KJP Ansbach


Projekttyp
Hochbau Umbau

Ort
Ansbach

Auftraggeber
Bezirkskliniken Mittelfranken, Erlangen

Entwurf
Beeg Lemke Architekten, München

Bauzeit
2017-2019

Abmessung
BGF 4.100 m², BRI 14390 m³

Fotos
Gerhard Hagen

Leistungsumfang
Tragwerksplanung, LP 1-6 gem. §51 HOAI 2013, weitere besondere Leistungen

Bearbeitung
Projekt ausgeführt als Dr.Kreutz+Partner

Der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Tagespflege und Ambulanz entstand auf dem Gelände der Bezirkskliniken in Ansbach im Rahmen einer Nachverdichtung zwischen den historischen, denkmalgeschützten Bestandsgebäuden. Er besteht aus zwei Gebäuden (Haus 24A und  Haus 24L), die in Stahlskelettbauweise erstellt und über ein verglastes Treppenhaus miteinander verbunden sind. Beide Gebäude sind in einem Bauabschnitt und ohne Gebäudefuge, dreigeschossig mit Untergeschoss, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss ausgeführt und hangseitig in das anstehende Gelände integriert. Das neue Untergeschoss in WU-Bauweise ist über ebenfalls neu errichtete unterirdische, barrierefrei nutzbare Versorgungsgänge mit den benachbarten Bestandsgebäuden verbunden. Hangseitig ist der Treppenverbindungsbau über eine verglaste Vordachkonstruktion mit dem angrenzenden Bestandsgebäude verbunden. Die Tunnelbauwerke sind am Übergang zum nicht überbauten Bereich über wasserdichte Bewegungsfugen verformungstechnisch entkoppelt.

 

Des Weiteren erfolgten diverse Umbaumaßnahmen an und in bestehenden Gebäuden unter Berücksichtigung des Ensembleschutzes, wie z. B. Errichtung eines Außenaufzugs, Decken- und Wanddurchbrüche und Tieferlegung bestehender Bodenplatten für barrierefreie Übergänge der unterirdischen Versorgungsgänge. Alle Baumaßnahmen wurden bei laufendem Krankenhausbetrieb durchgeführt.

 

Das Tragwerk besteht aus einem maximierten Anteil an Stahlbetonfertigteilen, wobei die punkt- und liniengelagerten Elementdecken über Vollfertigteilwände, Fertigteilstützen und einige Unterzüge ablasten. Die auf das Minimum beschränkte Stützenstellung ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Grundrissausbildung. Diese optimierte Bauweise mit dem großen Anteil an Stahlbetonfertigteilen führte zu einer kurzen Rohbauzeit von lediglich fünf Monaten bei einer Minimierung der Baumassen. Gleichzeitig wurde durch die hohe Planungstiefe der Fertigteile ein sehr wirtschaftliches Gebäude realisiert.