereiches gefertigt. Die einzelnen Querrahmen werden in jeder Ebene über U-Profile in Längsrichtung gekoppelt.
Die Aussteifung der Konstruktion in Querrichtung übernehmen Stahlrahmen, die im Abstand von 2,0 m aufgestellt sind. Das jeweils unterste (Durchgang) und oberste Rahmenfeld wird hierbei ohne Verbände ausgeführt, die beiden mittleren Felder werden durch Wandverbände ausgesteift. Die Aussteifung in Längsrichtung wird über Wandverbände sichergestellt. Die allseitige Verkleidung der Stahlkonstruktion aus Faserzementplatten ist zwängungsfrei an den Rahmenstielen der Unterkonstruktion befestigt.
Der Anschluss der Stahlkonstruktion an die Gründungsbauteile der massiven Stahlbetonkonstruktion erfolgt über Einbauteile mit nachträglichem Verguss. Die Kippsicherung der Gründungsbauteile wird durch die Erdauflast sichergestellt.
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Projekt: Neugestaltung Kircheninnenraum
Das mit seiner abstrakten Baumstruktur organisch und gleichzeitig geometrisch anmutende Emporenmöbel wurde im Rahmen der Umgestaltung der Dreieinigkeitskirche in Nürnberg-Gostenhof in den Kircheninnenraum integriert. Es ersetzt die alte, abgebrochene Empore.
Die Seitenwände des Emporenelements sind als stabile Holzständerwände ausgeführt, während die Decke und die Tribüne aus Brettsperrholzelementen bestehen. Das Astwerk wurde in Baubuche umgesetzt. Eine neue Stahlbetonbodenplatte bildet das Fundament, auf dem die Wände sowie die Aststützen verankert wurden. Die Aststützen sind selbsttragend und werden zur Erhöhung der Stabilität sowohl an das Emporenmöbel als auch an die Sandsteinsäulen angeschlossen. Im Zuge der Neugestaltung wurden zudem zahlreiche, kleinteilige Ertüchtigungs-, Umbau- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt und durch uns tragwerksplanerisch entwickelt und statisch-konstruktiv begleitet.
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Projekt: Schwarzachbrücke (BW 152c)
Das Ziel der Nachrechnungsrichtlinie besteht darin, die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit bestehender Straßenbrücken, unter Berücksichtigung des gestiegenen Verkehrsaufkommens und der Weiterentwicklung der Bautechnik, realistisch zu beurteilen.
Im Rahmen eines Pilotprojektes zur Einführung der Nachrechenrichtlinie wurden in Nord- und Südbayern insgesamt 10 Autobahnbrücken überprüft. Wir wurden damit beauftragt, das Bauwerk 152c zu untersuchen.
Bei dem Überführungsbauwerk handelt es sich um eine, im Grundriss leicht gekrümmte, Spannbetonbrücke aus dem Jahre 1970. Sie überspannt den Zusammenfluss der Flüsse Schwarzach und Naab.
Der Überbau ist ein doppelter, zweistegiger, schiefer Plattenbalken der über 4 Felder spannt. Die Längsträger, Querträger und die Fahrbahnplatte wurden für die 1970 gültige Brückenklasse 60 nach DIN 1072 beschränkt vorgespannt. Die längsvorgespannte Brücke besitzt keine Koppelfugen.
Die beiden mittleren Pfeilerreihen stehen, von Spundwandkästen umschlossen, im Wasser und sind wie die Widerlager flach gegründet.
Für die FE-Modellierung des Statischen Systems wurde ein Stabsystem mit orthotroper Fahrbahnplatte generiert.
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Projekt: Vordach Messe Nürnberg
Am Messezentrum Nürnberg wurde im Bereich des Eingang West und der Taxivorfahrt eine neues Vordach mit etwa 120 Metern Gesamtlängen errichtet.
Die im Grundriss S-förmige Konstruktion wurde als modulare Stahlkonstruktion geplant. Tragende Elemente sind ein durchlaufender Hohlkastenträger, das sogenannte Rückgrat, in Verbindung mit eingespannten Stahlstützen. Die aus einem Bodenblech mit aufgesetzten Steifen gefertigten flügelförmigen Auskragungen am Hohlkastenträger betragen auf einer Seite 5,0m und auf der anderen Seite 3,0m bzw. 1,35m.
Die Dachentwässerung und die Elektroinstallation wurde in den rechteckigen als Schweißprofile gefertigten Hohlprofilstützen integriert.
Die Gründung der Stahlstützen erfolgte im Regelbereich auf Fertigteil-Einzelfundamenten. In Sonderbereichen wurde das Vordach auf einer bestehenden Tiefgarage gegründet. In diesem Bereich erfolgt die Lastabtragung zur Minimierung der Aufbauhöhen über Stahlträger, die die Auflagerkräfte direkt in die in diesem Bereich liegenden Wände ableiten.
Das Bauvorhaben musste aufgrund des laufenden Messebetriebes in zwei Bauabschnitte aufgeteilt werden. Im ersten Bauabschnitt wurden die Gründungsarbeiten, die Erschließung für das Vordach ausgeführt und die Straßen- und Gehwegoberflächen wieder hergestellt. Im zweiten Bauabschnitt wurde die Stahlkonstruktion errichtet. Die Dachelemente wurden in Größen von etwa 2,4m x 8,0m mit vollständigem Korrosionsschutz vorgefertigt und vor Ort mit innenliegenden und verdeckten Schraubanschlüssen montiert.
Durch die gewählte Modulbauweise der Stahlkonstruktion in Verbindung mit den als Fertigteile ausgeführten Fundamenten konnte ein effektiver Bauablauf gewährleistet werden.
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Projekt: Akademie der Bildenden Künste
Mit dem Neubau für Kunstpädagogik entlang der Bingstraße in Nürnberg ist eine Erweiterung der Akademie der Bildenden Künste entstanden, die mit ihren Öffnungen und dem „schwebenden“ Dach im baukünstlerischen Kontext zu den denkmalgeschützten Gebäuden von Sep Ruf steht.
Eine zusammenhängende Dachlandschaft verbindet die drei neuen Gebäude für Ateliers, den großen Malsaal sowie die Seminarräume zu einer Gesamteinheit.
Das Zentrum bildet der sogenannte „Kommunikationspavillon“ mit Café, großem Malsaal, Bilderlager und Multifunktionsraum für Veranstaltungen. Als Entrée und neuer Hauptzugang zu dem Akademiegelände ist dem Café ein offener Hof vorgelagert. In dem westlich hieran anschließenden Baukörper sind die Ateliers der Kunstpädagogen untergebracht, die sich um einen Innenhof gruppieren und über einen offenen, überdachten Gang miteinander verbunden sind. Östlich an den Kommunikationspavillon schließt das Gebäude an, das die Seminarräume beherbergt, welche ebenfalls um einen Innenhof angeordnet sind. Hier befinden sich die Gänge innerhalb des Gebäudes und sind durch eine großzügige Glasfassade von dem Innenhof getrennt.
Zwischen den einzelnen Gebäudeteilen werden die Verkehrsflächen stützenfrei zwischen 12 und 28 m mit einer Dachkonstruktion überspannt, welche entlang der Bingstraße bis 5,5 m auskragt. Das Tragwerk der Überdachung ist als geschweißte Stahlblechkonstruktion mit Überhöhung ausgeführt und über Sondereinbauteile punktuell an den Massivdecken der Gebäude angeschlossen.
Die Gebäude sind eingeschossig ausgeführt, der Kommunikationspavillon ist teilunterkellert.
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Projekt: Umbau Dachstuhl Rathaus
Das bestehende Rathausgebäude hat einen L-förmigen Grundriss mit abgestrebten Pfettendachstuhl. Die Nutzung des bestehenden Dachstuhls über dem Sitzungssaal, dem Treppenhaus und der Bürgermeisterei sollte geändert werden. Eine flächige Dachschalung war nicht vorhanden. Vorhandenen Holzbauteile des Dachstuhls waren teilweise beschädigt und mussten ausgetauscht bzw. saniert werden.
Zur Abtragung der Lasten infolge der Umnutzung des Dachstuhls und des Speichers wurde eine neue Stahltragkonstruktion in die Dachkonstruktion eingebaut. Hierzu wurden Sprengwerke und Verstärkungsträger aus Stahl in den Hauptachsen des Pfettendachstuhls angeordnet. Die Lasten auf das Dachtragwerk wurden durch eine detailliert definierte Montageabfolge in die neuen Stahlbauteile und damit in die bestehenden Mauerwerkswände eingeleitet. Die erhalten gebliebenen Holzbauteile des Pfettendachs tragen im Endzustand lediglich ihr eigenes Gewicht.
Der Dachaufbau bzw. der Geschoßdeckenaufbau wurde im Bereich des Spitzbodens verändert, um die Anforderungen an die Schall- und Wärmedämmung zu erfüllen. Im Bereich über der Bürgermeisterei wurde ein Warmdach, in allen restlichen Bereichen ein Kaltdach ausgeführt. In den Bereichen des Sitzungssaales und der Bürgermeisterei wurde eine zweite Fußbodenebene als Stahlkonstruktion über der bestehenden Fußbodenebene (Decke über 1. Obergeschoss) ergänzt. Die bestehende Geschossdecke im Bereich über dem Sitzungssaal und der Bürgermeisterei erhalten keine neuen Lasten aus der Umnutzung und trägt lediglich ihr Eigengewicht sowie die Ausbaulasten der abgehängten Decke im Sitzungssaal.
Die oberste Geschossdecke über dem Sitzungssaal und der Bürgermeisterei, sowie die Kehlsparrenebene über dem Treppenhaus wurden im Zuge dessen energetisch und brandschutztechnisch aufgewertet.
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Projekt: Haltestellen Mannheim
Die neuen Haltestellenhäuschen werden als geschweißte Stahlkonstruktion aus Hohlprofilquerschnitten ausgeführt. Die Stahlkonstruktion wird als „Baukastensystem“ bestehend aus der vorgefertigten Grundkonstruktion und der aufgesetzten Dachkonstruktion, die ebenfalls im Werk verschweißt wird, konzipiert. Die Verbindung untereinander erfolgt vor Ort über Einschieblinge und Verschraubung oder Baustellenschweißung.
Die Grundkonstruktion wird als vollverschweißte Hohlprofilkonstruktion aus Quadrathohlprofilen geplant. In den Rück- und Seitenwänden werden hierbei zur Aussteifung der Konstruktion Diagonalstreben angeordnet, die auch eine ausreichende Minimierung der Schwingungsanfälligkeit gewährleisten. Die Anordnung und Neigung der Diagonalen variiert zwischen den einzelnen Haltestellenhäuschen. Der Korpus der Dachkonstruktion wird gleichfalls aus vollverschweißten Quadrathohlprofilen hergestellt. Für die vertikalen und horizontalen Profile werden Quadratrohre 100x100mm vorgesehen, die Diagonalenquerschnitte können mit kleineren Abmessungen ausgeführt werden. Durch Anpassung der Wandungsstärke je nach Beanspruchung kann die Konstruktion optimiert werden.
Der Anschluss der Stahlkonstruktion wird zur Gewährleistung eines größtmöglichen Toleranzausgleichs als Dübelkonstruktion ausgeführt. Die Gründung der Haltestellenhäuschen erfolgt auf einer Stahlbetonbodenplatte, die auf einem frostsicheren Aufbau aufgelagert wird.
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Projekt: Neubau TLM-Halle
Der Neubau der Industriehallen für die Wiederaufbereitung der Transformatoren gliedert sich in die TLM-und Schwerlasthalle, die Verbindungshalle, den zweigeschossigen Sozialtrakt sowie den Trocknungsofen mit der darüber liegenden Haustechnikzentrale.
Die Hallen wurden als Stahlkonstruktion aus Walz- und Schweißprofilen hergestellt, wobei die TLM- und Schwerlasthalle als ein zusammenhängender Baukörper ausgeführt wurde. Die Grundrissflächen werden von Rahmen- und Fachwerkträgerkonstruktionen überspannt, die durch Dachverbände stabilisiert sind. Der Trocknungsofen und das Sozialgebäude hingegen wurden als massive Stahlbetonkonstruktion errichtet.
In der TLM-Halle befindet sich eine Kranbahn mit einer Nutzlast von 50to, in der Schwerlasthalle ist der gleichzeitige Betrieb zweier Kranbahnen mit einer Nutzlast von jeweils 250to möglich. Die Kranbahnträger wurden aufgrund der hohen Belastung als Schweißprofile mit einer Querschnittshöhe von bis zu 1800mm realisiert. Bereichsweise wurden zur Stabilisierung und Aufnahme der Horizontallasten zusätzliche Horizontalverbände angeordnet. Die Auflagerung an den ebenfalls aus Schweißprofilen hergestellten Hallenstützen erfolgte auf ausgeklinkten Auflagerkonsolen, wobei Stützenabmessungen von bis zu 1300mm x 1600mm erforderlich wurden. Die Stabilisierung dieser sogenannten Megastützen erfolgt über liegende Aussteifungsverbände.
Aufgrund der hohen Nutzlast auf der Bodenplatte (200kN/m²) durch das Verfahren der Transformatoren mit Luftkissenfahrzeugen, der geforderten geringen Setzungsdifferenzen und dem nur bedingt tragfähigen Baugrund erfolgte die Fundierung als kombinierte Pfahl-Plattengründung mit umlaufenden Fundamentbalken.
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Projekt: Gymnasium Wendelstein
Der Neubau des Gymnasiums in Wendelstein bei Nürnberg umfasst ein dreigeschossiges Schulgebäude in Massivbauweise mit zentraler Aula und Teilunterkellerung sowie eine Dreifachsporthalle mit Nebenräumen.
In die energetisch günstige, kompakte Geometrie des Hauptgebäudes ordnet sich der nicht überdachte Pausenhofbereich ein. Die Erweiterung um einen Klassenraumtrakt schließt sich an der Schmalseite des Gebäudes an und orientiert sich um einen weiteren offenen Hofbereich. Alle Bereiche wurden mit hoher Sichtbetonanforderung erstellt.
