TUM/Siemens Technology Center
Der Neubau auf dem Forschungscampus in Garching bietet Arbeitsplatz für über 450 Wissenschaftler von Siemens Technology sowie 150 TU-Mitarbeitende und -Studierende, die zu Zukunftsthemen der Digitalisierung forschen. Das Gebäude hat vier oberirdische Geschosse und eine Teilunterkellerung und beherbergt hochflexible moderne Arbeitsplätze, Labore, Konferenzbereiche, Trainingsräume, einen teilbaren Hörsaal sowie Ausstellungsflächen im Foyer.
Der Stahlbetonskelettbau ermöglicht eine maximale Grundrissflexibilität durch weitgespannte, schlaff bewehrte Stahlbetonflachdecken und auf ein Minimum reduzierte lastabtragende vertikale Bauteile. Die Geschossdecken sind unterzugsfrei ausgeführt, was einen kollisionsfreien Leitungsverzug gewährleistet. Die Auflagerung der Geschossdecken erfolgt im Innenbereich sowie im Bereich der Lichthöfe größtenteils auf Stahlbetonstützen. Die klar strukturierte, tragende Fassadenebene der Obergeschosse ist in Vollfertigteilbauweise ausgeführt. Dabei bilden im Regelfall die Brüstung, drei Wandpfeiler sowie der zugehörige Fenstersturz jeweils eine Einheit. Der hohe Wiederholungsfaktor gleicher Vollfertigteile gewährleistete eine wirtschaftliche Ausführung.
Von Projektbeginn an wurde Building Information Modeling (BIM) interdisziplinär genutzt, auch, um den hohen Nachhaltigkeitsstandards (u.a. angestrebte LEED-Gold-Zertifizierung) gerecht zu werden. Ein digitaler 3D-Zwilling ermöglicht Planung, Bau und Simulierung im Betrieb des Gebäudes. Projektspezifische Parameter werden erfasst, um Energiebilanzierungen im laufenden Betrieb zu unterstützen.