Maria-Ward-Schule


Projekttyp
Hochbau Wettbewerbe

Ort
Nürnberg

Auftraggeber
Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg

Entwurf
H2M Architekten + Stadtplaner, Kulmbach

Auszeichnungen
1. Preis Realisierungswettbewerb

Bauzeit
2017-2022

Abmessung
BGF 20.500 m², BRI 82.300 m³

Fotos
Bauzustand: Oliver Heinl, Rednitzhembach; Fertigstellung: Laura Thiesbrummel, München

Leistungsumfang
Tragwerkskonzept, Kostenschätzung in der Wettbewerbsphase, Entwurfsplanung Baugrube, Tragwerksplanung, LP 1-6 gem. §51 HOAI 2013, weitere besondere Leistungen

Bearbeitung
Bearbeitung als Tragraum Ingenieure und vormals Dr. Kreutz+Partner

Der Neubau der Maria-Ward-Schule stellt eine Aufnahme, Optimierung und Weiterentwicklung vorhandener städtebaulicher Qualitäten dar. Innenräumlich ist ein wegweisend modernes und großzügiges Schulgebäude mit herausragenden Aufenthaltsqualitäten entstanden.

 

Der Neubau, dessen Entwurf aus einem Wettbewerbsgewinn hervorging, besteht aus einer massiven Stahlbetonkonstruktion. Die schlaff bewehrten, punktgestützten Stahlbetondecken haben eine Stärke von 32 cm sowie eine Spannweite von bis zu 8,55 m. Bei den Decken über dem 1. bis 3. Obergeschoss wurde dabei eine Betonkerntemperierung realisiert. Zentral im Gebäude unter dem Pausenhof befindet sich im 1. und 2. Untergeschoss die Dreifachsporthalle, die mit einer Rippendeckenkonstruktion mit einer maximalen Spannweite von 24,3 m ausgeführt ist. Zur Aufnahme der Lasten aus den aufgehenden Geschossen wurden hierfür vorgespannte Stahlbetonbinder gewählt, die vor Ort auf der Bodenplatte der Sporthalle geschalt, bewehrt und betoniert wurden. Nach dem Vorspannen wurden sie mit einem Autokran eingehoben.

 

Im Erdgeschoss und den Obergeschossen trägt ein System aus wandartigen Trägern die Lasten ab. Die nach innen versetzte Außenwand in den Eingangsbereichen im Erdgeschoss wird dabei durch die Anordnung von „Wandfahnen“ ins Gebäudeinnere abgefangen und zentriert. Über der Aula, die im Erdgeschoss in dem zum Kesslerplatz orientierten Gebäudebereich angeordnet ist, befindet sich ein über drei Geschosse reichendes elliptisches Atrium, das über eine großformatige Stahl-Glaskonstruktion in der Dachdecke belichtet wird.

 

Die Gründung des nicht unterkellerten Bereichs erfolgte auf Bohrpfählen, wobei Pfähle der Baugrubenumschließung für den Lastabtrag im Endzustand verwendet werden.