Um die geforderte maximale Grundrissflexibilität zu erreichen, wurden wandartige Träger als Tragsystem gewählt, was die Realisierung einer unterzugsfreien Deckenuntersicht und weit gespannte Erdgeschosszonen ermöglichte. Im Bereich des Innenhofzugangs werden die vertikalen Tragglieder in wenige schlanke Einzelstützen aufgelöst.
Die sich über 3 Geschosse erstreckende, innenliegende Aula mit Grundrissabmessungen von etwa 18,5 x 18,5m wird über eine Trägerrost-Lichtdecke aus elementierten, vorgefertigten Stahlhohlprofilen mit Tageslicht versorgt. Ebenso ist die Dachkonstruktion der Turnhalle als leichte Stahlbinderkonstruktion aus Hohlprofilen mit maximal möglichem Installationsgrad hergestellt.
Der fugenlos errichtete Massivbau mit im Regelfall schlaff bewehrten Stahlbetonflachdecken ist in den auskragenden Deckenbereichen der Aulaumgänge mit durch Monolitzen vorgespannten Elementdecken zur Begrenzung der Verformungen errichtet.
Die tragende Außenfassade aus Stahlbetonfertigteilelementen mit integrierter Dämmebene gewährleistet einen minimierten Wandaufbau mit einem energetisch optimierten Verhältnis zwischen Bruttogeschoss- und Nutzfläche. Bauteilaktivierung in den Geschossdecken ergänzt die Einbindung energetischer Maßnahmen in die Tragkonstruktionen.
An das dreigeschossige Schulgebäude gliedert sich die im Wesentlichen in das Gelände eingelassene Dreifachturnhalle mit Nebenräumen an. Der Einschub der Turnhalle in das Gelände und das anstehende Grundwasser machte die Ausführung als Weiße Wanne notwendig. Außerdem gewährleisten zusätzliche Zugpfähle die Auftriebssicherheit im Bau- und Endzustand.
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Projekt: Zentral an der Saal
Die Wohnanlage ist ein vier- bis fünfgeschossiges Gebäude als Massivbau auf einer über Bohrpfählen gegründeten Tiefgarage.
Die Wohnungen gruppieren sich hufeisenförmig um einen offenen Innenhof. Die Erschließung erfolgt über die am Innenhof angeordneten Laubengänge. An der Straßenseite wird die Fassade markant durch angesetzte Loggien als leichte Konstruktionen aus Stahl- und Holzbauteilen gegliedert. Die Außenwände und die Bodenplatte der Tiefgarage sind als WU-Bauteile ausgeführt. Die Konstruktionen sind monolithisch ohne Dehnfugen ausgebildet.
Im Hinblick auf eine nachhaltige Bauweise erfüllt das Gebäude die Anforderungen eines KFW Effizienzhaus 55.
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Projekt: Kunst am Bau – Schaumskulpturen
Im Rahmen eines Kunst am Bau Projektes wurden im Hof der staatlichen Feuerwehrschule Regensburg zwei Schaumskulpturen aufgestellt. Die beiden Skulpturen wurden als Ergebnis eines Optimierungsprozesses als Schalenkonstruktion mit 5cm Dicke im Werk vorgefertigt und zum Bauort transportiert.
Als Werkstoff wurde Glasfaserspritzbeton verwendet. In diesen wurde zusätzlich vierlagig Glasfasergewebe eingearbeitet. Die Abmessungen der großen Skulptur betragen im Grundriss ca. 5,7m x 3,0m. Die maximale Höhe im Bereich der Kuppel liegt bei ca. 2,0m. Die kleinere Skulptur überspannt bei einer Höhe von ca. 1,1m eine Grundfläche von ca. 4,3m x 2,6m. Am Aufstellort wurden die Schaumskulpturen auf die bauseitigen Stahlbetonplatten gesetzt.
Die Skulpturen wurden im Werk an einem Stück gefertigt. Hierzu wurden dreidimensionale Schalungskörper gefräst und anschließend mit einer Kunstharzbeschichtung versehen.
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Projekt: Cargo Mega Terminal
Neubau der Stahlkonstruktion für das Dubai Cargo Mega Terminal, einem Lager- und Verteilzentrum für Luftfrachtcontainer.
Das siebengeschossige Bauwerk ist über horizontal und vertikal verlaufende Verbände sowie bereichsweise über Portalrahmen ausgesteift und wird über eine Kombination einer Stahlbetonbodenplatte mit Stahlbetonpfählen gegründet.
Die Nachweise für die maximalen Verformungen und ausreichende Tragfähigkeit erfolgten sowohl für ruhende Eigengewichts- und Verkehrslasten als auch für die Erdbebenlasten, die sich aus der Einordnung des Gebäudes in Zone 2A gem. UBC ergeben. Die max. Beschleunigungen wurden aus der Überlagerung der Bauwerkseigenformen mit dem Antwortspektren nach UBC (Seil Class C) ermittelt.
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Projekt: Neue VR-Bank Nürnberg
Der Neubau des Büro- und Verwaltungsgebäudes mit integrierter Bank-Geschäftsstelle und SB-Zone im Erdgeschoss für die VR Bank Nürnberg gliedert sich konstruktiv in vier Hauptelemente: Der 11-geschossige Büroturm 1, der 6-geschossige Büroturm 2, die beide Türme verbindende 2-geschossige Kundenhalle und der sich unter dem gesamten Bauwerk erstreckende Kellerkasten.
Die Geschossdecken der Bürotürme werden zur Erzielung einer stützen- und unterzugsfreien Deckenuntersicht als verbundlos, in freier Spanngliedlage vorgespannte Stahlbetonflachdecken mit einer Stärke von 32cm ausgeführt. Die Auflagerung der Decken erfolgt auf den Kernwänden sowie auf einem in der Fassade umlaufenden Stützenkranz aus Quadratstützen 30 x 30cm. In der Kundenhalle wird die Dachdecke als Tischkonstruktion aus Stahlbetonunterzügen in Sichtbetonqualität hergestellt.
Die Gründung erfolgt über den als WU-Konstruktion ausgebildeten Kellerkasten, wobei die Kelleraußen- und Kernwände als wandartige Träger wirkend die Stützenlasten in die unter der Bodenplatte angeordneten Bohrpfähle (d=1,2m) einleiten.
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Projekt: Gebäude 38
Die Konstruktion des Technologie- und Applikationszentrums der Siemens AG in Erlangen gliedert sich in zwei Hauptbauwerke: Den 5 geschossigen Bürobau und die angrenzende Applikationshalle.
Schon in der Bearbeitung des Gutachterverfahrens waren der vorgegebene knappe Zeitrahmen von 10 Monaten für die Bauzeit, die flexible Nutzung der Grundrisse und die Klimatisierung der Bürogeschosse über thermoaktive Decken (TAD) die wesentlichen Randbedingungen zur Entwicklung des Tragwerks.
Die Minimierung der Bauzeit wurde durch die Wahl einer Vollfertigteilbauweise ab dem Erdgeschoss im Bürobau erreicht. Die tragenden Aussenwände wurden als schachbrettartig angeordnete Stahlbetonsandwichwandplatten mit einer 16cm starken Tragschale ausgeführt. Seriell vorgefertigte Fassadenelemente werden in die immer wiederkehrenden gleichbleibenden Öffnungen eingesetzt.
Neben dem vertikalen Lastabtrag im Regelbereich übernehmen die Stahlbeton-fassadenelemente durch Ihre fachwerkartige Überschneidung auch den Lastabtrag der östlichen Auskragung von vier Geschossen.
Die Aufnahme und Weiterleitung der durch die Auskragung entstehenden vertikalen Zugkräfte in der Fassadenebene werden durch in Hüllwellrohren integrierte Bewehrungsführungen gewährleistet. In der Horizontalen wirkende Zug- und Druckkräfte werden über vergossene Schubknaggen in die Decken abgeleitet und über die massiven Gebäudekerne kurzgeschlossen.
Die Deckenplatten wurden als 2,7m breite Vollfertigteiltrogplatten mit einem 16cm starken Deckenspiegel konzipiert, die in den Fassadenachsen und auf einem Mittelunterzug aufliegen. Die Register für die Bauteilaktivierung wurden bereits im Fertigteilwerk verlegt und unter Druck gesetzt und mussten so auf der Baustelle nur noch an die Hauptstränge angeschlossen werden. Die Zwischen-räume zwischen den für die Begrenzung der Deckenverformungen erforderlichen, nach oben gerichteten, Aufkantungen der Trogplatten wurden für den Verzug der Elektro- und Datenverkabelungen unter den Hohlraumböden genutzt.
Die kraftschlüssige Verbindung der Deckenelemente untereinander und an die aussteifenden Gebäudekerne und Fassadenebenen erfolgt über eine schmalen Vergussstreifen im Randbereich.
Die Auflagerungen der Deckenelemente auf den Vollfertigteilunterzügen und der Unterzüge auf den Vollfertigteilstützen erfolgt ohne Vergussbereiche über Kontaktstoss.
Die Dachkonstruktion der an das Bürogebäude angrenzenden Applikationshalle wurde als frei spannende Spannbetonplattenbalkendecke in Halbfertigteilbauweise mit einer 10cm starken Ortbetonergänzung. Die Stege der Deckenkonstruktion gehen ohne Versatz in die 20cm schlanken Ansichtsbreiten der Aussenstützen über.
Die frühzeitige Integration des Tragwerkentwurfs in den Gebäudeentwurf und die kontinuierliche und enge Abstimmung in der Planung sowie die optimale Nutzung der Materialeigenschaften und Vorfertigungsmöglichkeiten des Werkstoffes Beton ermöglichten die Realisierung dieses Bauvorhabens in dem vorgegebenen engen Zeitrahmen bei gleichzeitig minimierten Herstellungskosten.
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Projekt: Kunstspeicher Prantl
In der Gemeinde Pöttsching in Österreich entstand ein Kunstspeicher für den inzwischen verstorbenen österreichischen Bildhauer Karl Prantl und seine als Malerin arbeitende Frau Uta Prantl.
Das Gebäude sollte in dem als Bildlager dienenden Obergeschoss zum einen den klimatischen Ansprüchen eines Museums und zum anderen dem künstlerischen Entwurf des Architekten mit einer weiten Auskragung, die durch eine Fuge vom Sockel getrennt ist, gerecht werden.
Die Auskragung selbst und die Lastübertragung in der am maximal beanspruchten Rahmeneck angeordneten Fuge stellen eine hohe konstruktive Anforderung an die tragend ausgebildeten Wandflächen in Verbindung mit den quer spannenden massiven Stahlbetondecken dar.
Die freie Auskragung des Obergeschosses beträgt ca. 17,5 Meter. Die Gründung erfolgt über eine elastisch gebettete Plattengründung mit massiver Randverstärkung.
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Projekt: Infrastrukturgebäude - Adidas Allround
Das Infrastrukturgebäude -Allround- dient in erster Linie der Bewirtschaftung der World of Sports. Als logistisches Verteilerzentrum versorgt es darüber hinaus auch die weiteren adidas-Standorte in Herzogenaurach. Das Gebäude ist hinsichtlich der Nutzungsbereiche in zwei Bauteile untergliedert:
Den nördlichen Logistik- und Lagerbereich inklusive Büro und Copycenter und den südlichen Technikbereich. Der Gesamtgrundriss mit innenliegendem Werkhof hat die Form eines Parallelogramms mit einer Abmessung von ca. 100 x 70 Meter.
Die Decken der 2-geschossigen Bereiche sind punktgestützte und linienförmig gelagerte Stahlbetonflachdecken. Der 1-geschossige Bereich der Lager- Technikbereiche wird mit vorgespannten pi-Plattendecken in Halbfertigteilbauweise überdacht.
In Teilbereichen ist der Baukörper unterkellert. Der Keller wird als Stahlbetonkonstruktion in WU-Bauweise errichtet.
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Projekt: Versuchshalle der TU Darmstadt
Für die Einrichtung eines Sonderforschungsbereichs des Fachbereichs Maschinenbau wurde ein Neubau erforderlich, da sich die dafür notwendigen Geräte auf Grund ihrer Dimensionen und ihrer Anzahl nicht innerhalb vorhandener Gebäude der TUD unterbringen ließen.
Die Versuchshalle wurde in Stahlbauweise mit Zweigelenkrahmen errichtet, daran anschließend ein Bürogebäude als Massivbau.
Eine konstruktive Besonderheit der Hallenkonstruktion stellen die seitlich angeordneten „Kiemen“ dar, die zum einen den Sonnenschutz für die dahinter liegenden Fensterbänder gewährleisten als auch den Inhalt des Sonderforschungsbereiches thematisieren - Technologieentwicklung zur Umformung.
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Projekt: Gemeindezentrum Thomasgemeinde
Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um ein eingeschossiges Gebäude im Stadtteil Neuhermsheim. Das Tragsystem gliedert sich im Wesentlichen in drei Grundelemente: Das Dach, die Fassade und die zum Hof orientierten Stützen. Die Dachfläche ist als schlaff bewehrte Stahlbetondecke konzipiert. Die Decke lagert mit ihrem ausgeschnittenen Rand am Hof auf sandgefüllten Stahlhohlprofilstützen; an den drei Außenseiten auf den Stahlbetonfertigteilen der Fassade.
Die Bemessung der Fertigteile erfolgte anhand eines nichtlinearen FE-Modells, an dem die erforderliche Bewehrung für die einzelnen Elemente ermittelt wurde. Bei einer Expositionsklasse von XC4 wurden die tragenden Fassadenelemente mit nur 15 cm Konstruktionsstärke gefertigt. Die Verbindung zwischen dem Fassadenfertigteil und der Decke erfolgt über Bewehrungsanschlüsse aus dem Attikabalken des Fertigteils, die im Ortbeton der Deckenplatte vergossen werden. Der Attikabalken dient gleichzeitig als Randschalung für die Deckenplatte. Der nach unten gespiegelte Attikabalken wirkt dort als Fundamentbalken, der auf dem Gründungsbauteil mittels Dornen in Hüllrohren befestigt wurde. Durch die Spiegelung konnte die organisch geformte Fassadenstruktur mit nur zwei Systemschalungen abgebildet werden.
