Schulzentrum Schongau


Projekttyp
Hochbau

Ort
Schongau

Auftraggeber
Realschule, Gymnasium: Landratsamt Weilheim-Schongau; Grundschule: Stadt Schongau

Entwurf
ARGE: balda architekten GmbH, Fürstenfeldbruck / Maier Neuberger Projekte GmbH, München

Bauzeit
2017-2020

Abmessung
BGF 14.270 m², BRI 61.410 m³

Fotos
Oliver Heinl, Rednitzhembach; Boris Storz, München

Leistungsumfang
Tragwerksplanung, LP 1-6 gem. §51 HOAI 2013, weitere besondere Leistungen

Bearbeitung
Bearbeitung als Tragraum Ingenieure und vormals Dr. Kreutz+Partner

Das Projekt umfasst den Ersatzneubau der Staufer-Grundschule sowie die Erweiterungen der Pfaffenwinkel-Realschule und des Welfen-Gymnasiums, die sich alle auf dem Gelände des Schulzentrums Schongau befinden. Mit der Neugestaltung des Schulzentrums wurde eine zeitgemäße Umgebung mit modernen und flexiblen Lernlandschaften realisiert. Alle Arbeiten wurden unter laufendem Betrieb durchgeführt.

Die Neubauten des Schulcampus sind als Holz-Stahlbeton-Hybridkonstruktionen mit tragendem Stahlbetonskelett und Holzfassaden erstellt. Partiell stellen Wandartige Träger im Innenbereich die Lastfreistellung von darunter befindlichen Teilbereichen sicher. Als Fassadenkonstruktionen kamen Holzelemente aus Vollholz sowie Holzrahmenkonstruktionen zum Einsatz. Die weitgespannten Dächer über den Aulen von Grundschule und Gymnasium wurden mit Brettschichtholzbinderkonstruktionen umgesetzt. Alle Gebäude sind mit umlaufenden Fluchtbalkonen ausgestattet, die mit Isokörben an den massiven Flachdecken angeschlossen sind, wodurch die notwendige thermische Trennung gewährleistet wird. Die Fluchttreppen sind als hängende Stahlkonstruktionen realisiert, die von den Fluchtbalkonen, bzw. den Dachkonstruktionen abgehängt sind.

Der Anteil an Stahlbetonbauteilen gewährleistet neben dem reinen Lastabtrag ausreichenden Schall- und Brandschutz ohne zusätzliche baukonstruktive Maßnahmen und trägt so zu einer nachhaltigen und robusten Bauweise bei langem Lebenszyklus bei. Bei den Holz-Fassadenkonstruktionen und den nicht tragenden Trennwänden, für die ein kürzerer Lebenszyklus zu betrachten ist, ergibt sich eine hohe Nachhaltigkeit durch die Materialwahl sowie die Vorelementierung.

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