Moderne Arbeitswelten im Herzen Nürnbergs
Zentral am Frauentorgraben gelegen, entstand auf rund 13.000 m² Nutzfläche ein modernes Verwaltungs- und Kundencenter für rund 630.000 mittelfränkische Versicherte.
Der Neubau des AOK-Verwaltungsgebäudes in Nürnberg ist als wirtschaftlicher Stahlbetonskelettbau errichtet. Massive, punktgestützte und überwiegend unterzugsfreie Geschossdecken gewährleisten einen freien Leitungsverzug der Haustechnik unter den Decken sowie eine maximale Grundrissflexibilität. Die gewählten Spannweiten ermöglichen eine Regeldeckenstärke von 30 cm in den Obergeschossen – lokal durch Vorspannung mit Monolitzen ohne Verbund verstärkt. Das Hauptraster des vertikalen Tragsystems (Treppenhäuser, Innenstützen, tragende Fassadenachsen) ist im Regelbereich auf das Büro- und Fassadenraster abgestimmt. Anpassungen im Bereich des Hauptzugangs mit Foyer im Erdgeschoss und sich dort ergebender Sondernutzungen und Rasterveränderungen konnten durch Wandschotten mit Zentrierung über die Deckenscheiben abgefangen werden.
Die Gründung erfolgte durch Aufbetonage der Bodenplatte auf die Bestandsplatte, mit Verdübelung in Lastkonzentrationsbereichen. Die Bestandsuntergeschosse (Außenwände, Bodenplatte) blieben erhalten und bildeten durch temporäre Abstützungsmaßnahmen an drei Gebäudeseiten gleichzeitig die Eingrenzung und Sicherung des Baufeldes und minimierten dadurch Sicherungs- und Verbauarbeiten. Lediglich an der Südseite erfolgte der Verbau mit einer frei auskragenden Bohrpfahlwand die gleichzeitig als verlorene Schalung fungierte.