Das Gebäude wurde durch die Architektenkammer Baden-Württemberg ausgezeichnet. Link zu: Beispielhaftes Bauen der Architektenkammer Baden-Württemberg 2007 - 2013
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Projekt: Drei Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen
Die drei Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage und Nebenanlagen in dem Baugebiet südlich der Hirschplanallee in Oberschleißheim, sind als viergeschossige, unterkellerte Massivbauten errichtet. Die als wasserundurchlässige Konstruktionen erstellten Tiefgaragen sind nur zum Teil von den Gebäuden überdeckt (5,50 m Überdeckung), während der größere Bereich (11 m) erdüberschüttet als Spielplatz, Terrasse und Grünfläche genutzt wird.
Die Pultdächer sind als Holzkonstruktionen ausgeführt, deren Mittelpfetten durch Stahlstützen unterstützt sind. Für die Ausbildung von Dachterrassen sind die Pultdächer zum 2. Obergeschoss zurückversetzt gestaltet. Umlaufende Ringanker sowie in die Obergeschossdecke eingespannte Kragstützen steifen die Dachebene aus. Sämtliche Decken sind in Stahlbeton, tragende Wände in Mauerwerk bzw. Stahlbeton ausgeführt. Jeweils eine Außenwand des Gebäudes in Längsrichtung wird über einen Unterzug in der Tiefgarage abgefangen, der versetzt zu den Tiefgaragenstützen angeordnet ist. Dies machte die Ausbildung von zweigeschossigen wandartigen Trägern notwendig, um die Lasten aus dem Unterzug in die Tiefgaragenstützen einzuleiten.
Die Gebäude sind auf elastisch gebetteten Stahlbetonbodenplatten mit Bodenplattenverstärkungen unter den Stützen gegründet.
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Projekt: Überführung der St2239 über die A6
Bei der Überführung der St2239 über die BAB A6 Nürnberg–Heilbronn in Penzendorf bei Schwabach handelt es sich um ein Rahmenbauwerk mit einem Überbau aus gevouteten Verbundfertigteilträgern mit Ortbetonergänzung, die in die massiven Widerlager eingespannt sind. Die Gesamtquerschnittshöhen des Überbaus liegen zwischen 1,47 m in Feldmitte und 2,02 m an den Widerlagern. Die massiven Widerlager sind auf je 5 Bohrpfählen gegründet.
Für die Herstellung der Stahlverbundträger wurden zuerst die Stahlträger in einem Stück im Werk gefertigt und an das Betonfertigteilwerk geliefert. Hier erfolgte die Aufbetonierung von 12 cm starken Halbfertigteilplatten. Die so hergestellten Verbundfertigteile wurden auf der Baustelle in ihre endgültige Lage positioniert und die Rahmenecken wurden bis zur Oberkante Halbfertigteilplatte betoniert. Dies gewährleistete die Kippaussteifung sowie die Einspannung in die Widerlager während der Betonage der Ortbetonergänzung. Daraufhin wurde die Ortbetonergänzung aufgebracht. Der Kreuzungswinkel beträgt 86,02 gon. Lastmodell 1 gemäß EN 1991-2:2003 (D)
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Projekt: Einfamilienhaus in Hofheim am Taunus
Das als Massivkonstruktion erbaute Einfamilienhaus, bestehend aus Erd- und Obergeschoss ist auf einem Hanggrundstück errichtet und im Norden in das Gelände eingeschoben.
Die Wände sind in Mauerwerk, die Decken in Stahlbeton ausgeführt. Diese werden im 1. Obergeschoss durch Stahlstützen und im Erdgeschoss durch Stahlbetonstützen unterstützt. Eine Attika bzw. eine Balkonbrüstung und der Terrassenabschluss aus Sichtbeton geben dem Gebäude eine klare horizontale Gliederung. Diese Bauteile sind aus Fertigteile hergestellt.
Charakteristisch für dieses Gebäude sind zudem die Sichtbetonwand der Nordfassade, die als Vorsatzschale ausgeführt ist und die großzügige Verglasung der gesamten Südfassade, die visuell Innen- und Außenraum miteinander verbindet. Diese visuelle Verbindung wird im Erdgeschoss noch verstärkt durch die großzügige, direkt an die Bodenplatte anschließende Terrasse, die umseitig durch Stahlbetonfundamente eingefasst ist.
Das Gebäude ist auf einer Kombination von Tiefergründung und elastisch gebetteter Bodenplatte gegründet, wobei auf den als Magerbetonbrunnengründung ausgeführten punktuellen Tiefergründungen Stahlbetonfundamente im Trägerrostprinzip auflagern. Unter den Stahlbetonstützen im Erdgeschoss sind teilweise Einzelfundamente bzw. Bodenplattenverdickungen angeordnet.
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Projekt: Waterloohain W5+
In jedem der vier Bürogeschosse dieses Erweiterungsgebäudes des Hamburger Medienpools FischerAppelt befindet sich ein 16 m langer Raum, jeweils V-förmig von Sichtbetonfertigteilen stützenfrei überspannt.
Von außen fast trutzig verschlossen, zeigt sich das Gebäude von innen aufgrund minimierter Tragstruktur lichtdurchflutet und voller abwechslungsreicher Ausblicke. Die Geschosse weisen einen rhombischen Grundriss auf, wobei das 1. Geschoss über dem Erdgeschoss, das als Parkfläche für PKWs genutzt wird, bereichsweise auskragt. Der Neubau ist als Stahlbetonkonstruktion ausgeführt; die Deckenkonstruktionen für das 1. bis 4. Obergeschoss bestehen aus vorgespannten Halbfertigteildecken mit einer Aufbetonschicht. Die Decke über dem Erdgeschoss, ist als schlaff bewehrte Ortbetonplattenbalkendecke ausgeführt.
Die Horizontallasten des Erweiterungsgebäudes werden von den Stahlbetonwänden in Verbindung mit den als Scheiben wirkenden Stahlbetondecken aufgenommen. Die Gründung des nicht unterkellerten Neubaus erfolgte auf Empfehlung des Bodengutachters auf Vollverdrängungsbohrpfählen.
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Projekt: Kraftwerk Lausward
Der Neubau des Gas- und Turbinenkraftwerkes wird über die Ausformulierung einer integrierten Forschungs- und Erprobungsplattform zum Signet zukunftsorientierter Energiegewinnung im Rheinverlauf. Ein räumlich ausgebildetes, schwebendes und weithin sichtbares Dachtragwerk umspannt die Gebäudebereiche für die Turbine und den Abhitze-Kessel. Die in diesem Gebäudebereich angeordnete Besucherplattform wird als geschweißte Stahlfachwerkkonstruktion bestehend aus dem äußeren Umgang („Ring“) und den im Inneren befindlichen Kopplungsträgern mit Rechteckhohlprofilen ausgeführt. Durch ihre Höhenentwicklung und die Ausrichtung nach Süd-Südwesten stellt das Dachtragwerk außerdem ein optimales Erprobungsfeld für Wind- und Solarenergie dar.
Die Konstruktion wird als torsionssteifes Raumfachwerk zur Kompensation der exzentrischen Auflagerung ausgebildet. Die Grundrissabmessungen betragen in der Länge ca. 195,5 m und in der Breite ca. 52,0m, die statische Konstruktionshöhe liegt bei ca. 5,5m. Am nördlichen und südlichen Ende kragt die Besucherplattform jeweils über 25,5m freitragend aus.
Die Bodenebene, die Dachebene und die seitlichen Wandflächen sind durch druck- und zugfeste Diagonalen aus geschweißten Quadrathohlprofilen ausgesteift. In Querrichtung ist die Aussteifung durch die biegesteife Verbindung der Fachwerkebenen gewährleistet. Zusätzlich werden zur Zentrierung der Konstruktion des „Ringes“ Kopplungsträger als Stahlfachwerkträger im Hauptraster angeordnet, die gleichzeitig bereichsweise als Primärtragkonstruktion für die Dachfläche des Kraftwerks genutzt und für die Aufnahme von Ausbauten für Besucherzentrum oder Forschungsplattformen genutzt werden.
Die gewählte Stahlkonstruktion weist einen hohen Vorfertigungsgrad auf. Großteilige Konstruktionsabschnitte können im Werk vormontiert und verschweißt werden. Hierdurch lässt sich die Anzahl der erforderlichen Schweißungen auf der Baustelle reduzieren und eine hohe Ausführungsqualität im Werk bei geringeren Kosten kann garantiert werden. Über den Rhein kann die vorgefertigte Stahlkonstruktion in wenigen Transporten problemlos zur Baustelle angeliefert werden.
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Projekt: Adidas Laces
Im Innenbereich des sechsgeschossigen Gebäudes befindet sich ein Atrium. Die Bürogeschosse werden als Stahlbetonskelettbauweise errichtet.
Im Bereich der Achsen o und n wird der Eingangsbereich durch eine freitragende Sonderkonstruktion aus Stahlfachwerkträgern überspannt. Die Spannweite beträgt ca. 57m, als Nutzhöhe dient das 2. bis 4. Obergeschoss. Die Auflagerung des Eingangriegels erfolgt auf massiven Stahlbetonwänden.
Im Atrium durchqueren auf mehreren Etagen (EG bis 3. OG) Fußgängerstege als Stahlkonstruktion (Laces) den Luftraum. Die Spannweiten liegen zwischen 20m und 45m. Die Laces werden an die so genannten Lacesträger (Stahlkonstruktion) nach oben gehängt. Diese überspannen das Atrium und tragen die Lasten in die Stahlbetonkonstruktionen ab. Gleichzeitig dienen sie zur Aufnahme der Stahlbogenkonstruktion des Atriumdaches. Zwischen den Stahlbögen spannen Luftkissen aus ETFE.
Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt über die Stahlbetonkerne in Verbindung mit den als Scheiben wirkenden Stahlbetondecken. Des Weiteren tragen die Laces zur Aussteifung des Gebäudes bei. An das Hauptgebäude schließt eine Testhalle an.
Die Gründung erfolgt zum Großteil in dem gut tragfähigen Sandstein über Einzel- und Streifenfundamente in Verbindung mit elastisch gebetteten Bodenplatten.
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Projekt: Haus Heroldsberg
Der Umbau des Einfamilienhauses aus den 60er Jahren im Norden Nürnbergs umfasste die energetische Sanierung sowie die Modernisierung des Gebäudes.
Die über das bestehende Gebäude gestülpte neue, energetisch wirksame Hülle aus Polycarbonatplatten auf einer selbsttragenden Holzkonstruktion bewirkt, dass solare Energien gesammelt und erwärmte Luftmassen über die Wand- und Dachflächen verteilt werden.
Die architektonisch anspruchsvollen Fügungen der neuen Holzkonstruktion sind im Wesentlichen ohne sichtbare Verbindungsmittel geplant und ausgeführt.
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Projekt: Kindertagesstätte „Märchenberg"
Die Kindertagesstätte mit Krabbelgruppe für die Miriamgemeinde in Frankfurt-Bonames wurde mit den Vorgaben für ein nachhaltiges und als Passivhaus-zertifiziertes Gebäude geplant und errichtet.
Das Gebäude wurde in Holztafelbauweise errichtet. Das Erdgeschoss hat im südlichen eingeschossigen Bereich über den Räumen der Krabbelgruppen eine Terrasse, über die gleichzeitig das Obergeschoss des Hauptbaus entfluchtet wird. Das Obergeschoss ist durch ein gefaltetes Pfettendach mit mehreren, unterschiedlich geneigten Dachflächen überdeckt, wobei nicht alle Kehlen durch Pfetten unterstützt sind. An der Nordseite zieht sich die Dachfläche bis auf das Geländeniveau herunter. An der Südseite kragt das Dach ca. 2,40m aus. Die Aussteifung der Dachkonstruktion wird über die in dreiecksförmige Scheiben zerlegte Dachfläche sichergestellt, für die eine räumliche FE-Berechnung durchgeführt wurde. Für den Abbund im Zuge der Ausführung war ein komplexer 3D-Abbundplan zur Fertigung der Elemente notwendig.
Die Gründung erfolgte nahezu wärmebrückenfrei auf einer gedämmten Bodenplatte.
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Projekt: Kletterwände
Der Klettersport hat als Breitensportbewegung in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erlebt. Um hierfür geeignete Kletterflächen zur Verfügung zu stellen werden Kletterhallen und Außenkletterbereiche als künstliche Kletteranlagen errichtet.
Als Kletterflächen kommen hier größtenteils beschichtete Holzwerkstoffplatten zum Einsatz, die mit einem Lochraster versehen sind, so dass variable Kletterrouten geschraubt werden können. Es werden aber auch Kletterkonstruktionen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ausgeführt – ebenfalls zum Aufschrauben verschiedener Routen oder als Felsstruktur.
Als Unterkonstruktion der Kletterflächen werden Kantholzkonstruktionen, im Falle der GFK-Strukturen auch Stahlkonstruktionen ausgeführt.
Die größtenteils freistehenden Konstruktionen werden nur mit einzelnen diskreten Anbindungen an vorhandene Strukturen (Hallenneubauten, oder bestehende umgenutzte Hallen) versehen. Aufgrund des gefalteten Aufbaus der Einzelflächen steift sich die Gesamtwand nahezu selbst aus und es müssen nur im Bereich des Wandkopfes nennenswerte Horizontallasten in bestehende Strukturen eingeleitet werden.
Berechnet werden die Strukturen an räumlichen Gesamtmodellen, an denen alle wesentlichen Effekte nichtlinear abgebildet werden können. Es werden komplexe Einwirkungskombinationen untersucht. Neben den Fallstößen sind vor allem im Außenbereich auch die Ableitung von Wind- und Schneelasten zu berücksichtigen.
Die als komplette Bausätze abgebundenen Wände werden aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades in kurzen Bauzeiten errichtet.
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Projekt: Hochregallager
Hochregallager sind überwiegend vollelektronisch verwaltete Lagersysteme ab einer Höhe von 12m mit einer relativ geringen Grundfläche. Der Rauminhalt der Regalkonstruktionen ist maximal ausgenutzt. Sie werden überwiegend in Stahlbauweise aus kaltgeformten, dünnwandigen Profilen mit minimalem Materialeinsatz erstellt. Die Anzahl der Palettenstellplätze kann mehrere hunderttausend übersteigen. Die Bewirtschaftung erfolgt über gebäudehohe Regalbediengeräte, sogenannten RBG´s, die in Schienengassen fahren.
