Sägmühlsteg in Ebermannstadt
Der Wettbewerbsbeitrag zum Sägmühlsteg in Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz erhielt den 2. Preis beim Realisierungswettbewerb, der von der Stadt Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz ausgelobt wurde. Die Fußgängerbrücke ist als massive Holzkonstruktion in Integralbauweise mit einem dreifeldrigen Tragsystem konzipiert. Sie verbindet die Altstadt mit dem sogenannten Scheunenviertel.
Der tragende Holzquerschnitt des Brückenüberbaus setzt sich aus horizontal übereinander angeordneten, liegenden Brettschichtholzelementen zusammen. Die formgebende Aufweitung des Brückenkörpers im Grundriss wird durch die Variation der Länge der einzelnen Lamellen zum Randbereich des Querschnitts hin erzeugt, wodurch der fertigungsbedingte Holzverschnitt minimiert wird. Die Anzahl der Lagen dieser Elemente in Brückenlängsrichtung ist dem Verlauf der Schnittkräfte angepasst. Neben einer gleichmäßigen und somit wirtschaftlichen Ausnutzung des Holzquerschnitts wird hierdurch gleichzeitig eine schlanke und elegante Brückenansicht erzielt. Die ausreichende Tragfähigkeit, sowie das Verformungs- und Schwingungsverhalten wurde im Wettbewerb über ein räumliches Rechenmodell bewertet.
Der gewählte Brückenentwurf kombiniert die Anforderungen an eine robuste, dauerhafte und zugleich nachhaltige Tragkonstruktion. Die Materialien werden dabei entsprechend ihrer technisch-konstruktiven Stärken unter Berücksichtigung ästhetischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte und der gewünschten Nachhaltigkeit eingesetzt. So nutzt der in Holzbauweise geplante Brückenquerschnitt nachwachsende Rohstoffe aus heimischen Hölzern und überzeugt durch ein im Vergleich zu Stahl- oder Stahlbetonbrücken optimiertes Konstruktionseigengewicht. Dies wirkt sich positiv auf die Brückenmontage und die Dimensionen der Gründungsbauteile aus.