Sanierung Pavillon 1, AdbK Nürnberg


Projekttyp
Hochbau Umbau

Ort
Nürnberg

Bauherr
Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg

Entwurf
Brenne Gesellschaft von Architekten, Berlin

Bauzeit
2018-2020

Abmessung
BGF 590 m², BRI 2.500 m³

Fotos
Jürgen Krall, Lappersdorf

Leistungsumfang
Tragwerksplanung, LP 2-6 gem. §51 HOAI 2013, besondere Leistungen, Denkmalgerechte Sanierung

Bearbeitung
Bearbeitung als Tragraum Ingenieure und vormals Dr. Kreutz+Partner

Die eingeschossigen Pavillons der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg reihen sich in leichter Architektur auf einem großzügigen Waldgrundstück aneinander. Die architekturgeschichtlich bedeutenden und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wurden von Sep Ruf geplant und im Jahr 1954 fertiggestellt. Nach der gelungenen Erweiterung (Link zum Projekt) im Jahr 2013 wurde der Pavillon 1 als erster Schritt in der Gesamtsanierung des historischen Ensembles denkmalgerecht saniert. Dies beinhaltete auch eine energetische Sanierung.

 

Die Baumaßnahme erfolgte unter Berücksichtigung der bauphysikalischen und haustechnischen Anforderungen inklusive des Austauschs der Fassade und der konstruktiven Bodenplatte für eine energetische Ertüchtigung. Neben der Modernisierung der technischen Gebäudeausrüstung wurde auf Grund des hohen Denkmalwertes des Gebäudes ein Konzept erstellt, das bei möglichst geringen Eingriffen in die Bausubstanz auf eine Energieeinsparung mit Reduzierung der Betriebskosten sowie eine hohe Nachhaltigkeit der Renovierungszyklen abzielte.

 

Alle notwendigen Maßnahmen wurden unter dem Gesichtspunkt der wesentlichen Erhaltung der Originalsubstanz geprüft und bewertet. Folgende Bauteile und Maßnahmen waren dabei tragwerksplanerisch relevant und für ein erfolgreiches Gelingen mit einer intensiven Abstimmung aller Planungsbeteiligten verbunden:

- Bestehende Innenhoffassade mit dem Ziel Erhalt der denkmalgeschützten Fassade

- Instandsetzung des Medienkanals im Erdbereich des Verbindungsganges der Pavillongebäude, Ertüchtigung der Kanalabdeckung

- Einbau moderner Haustechnik mit zugehöriger Schlitz- und Durchbruchplanung

- Bau- und Rückbauzustände für den Ausbau der vorhandenen Bodenplatte und den Einbau einer neuen Bodenplatte mit wärmegedämmtem Fußbodenaufbau zur bauphysikalischen Aufwertung

- Überarbeitung und Neunivellierung des Verbindungsganges und der Hof- und Grünflächen nach Maßgabe des Höhenniveaus der Innenräume. Hierdurch Erreichen der notwendigen Barrierefreiheit.