In Längs- und Querrichtung bestehen die Silos aus gebäudehohen Pfosten-Riegel-Konstruktionen, sogenannten Leitern. Die Aussteifung der Hochregallager wird durch Dach- und Horizontalverbände sowie in Längs- und Querrichtung durch Vertikalverbände sichergestellt. Für die gewaltigen Stahlkonstruktionen sind aufwendige Statische Berechnungen, zum Teil auch am Gesamtsystem, notwendig. Hierbei werden z. B. Verformungseffekte durch eine Berechnung nach Theorie 2. oder 3. Ordnung unter Berücksichtigung der Anschlussverformung der Knotenpunkte berücksichtigt oder auch die Verformungstoleranzen der Regalleitern im Hinblick auf den Arbeitsraum des Regalbediengerätes bzw. auf dessen Gebrauchstauglichkeit betrachtet.
Die Gründung erfolgt meist auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte; teilweise jedoch auch durch speziell entwickelte Verankerungssysteme bzw. –techniken, wodurch sich der Aufwand für die Erstellung der Bodenplatte auf ein Minimum reduziert.
Die relativ geringe Bauzeit der Hochregallagerkonstruktionen wird durch ausgefeilte, standardisierte Konstruktionen ermöglicht.
Des Öfteren müssen bestehende Hochregallager aufgrund mangelnder Leistungsreserven umgebaut werden. Die Ertüchtigung der Konstruktionen erfolgt nach den aktuellen Normrichtlinien und gewährleistet eine zukünftige Nutzungsdauer mit erhöhten Kapazitäten.
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Projekt: Kongresspalais Kassel
Die Erweiterung der bestehenden Stadthalle für Tagungs- und Veranstaltungsnutzung in Kassel weist zwei Ebenen (Saalebene und Foyerebene) auf und gliedert sich im Wesentlichen in drei Hauptelemente:
Saalebene: Der mit Monolitzen ohne Verbund vorgespannte Stahlbetonträgerrost mit einem schlaff bewehrten Stahlbetondeckenspiegel lagert auf pigmentierten Stahlbetonfertigteilstützen.
Foyer: Die schlaff bewehrte Stahlbetonflachdecke wird pilzförmig ausgebildet.
Gründung: Die Stahlbetonwanne wird als WU- Konstruktion ausgebildet.
Der Spannbetonbinderrost sowie die Fertigteilstützen erhalten eine Oberflächenbehandlung, die sich in Verbindung mit der Farbe des Konstruktionsbetons an der Natursteinfassade des Bestandbaus orientiert. Die Erschließung des Erweiterungsbaus sowie des Bestandes erfolgt über eine Freitreppenanlage und die Foyerebene. Die Verbindung zwischen Neubau und Bestand wird durch zwei Übergangsbrücken in Stahlbeton und einer leichten Stahl-Glasdachkonstruktion über dem Atrium gewährleistet. Die Gründung erfolgt auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte. Das Dach wird als Flachdach ausgeführt.
Das Bauvorhaben wurde durch den Bund Deutscher Architekten BDA im Lande Hessen mit der Simon-Louis-du-Ry-Plakette, 2013 ausgezeichnet. http://www.bda-hessen.de/aktuelles/bda-meldungen/detail/artikel/2013/03/25/simon-louis-du-ry-plakette-preisverleihung-und-ausstellunsgeroeffnung.html
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Projekt: Antennenmaste
Zur Versorgung des Rundfunk- und Mobilfunknetzes werden häufig Antennenmaste als Fachwerkturmkonstruktionen aus Stahl erstellt.
An die freistehenden Türme sind wegen der Strahlungs- und Empfangseigenschaften bezüglich der Biege- und Verdrehungssteifigkeit hohe Anforderungen gestellt. Der Auslenkungswinkel zwischen Antennensymmetrieachse und der Vertikalen, sowie der Verdrehungswinkel der Hauptstrahlrichtung in der horizontalen Ebene sind für die Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks maßgeblich zu beachten.
Die auskragenden Fachwerktürme aus Stahlprofilen werden hinsichtlich komplexer Einwirkungsparameter untersucht. Sie werden unter anderem für Ein- und Auswirkungen von Windbelastungen, Eislasten, Verkehrslasten und Fallstößen bemessen.
Windlasten in und quer zur Windrichtung erregen die Türme durch natürliche Turbulenzen in der ankommenden Luftströmung und während des Ablösevorgangs am Bauwerk. Es werden hierfür detaillierte Untersuchungen zu Böeninduzierten Schwingungen (Fluktuationen, Turbulenzen), Bewegungsinduzierten Schwingungen (Wechselkräfte) und Wirbelinduzierten Schwingungen durchgeführt.
Die Querschnitte der Turmkonstruktionen sind dem Kräfteverlauf angepasst. Die Eckstiele werden bei kleineren Türmen und im Kopfbereiche höherer Türme meist parallelgurtig ausgebildet. Bei größeren Turmhöhen folgen die Knickpunkte der Eckstiele polygonal einer Parabelkurve. Die Ausfachung erfolgt überwiegend als Stern-, Rauten-, und Kreuzfachwerk.
Fachwerktürme werden in extrem kurzen Bau- und Lieferzeiten errichtet. Dies wird durch die standardisierte bzw. typisierte Bauweise in Mastschüssen ermöglicht.
Die Gründung der Türme erfolgt je nach anstehendem Baugrund auf einer erdüberschütteten Bodenplatte oder auf Einzelfundamenten die mit Mikropfählen verankert werden.
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Projekt: Logistikzentrale Gries Deco
Im Zuge des Neubaus der Logistikzentrale der Gries Deco Company wurden durch unser Büro die Planung des vorgesehenen Verwaltungsgebäudes und des Parkhauses erbracht.
Der Neubau des in Massivbauweise geplanten Verwaltungsgebäudes gliederte sich in zwei 4-geschossige Büroriegel mit einer dazwischen liegenden Innenhalle, die sich über alle oberirdischen Geschosse erstreckte. Die beiden Büroriegel waren vollflächig unterkellert. Die Geschossdecken wurden zur Erzielung einer unterzugsfreien Deckenuntersicht als massive Stahlbetonflachdecken entworfen, die auf schlanken Stahlbetonfertigteilstützen aufgelagert wurden.
An den Gebäudeenden überspannte das 2.Obergeschoss die Innenhalle freitragend. Hier wurde durch unser Büro ein geschosshohes Sprengwerk als Stahlbetonverbundkonstruktion vorgesehen. In der Innenhalle waren zur horizontalen und vertikalen Erschließung der Büroriegel zusätzliche Verbindungsstege als leichte Stahlkonstruktion geplant gewesen, zwischen denen wiederum einzelne Treppenelemente eingehängt waren. Jeweils geschossweise versetzt kragten von den Deckenscheiben abgespannte Besprechungsräume in Stahlbauweise stützenfrei in die Innenhalle hinein.
Die Dachkonstruktion der Halle wurde als leichte Stahlkonstruktion aus vollverschweißten Stahlhohlprofilen konzipiert, auf denen die Dacheindeckung aus ETFE-Luftkissen aufgelegt war. Für den Einsatz der ETFE-Luftkissen wäre eine Zustimmung im Einzelfall erforderlich geworden.
Für die Gründung des Bauwerks wurde eine elastisch gebettete Bodenplatte mit massiven Bodenplattenverstärkungen unter den Innen- und Randstützen vorgesehen.
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Projekt: GEOBRA Spritzerei 3
Neubau einer Fertigungshalle "Spritzerei 3" mit angrenzenden Sägezahnrampen und Silokonstruktionen. Die Stützen und Unterzüge wurden in Stahlbetonskelettbauweise mit Fertigteilen ausgeführt. Die Dachbinder wurden aus Brettschichtholz errichtet und überspannen als Einfeldträger 20 bis 28 m.
Im Bereich der Achsen 15 bis 20 ist eine Zwischendecke aus Stahlbeton auf einer Höhe von ca. 4,8m über der Bodenplatte ausgeführt. Im Bereich der Achse C/D unterkellert ein Verbindungsgang mit einer Breite von ca. 3,0m die gesamte Halle. In Hallenlängsrichtung sind Kranbahnen zwischen den Achsen 1 und 16 angeordnet. Zwischen Achse G und K wird der Kran mit einer maximalen Kranhublast 1 x 200 kN + 1 x 63 kN ausgeführt. Die Aussteifung in Längs- und Quer-richtung wird durch in die Köcherfundamente eingespannte Stahlbetonstützen sichergestellt. Die Gründung der Stützen erfolgt auf Einzelfundamenten.
Über die angrenzenden bestehenden "Spritzerei 4" wird eine Materialförderbahn über das Gebäude geführt. Die Materialförderbahn wird als Stahlfachwerkkonstruktion auf die bestehenden Konstruktionen der "Spritzerei 4" und einen neu errichteten Förderturm in der Außenachse der "Spritzerei 3" abgestützt.
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Projekt: U-Bahnhof Überseequartier
Im Zuge des Innenausbaus des U-Bahnhofs Überseequartier in der Hafencity Hamburg waren mehrere Glaskonstruktionen zu erstellen.
Im Einzelnen handelt es sich hier um Glasgeländer mit eingespannten Glasscheiben und tragendem Handlauf, teilweise auch unter erhöhten Holmlasten, sowie gläserne Rauchschürzen und diverse Wand- und Deckenbekleidungen aus gekanteten Blechen.
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Projekt: Brücke Chattanooga
Das Primärtragsystem des Brückenbauwerks besteht aus einer als Aussichtsebene begehbaren - aus Stahlhohlkästen dicht geschweißten - Bogenkonstruktion, in die ein zweiter witterungsgeschützter Verkehrsweg als Tube eingehängt wird.
Der Tube (Sekundärsystem) wird mit biegesteifen Querrahmen ausgebildet und über Zug- und Druckelemente, die in der Dach- und Bodenebene anschließen, in regelmäßigen Abständen aufgeständert bzw. eingehängt. Die aus der Schrägstellung der Abstützungen entstehenden Horizontalkräfte werden so über die Tubekonstruktion kurzgeschlossen kurzgeschlossen und nicht in die Bogenkonstruktion eingeleitet.
Die Aussteifung der Brücke in Querrichtung erfolgte über Aussteifungselemente in den Lagerachsen bzw. eine Ausbildung des Tubebodens als Scheibe mit horizontaler Anbindung an das Eingangsbauwerk.
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Projekt: Jugendzentrum Mörfelden-Walldorf
Der als Passivhaus konzipierte Neubau des Jugendzentrums in Mörfelden-Walldorf wurde in Holzbauweise mit innenliegenden Stahlbetonwänden und Stahlträgerverstärkungen in der Dachfläche errichtet.
Der dreiecksförmige Grundriss des Gebäudes wird von einer Holzdachkonstruktion überspannt, die in gefaltete Einzelflächen aus Drei- und Vierecken mit unterschiedlicher Neigung aufgeteilt ist. Im Eingangs- und im Werkhofbereich wurde das Dach auskragend ausgebildet.
Die Wände werden als Kombination aus Holztafelwänden und bereichsweise Stahlbeton-Vollfertigteilen ausgeführt, die in Sichtbetonqualität hergestellt werden.
Die Gründung erfolgte auf einer frei spannenden Bodenplatte, in die gleichzeitig die erforderlichen Installationskanäle integriert wurden.
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Projekt: Haus für Kinder und Jugendliche
Der Neubau des Gemeindezentrums umfasst die im Erdgeschoss befindliche Kindertagesstätte/Kindergrippe, den im 1.OG liegenden Jugendclub und den sich über das 1.OG und 2.OG erstreckenden Gemeindesaal. Aufgrund der starken Hanglage binden das Erdgeschoss und Teilbereiche des 1. Obergeschosses in das Erdreich ein, was im Bereich des Innenhofes massive Stützbauwerke erforderlich machte.
Die Kindertagesstätte/Kindergrippe und der Jugendclub wurden als massive Konstruktion aus Stahlbeton- und Mauerwerkswänden hergestellt. Zur Belichtung der Flure wurden die tragenden Innenwandscheiben bereichsweise aufgelöst, so dass Oberlichtbänder aus Glasbausteinen integriert werden konnten.
Die Dachkonstruktion des Gemeindesaals mit dem bereichsweise umlaufenden Lichtband und das auskragende Vordach wurden zur Reduzierung des Eigengewichtes und zur Realisierung einer stützenfreien Ausführung als leichte Stahlkonstruktion geplant.
Zur Minimierung der Wärmebrücken wurden sämtliche tragende Außenbauteile über Isokörbe thermisch entkoppelt. An hochbelasteten Lasteinleitungspunkten wurden durch uns eigens gefertigte Einbauteile konzipiert, so dass auch hier eine optimierte Wärmebrücke erzielt werden konnte.
Die Gründung des Gebäudes erfolgte auf einer elastisch gebetteten Stahlbetonbodenplatte mit bereichsweisen Bodenplattenverstärkungen.
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Projekt: Kindertagesstätte Paul-Gerhardt
Der Neubau der Kindertagesstätte in Langwasser wurde in Holzbauweise ausgeführt. Das Bauvorhaben gliedert sich in das Gebäude der Kindergrippe und das des Kindergartens sowie dem dazwischen liegenden Verbindungsgang. Zudem wurde ein Kletterbereich errichtet.
Die tragenden Wände wurden als Holztafelwände hergestellt. Im Innenbereich wurde ein Regal aus Holzwerkstoffplatten als tragendes Bauteil entwickelt, bei dem die erforderliche Feuerwiderstandsdauer F15 nachgewiesen wurde. Die Konstruktion des Verbindungsgangs spannt als Holzfachwerkträger freitragend zwischen den beiden Gebäuden.
Die Gründung wurde zum Schutz der Wurzeln an die vorhandene Bepflanzung angepasst. Zusätzlich wurde die Bodenplatte zur Vermeidung eines zusätzlichen Lasteintrages in den Bestand im Bereich der vorhandenen Unterkellerung freitragend ausgeführt.
