Generalsanierung und Erweiterung Gymnasium


Projekttyp
Hochbau Umbau

Ort
Roth

Auftraggeber
Landratsamt Roth

Entwurf
balda architekten, Fürstenfeldbruck

Bauzeit
2021-2024

Abmessung
BGF 13.870 m², BRI 48.400 m³

Fotos
Oliver Heinl, Rednitzhembach

Leistungsumfang
Tragwerksplanung, LP 1-6 gem. §51 HOAI 2013, besondere Leistungen

Bearbeitung
Bearbeitung als Tragraum Ingenieure

Die Generalsanierung des Gymnasiums Roth umfasst die beiden bauzeitlich in Stahlbetonbauweise mit Mauerwerkswänden errichteten Gebäude Haus 1 (Baujahr 1965) und Haus 2 (Baujahr 1970). Priorität für die Sanierung war der maximal mögliche Substanzerhalt unter Berücksichtigung der Integration des Lernhauskonzeptes. Die gesamte Baumaßnahme wurde unter laufendem Betrieb durchgeführt.

Das Haus 1 (59 x 42 m) wurde an der Schmalseite zum Innenhof hin teilweise rückgebaut und terrassenartig wieder aufgebaut, so dass attraktive Außenbereiche entstanden. Gleichzeitig wurde, ebenfalls zum Innenhof hin, das Gebäude dreiseitig erweitert, indem das Mauerwerk der ehemaligen Außenwände abgebrochen und durch Stahlbetonstützen ersetzt wurde. In den mit den ehemaligen Flurzonen gekoppelten Erweiterungen befinden sich moderne Lernbereiche. Die Aussteifung erfolgt über den direkten Anschluss der neuen Konstruktion an das Bestandsgebäude. 


Haus 2 (36,5 x 36,5 m) erhielt einen Lichthof mit großformatigen Fensterflächen im Untergeschoss, für den großflächiger Erdaushub notwendig war. Die neue Lichthofgestaltung erforderte zudem eine neu zu errichtende Winkelstützwand zur Realisierung des Geländesprungs. Des Weiteren wurden Decken rückgebaut und Bestandswände durch Unterzüge ersetzt, um größere Spannweiten neuer Klassenräume und Lernbereiche zu schaffen, Fluchttreppenhäuser wurden integriert und ein dreigeschossiger Verbindungsgang zu Haus 1 zur Sicherstellung der Barrierefreiheit errichtet.

Zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit dieses Projektes während der Nutzungsphase, wurde ein digitales Gebäudemodell (BIM) erstellt, anhand dessen die interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgte. Dieses Modell wird zukünftig zur Optimierung der Gebäudeunterhalts herangezogen.