Generalsanierung und Wiederbelebung des Volksbades


Projekttyp
Hochbau Sonderbau Umbau

Ort
Nürnberg

Auftraggeber
Stadt Nürnberg, Eigenbetrieb NüBad

Entwurf
Fritz Planung GmbH, Bad Urach

Bauzeit
2021-2025

Abmessung
BGF 19.100 m², BRI 85.800 m³

Fotos
Oliver Heinl, Rednitzhembach / Visualisierungen: Fritz Planung GmbH, Bad Urach

Leistungsumfang
Tragwerksplanung, LP 1-6 gem. §51 HOAI 2013, besondere Leistungen

Bearbeitung
Bearbeitung als Tragraum Ingenieure

Das im Jahr 1914 eröffnete Volksbad in Nürnberg war bei seiner Eröffnung eines der modernsten und größten Badeanstalten Deutschlands. Im Jahr 1994 wurde es aufgrund zu hohen Sanierungsbedarfs geschlossen. 2020 beschloss der Stadtrat die Sanierung und öffentliche Nutzung als Bad mit Restaurant. Hierfür wird der Bestand komplett saniert und um einen Anbau für ein Lehrschwimmbecken erweitert. Insgesamt sind vier Schwimmbecken, Wellnessbereich, Fitness- und Gastronomiebereich vorgesehen.

Im Sinne der Denkmalpflege hat der maximale Erhalt der vorhandenen Bausubstanz höchste Priorität. Grundlage hierfür ist eine genaue Kenntnis über vorhandene Tragkonstruktionen. Da weitestgehend keine bauzeitlichen Lastannahmen, statischen Berechnungen und Konstruktionspläne vorliegen, konnten Angaben lediglich aus historischen Architektenwerkplänen entnommen werden. Ergänzend hierzu wurden zahlreiche Bauteilöffnungen und Materialproben in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege durchgeführt. Tragkonstruktionen wurden nachgerechnet und verstärkt, unter Berücksichtigung von Denkmalschutz und Wirtschaftlichkeit. Bei im Hinblick auf die Denkmalpflege untergeordneten Bauteilen wurden die statischen Ertüchtigungsmaßnahmen primär aus Aspekten der Wirtschaftlichkeit, der Langlebigkeit und des Brandschutzes geplant.

Der Erweiterungsneubau sowie die im Bestand neu eingefügten Stahlbetonbauteile (Aufzugsschächte, Innenhofbebauung, neue Deckenfelder, etc.) sind weitestgehend aus Beton mit rezyklierten Zuschlagsstoffen (R-Beton) erstellt. Als Zement kommt ein CO2-reduzierter Zement zum Einsatz, mit einer CO2-Reduktion von bis zu 35 % im Beton.