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Projekt: Stadtteilhaus Röthelheimpark
Das Gebäude gliedert sich im Wesentlichen in einen zweigeschossigen, kleinzelligen Bereich im Westteil und einen eingeschossigen, mehrfunktionalen Bereich im Ostteil des Gebäudes. Zwischen den mehrfunktionalen Bereichen befinden sich in West-Ost-Richtung Foyer- bzw. Erschließungsbereiche. Das Gebäude ist als Massivbaukonstruktion mit Stahlbetondecken und Mauerwerkswänden ausgeführt. Die weit spannenden Decken der multifunktionalen Räume sind mit Spannbetonhohldecken als Vollfertigteile konstruiert.
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Projekt: Mensa Berglwald-Volksschule
Der teilweise unterkellerte Anbau an das bestehende Schulgebäude wurde als Mischkonstruktion ausgeführt. Das Flachdach ist extensiv begrünt. Die Dachkonstruktion bilden Funierschichtholzplatten, die auf den frei spanndenden Walzstahlprofilen, den Dachriegeln, auflagern. Die Stützen-Riegelkonstruktionen in den Hauptachsen werden als Zweigelenkrahmen ausgeführt.
In den Außenachsen des Gebäudes wird umlaufen ein Stahlprofil ausgeführt, an denen die geschosshohe Glasfassade anschließt.
Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt in Gebäudelängsrichtung durch einen Dachverband in Verbindung mit den Stahlbetonwänden in Achse A und C. In Gebäudequerrichtung wird die Konstruktion durch die Zweigelenkrahmen ausgesteift.
Die tragenden bzw. aussteifenden Wände, sowie die Gründung des Gebäudes sind in Stahlbeton ausgeführt.
Die Anbindung an das Bestandsgebäude erfolgt durch 2 Verbindungsgänge. Die Verbindungsgänge werden in Stahlbauweise errichet. Der Verbindungsgang zwischen Achse A und B ist ebenfalls unterkellert.
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Projekt: Kunst am Bau - Skulpturen
Vor dem Finanzamt in Hersbruck wurden im Zuge eines Wettbewerbes „Kunst am Bau“ drei Skulpturen errichtet.
Die einzelnen Skulpturen wurden jeweils als räumliches Faltwerk aus gekanteten, polierten Stahlblechen aus Edelstahl zusammengebaut. Einseitig wurde eine schwarze vulkanisierte Gummierung vorgesehen. Für eine einfache Montage der einzelnen gekanteten Stahlelemente wurden Schraub-/Flanschverbindungen vorgesehen.
Der Anschluss der Stahlkonstruktion an die Stahlbetoneinzelfundamente konnte aus gestalterischen Gründen lediglich punktuell an den Aufstandskanten der Skulpturen erfolgen. Hierfür wurden von uns entsprechende Einbauteile entwickelt.
Durch unser Büro wurde neben der ausreichenden Standsicherheit im Zuge der Tragwerksplanung auch das Schwingungsverhalten der Skulpturen untersucht. Bei den Nachweisen wurden diverse Vandalismusszenarien und Temperatureinflüsse aus ungleichmäßiger Erwärmung aufgrund der einseitigen Gummierung berücksichtigt.
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Projekt: KOS - Kopernikusschule
Im Zuge des Neubaus der Kopernikusschule in Nürnberg wurde zusätzlich an das neu herzustellende Schulgebäude eine Zweifachturnhalle angebaut. Das Schulgebäude besteht aus 3 Vollgeschossen mit Flachdach und umlaufender Attika in Massivbauweise. Das Gebäude ist in Teilbereichen unterkellert. Der nicht unterkellerte Bereich ist auf Einzel- und Streifenfundamenten gegründet. Im unterkellerten Bereich erfolgte die Gründung auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte. Die Turnhalle wurde ebenfalls als Massivkonstruktion, das Dach mit Spannbetonbindern errichtet. Das Flachdach der Turnhalle wird als Sportfläche genutzt. Das Kellergeschoss des Schulgebäudes und der in das Erdreich einbindende Bereich der Turnhalle wurden in WU-Bauweise ausgeführt. Die Gründung erfolgte auf einer elastisch gebetteten Bodenplatte.
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Projekt: SIG - Sigena-Schule Nürnberg
Für das Sigena-Gymnasium in Nürnberg planten wir eine Zweifachturnhalle mit Anbauten sowie einen zweigeschossigen Erweiterungsbau an das bestehende Schulgebäude. Beide Bauteile wurden vorwiegend als Massivkonstruktion errichtet. Im Bereich der Turnhalle wurden als Dachkonstruktion Stahlfachwerkträger eingebaut. Die Anbauten für die Turnhalle befinden sich im Untergeschoss und sind erdüberdeckt. Infolge des anstehenden Grundwassers wurde das Untergeschoss als „weiße Wanne“ ausgeführt. Die Gründung des Erweiterungsbaus erfolgte als Flachgründung mit Streifenfundamenten unter Berücksichtigung der benachbarten Bestandsgründungen.
Zusätzlich zur Planung der Neubauten erfolgte die Tragwerksplanung der energetischen und baulichen Sanierung des in Teilbereichen unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäudes.
Sowohl die Errichtung des Erweiterungsbaus als auch die durchgeführten Umbauten erfolgten bei laufendem Schulbetrieb.
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Projekt: Tower Bairds Malt
Die Silokonstruktion wurde für eine Mälzerei in Arbroath, Schottland geplant. Das Silo ist als Stahlkonstruktion ausgeführt, der Behälterdeckel als Stahlblechkonstruktion mit Versteifungsträgern. Der Mantel weist Blechdicken von 8mm unterhalb des Daches und bis 20mm am Fuß auf. In der unteren Mantelhälfte wurden zwei umlaufende Trägerroste (Beulroste) aus HEB-Trägern angeordnet. Über den Mantel verteilt befinden sich mehrere Zu- und Abluftöffnungen mit Größen von bis zu 2,5m x 1,8m.
In der Höhe von ca. 9,30m über dem Siloboden wurde ein Zwischenboden aus Vollwandträgern (intermediate ceiling) angeordnet. Dieser wird aus Schweißprofilen gebildet. Ein weiterer Zwischenboden, der aus Fachwerkträgern (lattice girder) aus Walzprofilen gebildet wurde, befindet sich auf etwa 19m Höhe.
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Projekt: Umbau Wohnanlage
Der vorhandene Dachstuhl wurde im Zuge der denkmalgerechten Gebäudesanierung vollständig abgebrochen und mit zusätzlichen Dachgauben und Loggien wieder aufgebaut. Diese Dachkonstruktion wurde als Ingenieurholzbau in einer aus Stahl- und Holzbauteilen kombinierten Bauweise von uns entwickelt, geplant und hinsichtlich der konstruktiven Ausführung überwacht.
In die Holzbalkendecke über dem 3.OG wurden als Anschluss für den Dachstuhl Stahlträger zur Abfangung der Dachstiellasten und zur Halterung des neuen Kniestockes eingezogen. Damit der vorhandene, gemauerte Kniestock mit den historischen Sandsteingesimsen nicht beschädigt werden kann, werden die Dachlasten an der West- und Nordseite über nach innen gesetzte neue Kniestöcke aus Stahlprofilen aufgenommen. An der Süd- und Ostseite wurde das vorhandene Gesims abgebrochen und ein Kniestock aus Stahlbeton erstellt. An der Südseite wurde hierauf ein neuer Giebel aufgemauert. Die Horizontallasten der Dachkonstruktion werden durch die scheibenartig ausgebildete Decke über dem 3.OG in die bestehenden Wände eingeleitet.
Im Treppenhaus und innerhalb der Wohnungen wurden neue Treppen erstellt, bereichsweise Deckenverstärkungen in Holzbalkendecken eingebaut und tragende Wände saniert. Die vorhandene Stahlsteindecke über dem Keller ist teilweise noch erhalten. Die zur Straße hin orientierte Sandsteinfassade wurde durch nicht sichtbare Vernadelungen aus Edelstahl ertüchtigt. Die vorhandene Bodenplatte wurde abgebrochen und durch eine neue, tiefer liegende Bodenplatte ersetzt.
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Projekt: Wohnhaus auf dem Land
Beim Umbau des landwirtschaftlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäudes wurden wir für die Planung der Trägerrostdecke über dem Schwimmbad und der in weiteren Gebäudebereichen erforderlichen Baugruben- und Bestandssicherungen beauftragt.
Die Decke mit einer freien Spannweite von ungefähr 20,0 x 13,5 m ist aus gestalterischen Gründen auf einem Dreiecksraster mit ungleichen Dreiecken aufgebaut, das sich im Ornament des Schwimmbadbodens spiegelt. Auf Grund dieser Geometrie - ohne in den Knotenpunkten gerade durchlaufenden Rippen - war eine komplexe mehrlagige Bewehrungsplanung erforderlich. Die Schalungskörper wurden aus OSB-Platten anhand der dreidimensionalen Schalungsvorgaben abgebunden. Die Auflagerung der Deckenplatten erfolgte über Stahlbetonwände und in der Fassadenebene integrierte Stahlstützen.
Die Baugrubensicherungen erfolgten mit Bohlträger und Holzausfachungen. Die Aussteifung wurde über eine umlaufende Gurtung, die sich über Steifen gegenseitig abstützt, sichergestellt. Im Einspannbereich wurden die Verbauträger zur Gewährleistung einer ausreichenden Bodenverdichtung in die vorgebohrten Bohrlöcher eingerüttelt. Auf Grund der Einbindung der Verbauträger in den gespannten Grundwasserhorizont war bereichsweise eine offene Wasserhaltung erforderlich.
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Projekt: Kindertagesstätte Tillypark
Die Kindertagesstätte wird als eingeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude in Stahlbetonbauweise mit Flachdach und umlaufender Attika hergestellt.
Die Decke und Wände werden jeweils aus Halbfertigteilen (Elementdecke bzw. Doppelwände) mit Ortbetonverguss / Aufbeton ausgeführt. Sämtliche Wandabschlüsse werden als Fertigteilstützen konzipiert um optimale Oberflächenqualitäten und ein geordnetes Fugenbild zu gewährleisten. Aufgrund der gewählten Bauweise konnten Ausführungsqualitäten optimiert und die Bauzeit minimiert werden.
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Projekt: Jahnbrücke über die A73
Der als Stahlverbundbundbrücke erstellte Neubau der Jahnbrücke über die BAB A73 in Baiersdorf ist als einseitig eingespannte Rahmenkonstruktion mit einer Spannweite von 44,5 m erstellt.
Der Überbau besteht aus einem gevouteten Stahlverbundquerschnitt mit Gesamtquerschnittshöhen zwischen 1,30 m am westlichen Widerlager und 2,64 m am eingespannten östlichen Widerlager. Die Stahlträger bestehen aus luftdicht verschweißten Hohlkastenträgern. Die massiven Widerlager sind über Bohrpfähle gegründet; am östlichen Widerlager ist zusätzlich ein Wartungsgang angeordnet.
Um eine störungsfreie Nutzung der Überführung während der Bauzeit zu gewährleisten, wurde der Bestandsüberbau auf zwei Behelfswiderlager und eine Behelfsmittelstütze verschoben und konnte so übergangsweise weiter genutzt werden. Aus dieser Maßnahme resultierte als zusätzliche Leistung die Prüfung des bestehenden Überbaus für den Verschub sowie als Behelfsbrücke. Zudem wurden die Statischen Nachweise für das Traggerüst während des Verschubvorgangs geprüft.
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Projekt: Neubau Prüffeld Nord
Der Neubau des Prüffelds Nord umfasste die Errichtung der Prüffeld- sowie der Prüfaufbauhalle. Die Prüffeldhalle ist mit ihren Abmessungen die größte Prüfhalle für Transformatoren in Europa und kann die Tests an den als Prototypen von Siemens entwickelten 1200 kV Trafos aufnehmen. Unter den Fachwerkbindern der Dachkonstruktion verläuft in einer Höhe von 42 Metern ein 40 to Kran.
Die Prüffeldhalle ist auf Grund Ihrer Abmessungen und des stützenfreien Innenraums Hochhaus und Brückenbauwerk in einem.
In einem Wettbewerbsverfahren wurde uns auf Grund des räumlichen Aussteifungskonzeptes, des bereits in der Planung integrierten Montagekonzeptes und der durch die abgestuften Profilquerschnitte minimierten Gesamttonnage der Zuschlag erteilt.
Beide Hallen wurden als Stahlkonstruktionen hergestellt. Die Prüffeldhalle hat dabei lichte Innenmaße von ca. 40 x 42 x 50 Metern.
Die Aussteifung der Hallen erfolgt sowohl über Rahmenwirkung als auch über Dach- und Wandverbände. Die tragenden Konstruktionen der benachbarten Hallen wurden an getrennten räumlichen Gesamtsystemen statisch nachgewiesen.
Die Gründung der Stahlkonstruktionen der Hallen erfolgt auf umlaufenden Fundamentbalken, die wiederum in den Hauptachsen auf Bohrpfählen auflagern.
Aufgrund der vom Nutzer vorgegebenen hohen Lasten auf der Bodenplatte (200kN/m² durch Luftkissentransport der Transformatoren) und dem nur sehr gering tragfähigen Untergrund wurde die 70cm starke Bodenplatte als kombinierte Pfahl-Plattengründung ausgeführt.
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Projekt: Aussegnungshalle Katzwang
Die neue Aussegnungshalle im Süden von Nürnberg ist im Wesentlichen als leichte Holzrahmenkonstruktion errichtet und wird seit Herbst 2012 auch für Gottesdienste genutzt.
Die unregelmäßige Geometrie im Grundriss sowie die verschnittene Dachform stellen hinsichtlich Tragwirkung und Aussteifung hohe Anforderungen an den Ingenieurholzbau. Nur durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Zimmerer bereits in der Planungsphase konnten Detailausbildungen standardisiert, Wand- und Dachkonstruktionen elementiert und der Vorfertigungsgrad maximiert werden. Trotzdem war für die Ausführung noch ein komplexer 3D-Abbund erforderlich.
Die im Regelfall gebäudehohen Innenräume werden durch Anordnung von Zwischendecken und Emporen, ebenfalls in Holzkonstruktion, gegliedert. Das nicht unterkellerte Gebäude besitzt einen Gründungskörper als Fundamentbalkenrost auf Brunnenringen zur Tieferführung der Gründungssohlen.
Link zu Architektouren 2012
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Projekt: Umbau Leibnitzstraße
Es handelt sich um drei Wohnblocks mit je zwei 4-geschossigen und einem 3-geschossigem Wohnhaus in der Leibnitzstraße in Fürth. Die Dachgeschosse wurden vergrößert und als Wohnraum ausgebaut. Der vorhandene Dachstuhl wurde rückgebaut und durch ein neues Pultdach mit 10 Grad Dachneigung ersetzt.
Die Gebäude wurden zwischen 1951 und 1955 mit sogenannten Zechdecken gebaut. Anhand geprüfter historischer Belastungstabellen wurden neue Ausbaulasten geprüft und reduziert. Die Wohnungsgrundrisse werden unter weitest gehender Beachtung der konstruktiven Vorgaben der Bestandskonstruktionen als Zechdecken neu eingeteilt. In Bereichen von Lastüberschreitungen und Auswechslungen wurde der Bestandsbau mit Stahlkonstruktionen ertüchtigt.
Jedes Haus bekam zusätzlich eine neue Balkonanlage mit Stahlbetonplatten und Stahlstützen.
Da die Lasten aus der Aufstockung wegen des Rücksprungs in der Fassadenebene nicht von der bestehenden Deckenkonstruktion auf Grund fehlender Querkrafttragfähigkeit aufgenommen werden konnte, wurden Stahlüberzüge eingeplant. Diese Stahlkonstruktionen spannen frei zwischen den Querwänden. Im Bauzustand wurden die Stahlüberzüge durch auf den Deckenspiegeln aufgedübelten oder verschraubten Stahlgabeln aus U-Profilen gegen Kippen gesichert.
Neue tragende Wände im DG waren erforderlich und wurden über Stahlkonstruktionen in der Deckenebene abgefangen. Zusätzlich wurden neue Aufzugsschächte in die Gebäude integriert.
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Projekt: Puristische Villa
Das Wohnhaus mit Garage, Saunahof, Pool und Außenanlagen liegt in exponierter Hanglage.
Sämtliche Bauteile werden in Massivbauweise errichtet. Das Wohnhaus mit Keller-, Erd und Obergeschoß besitzt einen zusätzlichen Ausgang in den blickgeschützen tieferliegenden Saunahof. An der Südseite des Gebäudes ruht das Obergeschoss auf drei Stahlstützen, die über in den Deckenplatte integrierte Stahlkonstruktionen abgefangen werden. Die gesamte Südfassade, sowie ca. 65 % der West und der Ostfassade sind im EG verglast. Über einen Verbindungsgang neben dem Saunahof wird die aufgrund der Hanglage des Grundstücks tiefer liegende Garage erschlossen. Über der Garage befindet sich das freigespannte Becken des Pools.
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Projekt: Cosmos Fraport – Flughafen Frankfurt
Das neue Informationszentrum präsentiert sich als sichtbare schwebende und transparente Wolke in kubischer Form. Auf einem eingeschossigen Sockel, der alle thermisch umhüllten Funktionen aufnimmt, erwächst eine Stabwerkswolke als Raumfachwerk.
Während das Sockelgeschoss als Stahlleichtbau mit Verbunddecken errichtet und auf einer elastisch gebetteten Stahlbetonbodenplatte gegründet wird, nimmt die darüber liegende Stabwerkswolke als Raumfachwerk die Lasten der darin angeordneten Räume auf. Die Anordnung der Hauptstreben in einem orthogonalen Raumraster, das unter 45° zur Vertikalen verdreht ist, gewährleistet dabei eine möglichst gleichmäßige Lastverteilung bezogen auf die Grundrissfläche. An den Stellen, in denen im orthogonalen Hauptraster durch freigeschnittene Räume oder Ränder Umlenkkräfte entstehen, werden im Raum zusätzliche horizontal liegende Stäbe angeordnet um den Lastabtrag in der gesamten Struktur über reine Normalkraftbelastungen in den Stäben sicherzustellen. Die Knotenpunkte des Raumfachwerks werden auf Grund der vielfachen geometrischen Typengleichheit als Gussknoten ausgebildet. Das Raumfachwerk wird im Werk in Einheiten von 2,5m x 7,5m x 16,5m mit vollverschweißten Stößen an den Knotenpunkten vorgefertigt. Im Bereich hochbelasteter Montagestöße erfolgt die Knotenverbindung auf der Baustelle als geschweißter Stoß, während die niedrig belasteten Knoten über verschraubte Füllstäbe verbunden werden.
Die klare strukturelle Trennung zwischen dem Sockelgeschoss und dem Raumfachwerk, die vorgesehene Bauweise, sowie die leicht lös- und rückbaubare Stahlkonstruktion ergeben ein in sich nachhaltiges Gebäude mit einer großen Rezyklierbarkeit bei gleichzeitigem Werterhalt.
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Projekt: „Reiterhimmel“ TU Darmstadt
Die Reitplatzüberdachung wurde als Stahltragwerk bestehend aus einem torsionssteifem horizontalen Rahmen und unterspannten Bindern ausgeführt. Sie wird über V-Stützen an den Längsseiten und zwei Pendelstützen an einer der beiden Querseiten auf Einzelfundamenten gegründet. Die Dacheindeckung erfolgt durch transparente und in Grüntönen eingefärbte Plexiglasscheiben, die an ein Blätterdach erinnern.
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Projekt: Werkstatt für Menschen mit Behinderung
Das Bauvorhaben Werkstatt für Menschen mit Behinderung gliedert sich in 5 Gebäudeteile: Verwaltung, Montage und Gruppen, Werkstatt und Wäscherei und die Pausenflächen mit Foyer.
Im Wesentlichen wurden die Gebäudeabschnitte aus vorgefertigten Holz- und Stahlkonstruktionen erbaut. Die Decken wurden als nagelpressverleimte TT-Platten mit Kerto-Q Furnierschichtholzplatten und Stegen aus Brettschichtholz ausgeführt. Diese lagern auf Wänden in Holztafelbauweise und Brettschichtholzstützen. Alle Holzkonstruktionen sind für die Feuerwiderstandsdauer F30 nachgewiesen. Die Tragwerke weisen durch Ihre Materialwahl einen hohen Grad an Vorfertigungsmöglichkeiten auf, die sowohl die Ausführungsqualität als auch die Bauzeit optimieren. Gleichzeitig führt die klare Strukturierung des Gebäudes und deren Übersetzung in eine Systembauweise zu einer hohen Kosteneffizienz. Die Wahl primär umweltschonender und nachwachsender Baustoffe zur Errichtung der Gebäudeteile erfüllt gleichzeitig die Forderung zum nachhaltigen Bauen.
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Projekt: Brücke Opladen
Die neuen Fuß- und Radwegebrücken überspannen die Gleisbereiche und die spätere Bahnallee. Die Brückenquerschnitte werden mit zwei längslaufenden dichtgeschweißten Hohlkastenquerschnitten und quer verlaufenden Steifen mit Deck- und Bodenblech ausgebildet.
Die Stützen sind geschweißte Stahlhohlprofilquerschnitte mit biegesteifen Stößen unterhalb des längsverlaufenden Hohlkastenquerschnitts. Die Krümmung des Hohlkastenquerschnitts geht knickfrei in die Spreizung der Stützen über. Die Spreizung sorgt für eine ausreichende Quersteifigkeit des Gesamtbauwerks. Die verwendeten Stahlwerkstoffe sind S355 und im Bereich der Lasteinleitungen lokal S460.
Die Stützen lagern auf über der Schienenoberkante angeordneten Stahlbetonbänken auf, die neben den Fangvorrichtungen im Gleisverlauf ausreichenden Schutz gemäß Bahnrichtlinie 804 und DIN 1055-9 bei Anprall oder Entgleisung bieten.
Das Brückenbauwerk mit den angeschlossenen Rampen wird mit Ausnahme der späteren Sollbruchstellen für die mögliche Einbindung der Hochbauten im Norden und den Rückbau des Provisoriums an der Brücke Mitte fugenlos hergestellt. Zwangskräfte werden durch die Nachgiebigkeit der Stützungen in Brückenlängsrichtung und die Krümmunge n im Verlauf der Rampenbauwerke minimiert, so dass auf Brückenlager verzichtet werden kann.
Sämtliche Gründungsbauteile werden über schlaff bewehrte Stahlbetonplatten gegründet. Bei der Brücke Nord wird in Teilbereichen das bestehende Tunnelbauwerk mit den Fundamentplatten überbaut und neben den Seitenwänden des Tunnels bis auf Unterkante des Tunnels gegründet. In Verbindung mit den Aufkantungen gegen Anprall sind die Gründungsbauteile ohne weiteren Maßnahmen in der Lage das Bauwerk zu überspannen.
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Projekt: HSG - Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg
Das Hans-Sachs-Gymnasium in Nürnberg wurde um eine Dreifachturnhalle mit den dazugehörigen Nebenräumen erweitert. Der Sockelbereich der Turnhalle wurde in Stahlbeton ausgeführt. Das leichte Dachtragwerk der Sporthalle mit Stahlfachwerkträgern liegt auf den in den Aussenwandachsen angeordneten Stahlstützen auf.
Die nördliche Längswand der Turnhalle kragt freitragend über ein schräg zur Wandachse verlaufendes U-Bahnbauwerk aus. Die Auskragung beträgt ca. 1,90m bis 9,20m. Die Auskragung wurde mit dem Ziel minimierter Verformungen des Gebäudes und des Turnhallenbodens im Endzustand durch Pfahlkopfbalken, einen lastverteilenden wandartigen Träger sowie Zug- und Druckpfählen realisiert. Die Bohrpfähle wurden unter Berücksichtigung des laufenden U‑Bahnbetriebes sowie vorhandener Felsanker geplant und ausgeführt.
Die im Süden und Osten angeordneten Nebenräume sind teilweise unterkellert. Der Keller wurde als WU-Wanne ausgeführt. Zusätzlich wurde ein bestehender Fernwärmekanal unter der Bodenplatte der Turnhalle in der Bauablaufplanung auf dem engen innerstädtischen Grundstück integriert.
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Projekt: Verfahrbarer Besucherübergang
Der neue Besucherübergang zwischen dem CCN Ost und der Halle 5-6 besteht aus einem feststehenden und einem voll automatisch verfahrbaren Teil.
Der verfahrbare Bereich ist als Fachwerkstahlkonstruktion hergestellt, die auf insgesamt vier Fahrwerksachsen aufgelagert wird. Die Ober- und Untergurte sind als Stahlwalzprofile ausgeführt. Im Abstand von 2,55m sind in Querrichtung Zweigelenkrahmen aus Hohlprofilen ausgebildet, die in Verbindung mit dem biegesteifen Trägerrost in der Untergurtebene die Aussteifung gewährleisten. Die Wandflächen sind vollflächig verglast. Der feststehende Bereich wird ebenfalls als Stahlkonstruktion ausgeführt, wobei die Haupttragkonstruktion als Zweigelenkrahmen hergestellt wird.
Die Gründung des verfahrbaren Teils erfolgt über zwei Stahlbetonrinnen zur Aufnahme der Schienen. Der feststehende Teil wird auf einer Bodenplatte mit seitlichen Frostriegeln gegründet.
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Projekt: „Impossible – Huddle“ EURO 2008
Mitten im Zürcher Hauptbahnhof installierte adidas einen Spielerkreis, den so genannten "Huddle". Der Durchmesser des Spielerkreises beträgt 33 Meter. Der Kreis besteht aus elf überdimensional großen Doubles von Fußballstars aus neun Nationen. Die Spieler stehen Arm in Arm im Kreis zusammen und feuern sich zweimal in ihren Landessprachen lauthals an. Die Figuren bestehen aus Torso, Kopf, Versteifungen und Trikot mit einem Gesamtgewicht von ca. 950 kg. Über den Spielern wird aus einer blickdichten Plane ein Himmel erstellt, der die Konstruktion des Rigg verdecken soll.
Grundgedanke der Konstruktion ist es durch eine diagonale Aussteifung im 135°-Winkel der Verbindung Beine – Torso eine für sich selbst stehende Figur zu erstellen, deren horizontale Auflagerkomponente im Endzustand (geschlossener Huddle) in Schulterebene durch einen Druckring kurzgeschlossen wird. Die nach außen gerichtete horizontale Kraft wurde über Lastplatten, die mit den Stollen verklebt wurden, in den Hallenboden eingeleitet.
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Projekt: Spedition Wormser
Die Logistik- und Speditionshalle ist als Stahlbetonskeletkonstruktion im Wesentlichen in Fertigteilbauweise ausgeführt. Im Regelraster von 5 m liegen die Hauptdachbinder als Vollfertigteile mit einer Spannweite von 25m. Durch die optimierte Bauteilgeometrie mit leichter Fischbauchform und einer definierten Überhöhung des Fertigteils bereits beim Herstellungsprozess im Werk konnte auf eine Vorspannung verzichtet und der Binder lediglich schlaff bewehrt werden.
Auf Grund der aufgelösten Tragstruktur im Grundriss erfolgt die Aussteifung komplett über die in Köcherfundamente eingespannten Kragstützen. An einer Gebäudelängsseite sind Überladebrücken zur Beschickung der LKW abgeordnet. Der sich hierbei ergebende Höhensprung zwischen Gelände und Hallenboden mit Gabelstaplerverkehr wird lediglich über aufwändig ausgebildete und über die Kragstützen zentrierte Ortbetonbalken gesichert.
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Projekt: Bergwacht Bayern
Der erste Bauabschnitt des Bauvorhabens beinhaltet zwei getrennte Gebäude, die Halle und das Basislager.
Das Tragwerk der Halle besteht aus Stahlbetonwänden im unteren Bereich, sowie aus einer Stahlkonstruktion, die auf die Stahlbetonwände aufgestellt ist. Die Dachhaupttragelemente und die Hauptstützen sind als räumliche Fachwerkträger ausgebildet. Ausgesteift wird die Konstruktion durch Dach- und Wandverbände. Die Stahlbetonwände wirken als Kragscheiben und werden über Einzelfundamente gegründet. Das Dach der Halle besteht aus einer ungedämmten Holzkonstruktion, die Fassadenkonstruktion wird als Pneukonstruktion aus Einzelmodulen ausgeführt. In der Halle werden Kranbahnträger für den Betrieb von bis zu drei Krananlagen vorgesehen.
Das eingeschossige Basislager bindet in das Gelände ein und ist in Teilbereichen überschüttet. Die Gründung der als Massivbau hergestellten Konstruktion erfolgt auf Einzelfundamenten.
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Projekt: Siemens Bau 82+83
Neubau zweier Bürogebäude Bau 82+83 in nur 8 Monaten Rohbauzeit in Erlangen.
Die Grundrisse der beiden Bauwerke sind an der Mittelachse zwischen den beiden Baukörpern gespiegelt. Die Grundrissabmessungen eines der Bürogebäude betragen jeweils ca. 48,7m x 47,5m. Die Oberkante Attika liegt bei ca. 23,5m über Geländeoberkante. Die Bürogebäude besitzen 7 Geschossebenen und werden nicht unterkellert. Die Aussenfassade wird als Lochfassade mit Stahlbetonfertigteilen errichtet. Die Geschossdecken sind auf der Mittelachse punktgestützte Stahlbetonflachdecken mit einer Stärke von 30cm. Die Deckenplatten werden als Halbfertigteildecken errichtet. Auf den Gitterträgern der Halbfertigteildeckenplatten werden vor dem Aufbringen der Ortbetonergänzung, Kühl- und Heizleitungen zur Betonkernaktivierung verlegt.
Die Decken und Bodenplatten sind abschnittsweise monolithisch ohne Dehnungsfugen errichtet. Die Lasten aus den Stahlbetondecken werden über stumpf gestossene Fertigteilstützen, die tragenden Aussenfassaden und den Stahlbetonwänden der Kernbereiche abgetragen.
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Projekt: Umbau ehemalige Kirche
Das denkmalgeschützte Lutherhaus besteht aus einem alten Kirchenschiff mit einem Anbau. Der Anbau ist unterkellert das Kirchenschiff nicht.
Die Umbaumaßnahme bestand vor allem darin, die bestehende kleinteilige Aufteilung der Räume im EG grundsätzlich in mehrere Grossräume zu verändern. Dadurch wurde es notwendig die Holzbalkendecke über dem Erdgeschoß abzufangen, da die tragenden Innenwände entfielen.
Im Bereich des ehemaligen Kirchenschiffes wurde unter dem bestehenden Gemeindesaal ein Trägerrost aus Stahlprofilen geplant, bestehende Stahlprofile werden integriert. Die Planung und Umsetzung des Stahlträgerrostes erfolgte in enger Abstimmung mit den Ergebnissen der Bauteilöffnungen vor Ort. Da auf Grund des in der Nachkriegszeit mit Baumaterialspenden sanierten Gebäudes stark wechselnde Bestandskonstruktionen vorgefunden wurden.
Die Kappendecke über dem Untergeschoß wurde im Bereich des Foyers und der Küche durch eine zusätzlich aufbetonierte Stahlbetondecke verstärkt um die neuen Verkehrslasten aufzunehmen.
An der Gebäudefront wurde ein trompetenförmiger Portikus aus Stahlblechen eingebaut. In den Seitenwänden der lackierten Stahlkonstruktion wird als Ornament die Lutherrose in verschiedenen Größen eingebrannt.
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Projekt: Dauerlaufprüfzentrum Bettina
Der Standort für das neue FEV Dauerlaufprüfzentrum in Brehna/ Leipzig. Das Gebäude besteht aus 3 Hallen unterteilt in 5 verschiedene Hallenbereiche. Es wird auf ca. 10.800m² Bruttogeschossfläche, in ein- und zweigeschossiger Bauweise, zunächst für die erste Ausbaustufe mit 22 Motorenprüfständen, 4 Antriebsstrangprüfständen, 5 Attrappenprüfständen, Montage-/ Betriebswerkstätten, Laboren, Büroraumen und Inbetriebnahmeprüfständen errichtet. Auf den Prüfständen in Brehna werden ab Mitte 2008 modernste Strategien zur Dauererprobung von Verbrennungsmotoren und Antriebssträngen angewandt.
Tragende Elemente der Hallen sind in Blockfundamenten eingespannte Stahlbetonfertigteilstützen im Raster von 7,5m, auf denen gabelgelagerte Brettschichtholzbinder die Grundfläche 25m überspannen. Die Prüfstände werden in Stahlbetonfertigteilbauweise auf der Bodenplatte errichtet.
Abmessungen:
Halle A1: ca. 50m x 25m (Zweigeschossig), Oberkante Attika ca. 10,8m,
Halle A2 : ca. 5m x 25m (mit Prüfständen), Oberkante Attika ca. 10,8m,
Halle C1/C2: ca. 100m x 25m (mit Prüfständen), Oberkante Attika ca. 10,8m,
Halle M: ca. 40m x 25m (zweigeschossig), Oberkante Attika ca. 10,8m
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Projekt: Skisprungschanze Holmenkollen
Die Primärkonstruktion der neuen Skisprungschanze ist als Kragträger ausgebildet, der sich in den felsigen Untergrund einspannt. Zur Minimierung der Eigengewichte der Konstruktion ist der tragende Querschnitt in einen Betondruckgurt, eine vorgespannte Stahlbetonkonstruktion als Zuggurt und ein Stahl- und Stahlverbundfachwerk als Steg aufgelöst. Der kastenförmige Betondruckgurt gewährleistet neben dem reinen Lastabtrag auch die Aufnahme der Konstruktionen für die Personenaufzüge und die innen liegende Erschließung der Räume am Kopf des Kragträgers.
Die Laufplatte des Inruns wird ohne Verbund vorgespannt. Am Ende des Inruns erfolgt die Umlenkung der Spannkräfte durch sich über der Verbundstütze kreuzende Endverankerungen. Die Weiterleitung der Vorspannkräfte in die Fundamentierung erfolgt dann über vier vorgespannte Zugstützen.
Der Kopfbau am oberen Ende des Kragarms wird als leichte über die Fassadenebene räumlich tragende Stahlkonstruktion an den Betonschaft angehängt. Die Deckenplatten des Kopfbaus werden als Stahlverbunddecken zur Gewährleistung ausreichender räumlicher Steifigkeit ausgebildet.
An der Laufplatte des Inrun seitlich angesetzte Stahlkragträger als Sekundärkonstruktion nehmen den außen liegenden zweiten Windshield auf.
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Projekt: Haus am Fluss
Das Einfamilienhaus wurde im Überschwemmungsgebiet der Rednitz erbaut. Um eine Unterströmung im Hochwasserfall zu gewährleisten wurde das zweigeschossige Gebäude zum Fluss hin auf einer auf Stützen und Einzelfundamenten gelagerten Bodenplatte errichtet.
Die Außenfassade sowie einige Innenwände wurden in Sichtbeton hergestellt. Hierbei wurden die einzelnen Außenwände nacheinander über beide Geschosse geschalt und an einem Stück betoniert. Nach Errichtung der vier Außenfassaden und der tragenden Innenwände wurden die Decken nachträglich zwischen die Außenwände einbetoniert. Die erforderliche thermische Trennung (Dämmung) der Decken zu den Außenbauteilen wurde durch den Einsatz speziell angefertigter Stahleinbauteile erreicht.
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Projekt: Jahnhalle Oberschleißheim
Die Dachkonstruktion der 1970 erstellen Dreifachturnhalle an der Jahnstraße wurde neu errichtet.
Es wurden von unserem Büro in Zusammenarbeit mit qualifizierten Fachfirmen seit Januar 2006 verschiedene Materialuntersuchungen an der Dachkonstruktion durchgeführt und ausgewertet. Die notwendigen Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass die bestehende Dachkonstruktion nichtmehr den aktuell anerkannten Regeln der Technik entspricht und durch ein neues Dach ersetzt werden musste.
Das neue Dach wurde als Stahlfachwerkträgerkonstruktion ausgeführt. Die Dachbinder lagern auf eingespannten Stahlbetonkragstützen. Die Mauerwerksausfachung zwischen den Stützen dient zusätzlich zur Minimierung der Stützenverformungen.
Die Bauarbeiten der neuen Dachkonstruktion wurden sorgfältig von außen durchgeführt, da der bestehende Hallenschwingboden vollständig erhalten werden musste und nicht beschädigt werden durfte. Die Bauzustände der Baumaßnahme wurden durch uns baubegleitend überwacht.
Im Zuge der Bauarbeiten wurden Betonsanierungsmaßnahmen infolge Karbonatisierung der Betonrandzone bzw. chloridinduzierter Korrosionserscheinungen an den bestehenden Massivbauteilen erforderlich. Die durchgeführten Sanierungsarbeiten wurden durch uns beurteilt, koordiniert und überwacht.
Die Aussteifung der Sporthalle erfolgt in Querrichtung über Kragstützen aus Stahlbeton, sowie über die als Scheiben wirkenden Giebelwände. In Längsrichtung wird die Aussteifung zum einen über die Stahlbetonkragstützen als auch über zwei Dachverbände in Verbindung mit den als Scheiben wirkenden Traufwänden sichergestellt.
Die Gründung der Stahlbetonstützen bzw. Mauerwerkswände erfolgt auf Einzel- bzw. Streifenfundamenten
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Projekt: Marstallgebäude Venusweg
Das bestehende Marstallgebäude in Fürth wurde für 11 neue Wohneinheiten komplett neu strukturiert und gestaltet.
Der vorhandene Dachstuhl wurde komplett entfernt und in der gleichen Form mit zusätzlichen Dachgauben und Loggien wieder aufgebaut. Das Gebäude mit historischen Stahlträgerdecken wurde entsprechend statisch-konstruktiv ertüchtigt und mit bereichsweisen Einbauten für die neue Nutzung ergänzt. Dabei wurden die Bestandskonstruktionen für die eingetragenen neuen Lasten und Konstruktionen um minimal notwendige lastabtragende Bauteile ergänzt. Teilweise wurden historische gusseiserne Stützen statisch neu nachgewiesen.
Die vorhandene Bodenplatte wurde abgebrochen und durch eine neue, tieferliegende Bodenplatte ersetzt.
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Projekt: Bürohaus Schredl
Das zweigeschossige Bürohaus wurde als sogenannte „Tisch“-Konstruktion in Stahlbetonbauweise errichtet. Die beidseitig angeordneten Unterzüge im Erdgeschoss kragen über die Gebäudebreite frei aus. Auf diese Weise ist eine variable Nutzung des Erdgeschosses unter anderem als Parkplatzfläche möglich.
Die Treppenhauswände sind auf gesamter Höhe in Sichbetonbauweise ausgeführt.
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Projekt: Gymnasium Eckental
Bei dem Erweiterungsbau am Gymnasium Eckental handelt es sich um ein eingeschossiges nicht unterkellerten Massivbau. Die Decke über dem Speisesaal wurde als Rippendecke ausgeführt. Die Wände wurden überwiegend in Mauerwerk errichtet, lediglich die mit Erdreich angeschüttete Wand an der Nord-Ost Ecke wird in Stahlbeton ausgeführt. Um Putzrisse aus der Endauflagerverdrehung der Deckenplatten zu vermeiden, wird die Decke nicht über die gesamte Länge, sondern auf Konsolen aufgelegt. Das Attikamauerwerk über den Konsolen wird mittels Weichfasermatten abgefugt um die schadlose Verdrehung zu gewährleisten.
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Projekt: Honsellbrücke Frankfurt a. Main
Die neue Mainbrücke Ost ist als Stabbogenbrücke in Stahlbauweise mit angehängter Fahrbahn in Stahlverbundbauweise geplant. Die unter dem Brückendeck verlaufenden Längsträger sorgen für den Kurzschluss des Bogenschubs.
Die Bogenform beginnt auf der südlichen Widerlagerseite als Doppelbogen, der zum nördlichen Widerlager hin in einen Einzelbogen übergeht. Der Fußpunkt des Einzelbogens bildet in seiner Ausformung eine Landmarke auf der nördlichen Widerlagerseite im Bereich des Kreisverkehrs und integriert so die Belange der Verkehrsführung und des städtebaulichen Umfeldes optimal.
Auf Grund des gewählten Bogenstichs und der Formstabilität der Bogengesamtform kann eine sehr schlanke Querschnittsausbildung erreicht werden.
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Projekt: Plang´sche Villa
Ein Erweiterungsbaukörper in Form eines leichten, über dem Elbhang schwebenden Pavillons im Erdgeschoss ersetzt den vorhandenen Wintergarten und ermöglicht eine sehr gute innere Anbindung an die bestehende Villa.
Entstanden ist die Lösung mit zwei auf den inneren Kellerschotten aufliegenden Dreigurtbindern, wobei die im Raum stehenden Diagonalen an der Innen- und Aussenseite jeweils unterschiedlichen Rastern folgen und somit optische Verschneidungen in den Seitenansichten erzeugen, die an ein Geäst erinnern.
Die senkrecht zu den Dreigurtbindern verlaufenden Decken- und Bodenträger in Stahl- und Stahlverbundbauweise kragen frei zu Fassade hin aus. Damit ist im gesamten Fassadenverlauf keine Stütze notwendig, die Verglasung kann direkt zwischen Boden und Decke spannen.
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Projekt: Adidas Sport Center
Die Tragkonstruktion des adidas Sport Center gliedert sich in die zwei konzipierten Bauabschnitte. Den Bereich der Esplanade, die gleichzeitig die Dachstruktur der Sporthallenbereiche bildet und das über die Esplanade herausragende mehrgeschossige Hauptgebäude.
Die Dachkonstruktion der Hallenbereiche besteht aus Halbfertigteilspannbetonbindern auf denen eine Stahlbetondecke liegt. Im Bereich der Multifunktionshalle wechselt die Spannrichtung der Hauptbinder in die Querrichtung der Esplande zur Minimierung der Spannweiten. Im mehrgeschossigen Hauptgebäude wird die Tragstruktur im wesentlichen als punktgestützte Ortbetonflachdecke ausgebildet.
Die Umfassung des als Helix ausgeformten Luftraums über alle Geschosse übernimmt dabei tragende Funktion und dient gleichzeitig als spektakulärer Raum für das Freiklettern. Die Stützenfreiheit im Bereich des zweigeschossigen Luftraums im Foyer wird über unterspannte Binder in der Decke erreicht.
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Projekt: Verglaste Lounge „Glasbox“
Im Zuge des Umbaus eines Supermarktes zu einem Filmatelier wurde auf einer bestehenden Stahlkonstruktion eine verglaste Lounge errichtet. Die raumhohe Verglasung ist absturzsichernd, ein Geländer oder vergleichbares Bauteil wird nicht angeordnet. Am Fußpunkt wird die Verglasung mittels Klemmprofilen, die an der bauseits vorhandenen Konstruktion befestigt werden, horizontal und vertikal gehalten. Der Kopfpunkt wird nur horizontal gehalten, so dass die Eigenlasten des abschliessenden Stahlprofils nicht über die Verglasung abgetragen werden. An der Innenseite der Ganzglasecke erfolgt der Abtrag der Vertikallast über einen Stahlwinkel.
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Projekt: Kunstinstallation Kirche St. Egidien
Anlässlich der Dritten Architekturwoche wurden aus der Kirche St. Egidien in Nürnberg sämtliche Bänke entfernt und durch eine temporäre textile Rauminstallation ersetzt. Dieser regelmäßige Kubus aus verfahrbaren Stoffbahnen und leichten Stahlprofilen als obere Einfassung schwebt, aufgehängt an dünnen Stahlseilen in der Mitte des Kirchenraums. Angesichts des überraschenden Raumeindrucks nimmt man die Aufhängung jedoch nicht einmal mehr wahr.
Die Befestigung der Abhängung im Bestand der Barockkirche erfolgt ohne Schädigungen der Bausubstanz und ist leicht demontierbar.
Der freischaffende Künstler Hanns Herpich bezeichnet ihn als „performativen Raum“ der Kirche und Glaubensraum neu erlebbar macht und mit dem Thema der großen, allzu häufig zu wenig gefüllten Räume in einer neuen Weise umgeht.
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Projekt: Car-Lifter
Für das Technopolis Museum in Belgien wurde bei diesem Projekt ein „Car-Lifter“ errichtet.
An dem Ausstellungsstück, das vor dem Eingang im Freien platziert wurde, kann den Besuchern das Hebelgesetz demonstriert werden. Am kürzeren Arm des Balkens hängt ein Fahrzeug, am längeren Arm sind im Abstand von ca. 2,7m bis ca. 10,7 m zum Drehpunkt des Waagebalkens fünf Seile angebracht, an denen die Besucher ziehen können um das Fahrzeug vom Boden hochzuheben. Aufgrund der Geometrie des Systems ist am inneren Seil etwa die 4-fache Zugkraft im Vergleich zum äußeren Seil notwendig.
Für den Balken wurde eine Stahlhohlprofil verwendet, dessen beide Arme an einem Pylon über dem Drehpunkt mittels Stahlseilen abgespannt sind. Die Plattform für das Fahrzeug hängt frei drehbar am kurzen Ende des Balkens und kann an Betonfundamenten fixiert werden. Diese Stütze besteht aus zwei Stahlhohlprofilen, die über ein drittes eingeschweißtes Blech gekoppelt sind. Auf beiden Seiten sind Stahlbleche mit unterschiedlichen Bohrungen angeschweißt, die vom Stützenfuß zum Stützenkopf linear ab- bzw. zunehmen.
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Projekt: Eisenbahnüberführung Schwarzwaldstraße
Die Unterführung Schwarzwaldstraße besitzt die Funktion eines Stadteingangs. Der stark zentralperspektivischen Wirkung wird eine Installation entgegengesetzt, die mit der Dynamik der Wahrnehmung spielerisch umgeht. Fliegende Nachtfalter passen sich der Geschwindigkeit und Position des Betrachters an. Unsere Aufgabe war es die Glaswand (Kunstwand) sowie deren Befestigung an der Betonvorsatzschale der Eisenbahnüberführung zu konstruieren.
Als Wandbekleidung an der Fahrbahnseite werden öffenbare liniengelagerte Vertikalverglasungen aus bedrucktem Verbundsicherheitsglas auf Stahlkonsolen gelagert.
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Projekt: Konzernzentrale Hafencity
Die Tragstruktur der neuen Konzernzentrale gliedert sich im Wesentlichen in zwei Teile: Den in der Vertikalen durchgängigen „Rücken“ mit Büro-, Lagerbereichen und den Erschließungskernen sowie die sich daran angliedernden um die Atrien angeordneten „Finger“, eine kammartige Struktur, die über der Ebene des Erdgeschosses mit dem Ziel einer maximalen Stützenfreiheit abgefangen wird.
Die Decken der "Finger" sind in allen Geschossen mit Spannbetonhohldielen konstruiert, die in der Lage sind die Querrichtung stützenfrei zu überspannen. Diese Decken liegen in der Fassadenebene auf Stahlrandträgern die mit den Ringbalken vergossen werden. Die Ringbalken und der Verguss mit Stahlbeton dient zum Einen der Gewährleistung ausreichender horizontaler Steifigkeit zum Anderen wird auf diese Weise der F90 Standard der Randträger erreicht. Die Randträger leiten Ihre Last auf Stahlverbundstützen im Raster von 5,4m weiter.
Über der Erdgeschoss- und Showroomebene sind in der Fassadenebene Vierendelträger als Stahlverbundkonstruktionen mit einer maximalen Spannweite von 16,2m angeordnet. Sie nehmen das Stützenraster der darüberliegenden Geschosse auf.
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Projekt: Treppe Wolfgangshof
In ehemaligen Stallungen, die als Versammlungsraum umgenutzt wurden, sollte eine neue Stahltreppe vom EG ins OG eingebaut werden. Die Stahltreppe besitzt massive Stufen aus Eichenholz, die von zwei Stahlwinkeln eingefasst werden. Die Treppenwangen wurden aus Flachstählen gefertigt.
Bei der Erschließung des OG wurde die für die Tragfähigkeit des fachwerkartigen Dachstuhls notwendige Deckenscheibe bereichsweise entfernt. Diese wurde durch eine Seilunterspannung des Dachrahmens ersetzt. Um die Verformung der relativ weichen Seilunterspannung auszugleichen wurde der Dachrahmen mittels eines Kettenzuges nach innen vorverformt. In die vorverformte Konstruktion wurde dann die neue Unterspannung eingebaut.
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Projekt: Kugelwürfel
Stahlkonstruktion für eine Kugelbahn im Projekt Kidstown der Fa. Hüttinger in Zürich. Das kinetische Kunstwerk soll den Menschen spielerisch physikalische und andere naturwissenschaftliche Phänomene näher bringen. Andererseits sprechen Kugelbahnen als ästhetisches Kunstwerk viele menschliche Sinne (sehen, hören, fühlen) an. Die Stahlkonstruktion besteht aus einem Trägerrohr als Stütze. Die Stahlkonstruktion wird am Stützenfußpunkt auf die Decke über Kellergeschoss aufgelagert. Die seitliche Halterung der Stütze erfolgt über neu zu errichtende Befestigungen an die bestehende Deckenkonstruktion.
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Projekt: Mehrfamilienhaus Freund Heichen
Nach dem Abriss eines bestehenden Einfamilienhauses wurde hier Wohnraum für drei Familien geschaffen. Das Erdgeschoss ist nur teilweise unterkellert, im Bereich der auskragenden Decke können somit Parkflächen entstehen. Die Auskragung der südöstlichen Ecke des Obergeschosses in zwei Richtungen wird über eine Brüstung in Verbindung mit einer Stahlbetonwandscheibe und den daran anschließenden Deckenscheiben abgefangen. Die Gründung erfolgt im unterkellerten Bereich mittels elastisch gebetteter Bodenplatte mit Frostschürzen zur Parkfläche hin.
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Projekt: Kindertagesstätte Klinikum
Gegründet ist das Bauwerk in den Außenachsen über Stahlbetonfertigteilriegel auf Einzelfundamenten und in den Innenachsen auf einem Stahlbeton Streifenfundament. Die Bodenebene wird mit Nadelholzbodenträger, die als Zweifeldträger zwischen den Gründungsbauteilen spannen und einem Belag aus Baufurniersperrholzplatten hergestellt. Die Außenwände werden in Holztafelbauweise hergestellt. Die Innenwand wird durch miteinander verleimte Scheiben aus Baufuniersperrholz tragend ausgeführt. Als Dachtragwerk werden Träger aus Nadelholz und einer Schalung aus OSB-Flachpressplatten verwendet.
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Projekt: Talbrücke Lohgraben
Bei dem Neubau der dreifeldriegen Talbrücke Lohgraben handelt es sich um eine Vorgespannte Tisch-Brücke, dabei wird das Bauwerk in die Mittelpfeiler eingespannt. An den Widerlagern ist der Überbau gelenkig gelagert. Die Stützweiten betragen 25 m in den Endfeldern und 34 m im mittleren Feld. Die Gründung der Mittelpfeiler und der Widerlager erfolgt über Bohrpfähle.
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Projekt: Bürohochhaus Signal-Iduna
Der Entwurf greift die städtebauliche Leitidee der City Nord in Form eines „Solitärs im Park“ auf. Der Grundriss des 18.000 Quadratmeter großen 13-geschossigen Hochhauses basiert auf einem gleichschenkeligen Dreieck. Einschnitte im Erdgeschoss und im Obergeschoss setzen Akzente und bilden eindeutige Adressen.
Das Tragsystem, das in enger Zusammenarbeit der Architekten mit unserem Büro entwickelt wurde basiert auf einem 120° Raster. Es nutzt die Potentiale der Gebäudestruktur und der vorhandenen Symetrien und trägt auf Grund moderater Spannnweiten in hohem Maße zur Flexibilität und zur Wirtschaftlichkeit bei.
Im ersten Obergeschoss wird jeweils eine der zentralen Innenstützen mit Hilfe gekoppelter Wandscheiben über dem Erdgeschoss abgefangen. Der symmetrische Gebäudegrundriss und die Koppelung der Wandscheiben sorgen dafür, dass nur ein geringer Anteil der Abfangelast, aus wechselnden Verkehrslasten, über eine Einspannung der Wandscheiben abgetragen werden muss, der Hauptteil der Kräfte sich aber über die Deckenscheiben kurzschließt.
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Projekt: DB-Museum Nürnberg
Erstellung eines bogenförmigen Durchbruchs im Erdgeschoss des DB-Museums. Die Öffnung wurde durch zwei Vertikalschnitte und im Bogen durch Einzelbohrungen erstellt. Mittels einer auf der Schnittfläche aufgebrachten und mit Injektionsankern verankerten Stahllamelle wurde der Bogen verstärkt.
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Projekt: Bürogebäude Mangersreuth
Neubau von vier Bürogebäuden. Die Gebäude 1 und 2 haben 3 Vollgeschosse (EG, 1. und 2.OG) und sind nicht unterkellert. Das Gebäude 3 hat ein Geschoss mehr (EG, 1. bis 3.OG) und ist unterkellert (KG). Das Gebäude 4 hat 3 Vollgeschosse (EG, 1. und 2.OG) und ist ebenfalls unterkellert (KG). Die Gebäude werden in Massivbauweise errichtet und haben ein nicht ausgebautes Dachgeschoss. Die Dachkonstruktion wird als zimmermannsmäßige Holzkonstruktion errichtet. Zwischen den Gebäuden 1 und 2 bzw. 3 und 4 schließt ein Treppenhaus mit Aufzug in Massivkonstruktion an die Bürogebäude an. Im Erdgeschoss wird eine eingeschossige Cafeteria ebenfalls in Massivbauweise errichtet. Die Stahlbetonstützen stellen in Verbindung mit den Stahlbetondecken die Aussteifung der Bürogebäude sicher. Die Aussteifung der Cafeteria in Längsrichtung erfolgt über die beiden Wandscheiben im Eingangsbereich. Die Gründung der Stahlbetonstützen erfolgt auf Einzelfundamenten.
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Projekt: Neubau Mälzereisilo & Halle
Erweiterung einer Mälzerei in Wien. Es wird ein weiteres Silo mit drei Darrenebenen und Drehhorden errichtet. In der daran anschließenden ebenfalls neu errichteten Halle sind die Betriebseinrichtungen und ein Treppenturm untergebracht. Das Tragwerk der Darre besteht aus einer reinen Stahlkonstruktion. Die Verkleidung der Halle und der Darre besteht aus Kassetten, Trapezblechen und aufgekanteten Blechen. Das Silo ist über vier Wandverbände und die eingespannte Mittelsäule ausgesteift.
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Projekt: Ambulantes Reha-Zentrum
Neubau auf dem Gelände Klinikum Nürnberg Süd, Breslauer Straße 201.
Fassaden und Wände werden in Holztafelbauweise erstellt. Das Dachtragwerk wird aus π-Platten mit Stegen aus Brettschichtholz und einer Platte aus Baufurniersperrholz gebildet.
Die Gründung des Bauwerks erfolgte auf Streifenfundamenten mit einer Bodenplatte aus Spannbetonhohldielen.
Der hohe Vorfertigungsgrad der wirtschaftlichen Konstruktion sorgt für einen optimierten Bauablauf.
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Projekt: Mathematikum
Stahlkonstruktion für eine Kugelbahn (Kugelwürfel) zur spielerischen Veranschaulichung des Energieerhaltungssatzes in einem mathematischen Spiel- und Lernzentrum in Gießen.
Die Stahlkonstruktion besteht aus einem Gitterwürfel (je 4 Ebenen) aus Quadrathohlprofilen, der ab ca. 1,50 m über Oberkante Boden gedreht an einer Rundstütze befestigt wird. Die seitliche Halterung der Stütze erfolgt über Abspannungen an die bestehende Dachkonstruktion.